Herbstlesen 2016: Keep yourself alive

Herbstlesen 2016 Banner So, nachdem ich jetzt total in meiner Queen-Playlist versunken war, bin ich etwas wacher und wünsche einen guten Morgen! Die Woche war ungemein stressig und ich fühle mich etwas krank, aber ein bisschen Lesen und Hörbuch sollten wohl möglich sein 🙂

Mit dem Spazierengehen war es diese Woche schwierig wegen langer Arbeitstage und weil es so früh dunkel wird. Einmal habe ich es aber doch geschafft (yay). Am Dienstag haben wir außerdem die Nudelmafia in Köln ausprobiert und waren sehr begeistert von hausgemachten Bandnudeln und superleckerem Kürbispesto.

Die Monkey Wrench Gang konnte ich auslesen. Für mich war in dem Roman über Brücken sprengende Anarchoidealisten leider nichts zu holen. Die Witze haben auch nicht gezündet.

Als nächstes Buch für unterwegs habe ich bereits mit Dune begonnen. Leider ist mir der Protagonist unsympathisch und das politische System ist schon nach 20 Seiten entnervend ungerecht. Ich werde bei dogmatischen, geheimnistuerischen „Orden“ und ähnlichem immer ungeduldig. Aber ich werde weiter lesen; schließlich kann sich an beiden Punkten noch einiges ändern bzw. daraus kann Spannung entstehen.An meinem Hugo habe ich unter der Woche nicht weitergelesen 🙁

Da wir die Woche über nicht weiter Schlachthof 5 gehört haben, ist das wieder unsere Begleitung fürs Frühstück. Zu selbigem werde ich jetzt verschwinden und melde mich später wieder. Auf ein entspannendes Wochenende!


Update 13:40

In der Zwischenzeit habe ich Kopfschmerzen bekommen und daher wenig Lust auf Victor Hugo gehabt. Stattdessen habe ich die Graphic Novel Das Spiel der Schwalben von Zeina Abirached gelesen. Sie erinnert sich an einen Abend in ihrer Kindheit, den letzten Abend in ihrem Familienhaus in Beirut mitten im libanesischen Bürgerkrieg. Die Wohnung ist immer weiter geschrumpft, da nur ein kleiner Teil nicht von den Granaten getroffen werden kann. Nachbarn des Hauses kommen vorbei, man teilt, was man hat und wartet angsterfüllt auf diejenigen, die noch draußen sind.

Es war eine interessante Geschichte, die obwohl sehr minimalistisch einen Eindruck der Verhältnisse in einem Bürgerkriegsgebiet vor dem Internet gibt. Der Zeichenstil war mir ab und zu zu abstrakt, sodass ich nicht immer direkt erkannt habe, was gezeigt wird. Auf einigen Panels passiert auch nichts, es sind einfach Momentaufnahmen.

Als nächstes versuche ich doch, noch etwas in Der lachende Mann zu lesen, bevor wir gleich einkaufen müssen. Der Himmel ist immerhin aufgeklart, der innere Widerstand gegen das Rausmüssen ist also etwas gesunken 😉


Update 21:00

Huch, die Zeit ging schnell um! Gelesen habe ich allerdings kaum, nur ein bisschen in The World’s Wife. Stattdessen habe ich mir den ersten der Herr der Ringe-Filme angesehen, da ich Anfang der Woche mit dem Hörbuch fertig geworden bin. Ich hatte den Film schon länger nicht gesehen und ein wenig befürchtet, Alterungserschienungen festzustellen, aber davon ist Die Gefährten noch weit entfernt. Vor allem die besonders schwierigen Wasseranimationen am Bruinen und vor Moria sind immer noch beeindruckend. Im Vergleich zu heutigen Fantasyfilmen sieht Der Herr der Ringe allerdings inzwischen fast „handgemacht“ aus, weil er nicht so aufpoliert wurde wie man das jetzt machen würde.

Tja, heute brauche ich mit Lesen auch nicht mehr anzufangen. Vielleicht wird ja morgen mehr draus 😉


Sonntag 10:15

Ich konnte gestern tatsächlich noch The World’s Wife auslesen. Ein fantastischer Gedichtband, der mich neugierig macht auf mehr von Carol Ann Duffy. Jetzt sitze ich bequem im Bett, während mein Frühstück bereitet wird 😀 Bis später!


Update 15:30

Uns hat der Putzfimmel überkommen – so was muss man nutzen. So bin ich wieder nicht zu Hugo gekommen, sondern lausche stattdessen der Hörbuchfassung von Vom Winde verweht. Das Buch hatte ich im Sommer begonnen und war irgendwie nie weiter gekommen. Nach drei CDs hat die Geschichte jetzt auch wirklich begonnen und wird interessanter. Scarlet ist so schlimm wie ich erwartet hatte und die Wut über ihre ignorante Eitelkeit hilft mir beim Schrubben 🙂

Herbstlesen 2016: Abschweifen

Herbstlesen 2016 Banner Guten Morgen! Ich bin ausgeschlafen und freue mich auf einen weiteren erholsamen Tag des Nichtstuns Lesens!

Ich werde mich erst mal ans Frühstück begeben. Mein Freund und ich wollen uns dabei das Hörbuch von Schlachthof 5 anhören. Ich hatte die Tage schon mal reingehört und fand es schwierig, die sanfte Stimme von Jan Josef Liefers wieder abzuschalten 🙂 Darum werde ich heute sicher einige Zeit damit verbringen und also von meinem „Leseplan“ abschweifen.


Update 13:30

Ich wusste nicht so richtig, was mit Schlachthof 5 auf uns zukommt, aber mir gefällt’s. Die Hauptfigur „Billy Pilgrim hat sich aus dem Lauf der Zeit gelöst.“ „Er ist 1955 durch eine Tür getreten und 1941 aus einer anderen herausgekommen.“ Das Zeitreisen scheint aber eher eine Erzähltechnik zu sein als treibende Kraft einer SciFi-Handlung. Obwohl Billy später behaupten wird, von Außerirdischen entführt worden zu sein, geht es in dem Buch eher um Traumata und Verlust. Die Handlung kommt immer wieder auf Billys Zeit in Deutschland im Krieg zurück. Erzählt ist es aber humorvoll. Wir haben jetzt eine von vier CDs gehört und finden schon interessant und auch absurd, was berichtet wird.

Abgesehen davon habe ich ein wenig meine Festplatte entrümpelt, auch das muss leider ab und zu sein. Außer Schlachthof 5 habe ich noch nichts Nennenswertes gelesen. Das Wetter wird gerade richtig deprimierend und mein Platz auf dem Sofa ist zu gemütlich, als dass ich ihn für Victor Hugo verlassen wollte. Das müsste ich nämlich, weil der Fernseher an ist und ich so nicht lesen kann 🙂


Update 17:29

Nach dem Essen konnte ich mich endlich auf Der lachende Mann konzentrieren und habe 80 Seiten gelesen. Leider tut mir jetzt die Hand weh, mit der ich den Wälzer gehalten habe!

Die Geschichte verlief doch anders als gedacht. Jedenfalls sind wir jetzt endlich wieder bei den beiden Kindern, die inzwischen erwachsen sind und – natürlich – sehr ineinander verliebt. Der hässliche Gwynplaine und die blinde Dea sind auf ihre Liebe angewiesen, denn wer könnte sie sonst lieben? (Nicht meine Meinung, sondern offenbar die Hugos)

Gerade überlege ich, mir noch einen Schokocappuccino zu gönnen. Blöderweise hat mein Freund vor zwei Minuten die Küche gewischt. Da werde ich warten müssen, und gerne. Solange ich nicht putzen muss 😉


Update 22:00

Ich habe noch mein heimliches Tagesziel erreicht und 100 Seiten in Der lachende Mann hinter mich gebracht. Es ist halt doch eher Schmöker als Pageturner, daher sind 100 Seiten wirklich gut. Wir haben uns noch ein wenig gebratene Äpfel mit Zimt gegönnt und ein bisschen weiter Schlachthof 5 gehört, aber nicht sehr lang.

Unter der Woche lese ich dann wieder das andere Buch weiter, Die Monkey Wrench Gang. Das eignet sich einfach besser für die Bahn als der Wackerstein Hugo, wenn auch nur knapp.

Das Wochenende lässt mich sehr entspannt zurück! Endlich konnte ich mal in Ruhe lesen und ein bisschen Zeit mit mir verbringen. In einer Zweizimmerwohnung mit Partner gar nicht so einfach. Das war in der alten Wohnung leichter. Aber auch das Herbstlesen macht einfach richtig Spaß! Ich freue mich schon auf die nächste Runde. Jetzt erst mal gute Nacht euch allen. Wir lesen uns 🙂

Herbstlesen 2016: Durchstarten

Herbstlesen 2016 Banner Wochenende!! Manche Wochen sind doppelt so lang, selbst wenn sie einen Arbeitstag weniger haben. Aber genug davon, jetzt stürze ich mich erst mal in eine kleine Auszeit.

Über die Woche habe ich schon fleißig in Der lachende Mann und Die Monkey Wrench Gang gelesen. Hugo erweist sich in Der lachende Mann als detailverliebt bis zum Absurden. In einem Kapitel schweift er über mehrere Seiten komplett ab, um sich dann selbst auszubremsen: „So, nun weiter.“ Echt abgedreht.
Im Kern spielt sich aber eine spannende Geschichte ab. Die Comprachicos haben ein kleines Kind an der englischen Küste ausgesetzt und werden auf dem Meer von einem Sturm überrascht. Ihre systematische Grausamkeit wurde genau beschrieben, aber auch das im Sturm verlorene Schiff erzeugt großes Mitgefühl. Dazwischen immer wieder ein Funken Humor. Hach, Hugo!

Spazieren war ich diese Woche auch ein wenig, allerdings ist am Mittwoch unser neuer Fernseher gekommen (endlich kann ich den Abspann lesen!) und hat mich etwas abgelenkt 🙂

Nach dem Frühstück werde ich eine kleine Blogrunde drehen und dann, natürlich, lesen! Und auf gutes Wetter hoffen. Hoffentlich ist es bei euch nicht so trist :/ Ich melde mich dann später hier wieder.


Update ca. 12:30

Nach einem ausgiebigen Frühstück knnte ich schon ein wenig in Der lachende Mann weiterlesen. Der ausgesetzt Junge hat ein Baby an der Brust seiner toten Mutter gefunden und es mitgenommen. Sehr dramatisch, das. Jetzt ist er mit seiner kleinen Last endlich bei Ursus aufgeschlagen, der die beiden zeternd, aber gutmütig, aufnimmt. Er erkennt die operative Entstellung des Jungen und sieht im Morgenlicht, dass das Kleine blind ist.

Leider beginnt der Hauptteil der Geschichte wieder mit einem Exkurs über britische Geschichte und die Republik Cromwells: „Es gab nichts Geheiligtes mehr. Das Wort war frei, die Presse war frei. Man sagte auf offener Straße, was man wollte. […] Aus diesem widerwärtigen Regiment hatte man sich schließlich befreit, und England ward verziehen.“ Hugo hat schon einen trockenen Humor.

Ich denke, ich sollte mich mal mit der Bügelwäsche beschäftigen. Dann kann ich mein Lord of the Rings Hörbuch weiterhören. Ich stecke mitten in The Council of Elrond, dem wohl langwierigsten Kapitel des ersten Teils. Es wird sehr viel erklärt und viele neue Figuren tauchen gleichzeitig auf. Sie sitzen und halten Rat und das ist nun mal nicht sehr spannend. Wie Bügeln eben 🙂


Update ca. 17:30

Kerze, koffeinhaltiges Heißgetränk und mein Wälzer Der lachende MannDas Bügeln ist genauso vorbei wie Elronds Rat, außerdem habe ich mir ein Bad gegönnt und dabei ein paar John Oliver Videos nachgeholt. Jetzt versüße ich mir den restlichen Nachmittag mit einem Schokocappuccino, während ich weiter meinen Hugo lese.

Scheinbar werde ich noch eine Weile mit dem englischen Adel verbringen. Hugo beschreibt die wider Willen verlobten Lord David Moir und Lady Josiane, die ihre Hochzeit hinausschieben, um ihre Jugend zu genießen. Darauf folgen unbequeme Schilderungen über den damals üblichen Sinn für „Fun“ unter den Wohlbetuchten. Das klingt langweiliger als es ist und ich habe schon so eine Ahnung, wie das alles mit dem Jungen zusammenhängt. Ein Drittel des Buches ist geschafft 🙂

Später kommt mein Freund nach Hause und danach werde ich für heute sicher nicht mehr zum Lesen oder Schreiben kommen, darum hoffe ich, die Zeit gut abzupassen und vorher noch mal reinzuschauen.


Update 21:00

Der Himmel hat heute noch ein paar neue Farben anprobiert, es war wirklich schön und ich musste ein paar Fotos machen.

sonnenuntergang am wasserturm sonnenuntergang

Gelesen habe ich nicht mehr viel. Auf Seite 300 habe ich es geschafft und es dann gut sein lassen. Stattdessen habe ich zum Auflockern meinen Gedichtband von Carol Ann Duffy begonnen. Das erste Gedicht ist eine feministische, finstere Version von Rotkäppchen. Sehr vielversprechend!