Try a Chapter, oder: Lies den SuB

Momentan habe ich so überhaupt keine Lust zu lesen. Das ist zwar auch mal in Ordnung, trotzdem wollte ich die Situation nutzen, um in einige meiner seit längerem ungelesenen Bücher einen Blick zu werfen und so entweder mehr Lust darauf zu bekommen oder mich von ihnen zu verabschieden.

Ich habe mich also ein paar Stunden mit einem Stapel in eine Leseecke verzogen und bin am Ende wenigstens ein kleines bisschen motivierter, was das Lesen angeht. Hier meine Ergebnisse!

Try a chapter Bücherauswahl
Meine kleine bunte Auswahl für den Test aufs Exempel

 

Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug

Hier habe ich das Lesen schon nach drei Seiten beendet. Ich weiß, das ich das Buch behalten will. „The Talented Mr. Ripley“ war damals eine Überraschung für mich und dieser Roman wäre nun der dritte von Highsmith für mich. Da ich mich noch gut an die Hitchcock-Verfilmung erinnern kann, war ich mir nicht sicher, ob ich das Buch trotzdem lesen will. Aber da Highsmith vor allem meisterhaft das Innenleben ihrer Figuren nach außen kehrt, macht es vermutlich nichts aus, die Handlung grob zu kennen.

Gregory Maguire: Wicked

Ich bin kein Fan der Oz-Bücher oder des Films und daher war ich mir unsicher, ob Wicked wirklich etwas für mich ist. Es beginnt mit einem dreiseitigen Prolog, in dem die Wicked Witch of the West Dorothy und ihre Mitstreiter auf dem Weg in die Smaragdstadt heimlich belauscht. Wilde Gerüchte über die Hexe werden ausgetauscht. Mir hat direkt gefallen, wie sie als möglicherweise nicht „richtig weiblich“ dargestellt wird und das als Anlass für ihre Bösartigkeit zu gelten scheint. Ich erahne interessante Motive in diesem Buch. Am Ende wird die Wahrheit, die vor allem mit politischer Intrige zu tun hat, angedeutet. Somit bin ich gespannt auf mehr.

Roberto Bolaño: 2666

Nicht sehr ermutigend sehe ich nach Aufschlagen meiner aus dem Tauschregal stammenden Ausgabe in großer Handschrift die Kurzkritik des Vorbesitzers: „Schrott!!“

Ich fange dennoch an zu lesen. Und nach kurzem verfestigt sich meine Befürchtung: Die Geschichte um den unauffindbaren deutschen Schriftsteller Archimboldi klingt weiterhin interessant, aber ob ich den erzählenden Stil fast ohne direkte Rede über die Länge von 1200 Seiten durchhalten kann, ist fragwürdig. In Form eines Hörbuchs oder vielleicht sogar noch eher Hörspiels wäre ich eher geneigt, so aber denke ich mir: Was soll’s, es gibt genug andere Bücher auf der Welt, sogar mitähnlichen Stories.

Anna Freeman: The Fair Fight

Der historische Roman um eine Boxerin im 19. Jahrhundert liegt seit Weihnachten 2016 hier rum. Nach dem kurzen Probelesen kann ich schon mal erleichtert feststellen, dass die Erzählerin geradeheraus von sich und ihren Umständen berichtet. Ich denke, es wird mir Spaß machen, mehr über sie und die noch nicht aufgetretenen anderen Figuren herauszufinden.

Joseph Heller: Catch-22

Eigentlich wollte ich mich nur überzeugen, dass dieses Buch humorvoller ist, als man erwarten würde. Und es liest sich auch wirklich gut. Nur habe ich auch das Gefühl, bei der englischen Ausgabe ein wenig von dem Humor zu verpassen, kommt doch immer wieder amerikanischer und militärischer Slang vor. Und im Amerikanischen bin ich sowohl sprachlich als auch kulturell nicht so bewandert. Eine deutsche Ausgabe wäre mir lieber. Ich bin mir daher etwas unschlüssig, werde das Buch aber noch behalten.

Kate Atkinson: Life after Life

Okay, normalerweise bin ich bei „Lasst uns Hitler töten“-Stories wegen des Klischees raus, aber Atkinson schafft hier in einer sehr kurzen Vignette eine ganze Welt. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was die Protagonistin in ihren vielen Leben noch so ausprobiert. Vielleicht lese ich hier direkt weiter!

Hexen, Schriftstellerei und Geschichten vom Leben: Neues auf dem SuB III/2017

Es ist verrückt: Ich (ausschließlicher Sommer-Fan) bin dieses Jahr richtig in Herbststimmung! Ich liebe diesen Duft, wenn die tief stehende Sonne auf totes Laub fällt! Wahrscheinlich freue ich mich aber nur, diesem langen Elend namens „Sommer 2017“ zu entrinnen, hoffentlich in einen goldenen Herbst! Das schlechte Wetter hat mich zwar vor allzu großen Anschaffungen bewahrt, wie es scheint, aber ganz Buchkauf-abstinent war ich nun doch nicht. Werft doch mit mir einen Blick auf die Neulinge 🙂

Alice Hoffman Zauberhafte Schwestern & Gregory Maguirs Wicked
Bücher mit Hexen drin 🙂

Alice Hoffman: Im Hexenhaus (Zauberhafte Schwestern)

Seit ich weiß, dass Zauberhafte Schwestern auf einem Alice Hoffman Roman beruht, wollte ich mit diesem in ihr Werk eintauchen. Den Film habe ich als Kind gesehen und kann mich nicht detailliert daran erinnern, verbinde damit aber eine unterhaltsame Rom Com. Ich erwarte auch keine allzu großen Gemeinsamkeiten, bin aber auf die Vorlage gespannt und nach Hoffmans Ruf erwarte ich eine interessante Verwendung des Salem-Settings.

Gregory Maguire: Wicked

Hierzu habe ich ja bereits einige Worte in meinem letzten Update zum 101 Fantasy Projekt verloren. Ich bin gespannt auf die Umsetzung.

Maya Angelou I know why the Caged Bird Sings & Janet Mock Redefining Realness
Memoiren

Maya Angelou: I know why the caged bird sings

Diese Autobiographie wollte ich schon lange lesen, denn ich stolpere immer mal wieder online über das Buch, das auch mit ein paar genresprengenden magischen Elementen aufwarten soll. Da ich sowohl Biographien als auch magischen Realismus mag, interessiert mich der Titel.

Janet Mock: Redefining Realness

Ich glaube, von diesem Memoir habe ich auf BookTube erfahren (vielleicht bei Jean Bookishthoughts). Die Transfrau Janet Mock erzählt darin von ihrer Frauwerdung, für mich ein faszinierender Blickwinkel auf mein eigenes Geschlecht und damit verbundene Rollen.

Ray Bradbury Zen in the Art of Writing und Louise Doughty A Novel in a Year
Zwei Bücher über das Schreiben

Ray Bradbury: Zen in the Art of Writing

Ein Buch, das ich bereits seit Jahren in die Finger zu kriegen versuche! Es handelt sich um eine Sammlung verschiedener Texte Bradburys, die sich mit dem kreativen Prozess und der Textproduktion befassen. Ray Bradbury kenne ich natürlich als den Autor von Fahrenheit 451 und Something Wicked this Way Comes, aber er ist mir auch durch einige Vorträge und Interviews (YouTube und Radio, leider nicht in Person :)) als sympathischer Philanthrop erschienen.

Louise Doughty: A Novel in a Year

Eine echte Rarität auf meinem SuB, da ganz spontan mitgenommen. A Novel in a Year stellt Texte einer wöchentlichen literarischen Kolumne Doughtys zusammen. Zwei Aspekte sind mir erst nach dem Kauf aufgefallen: Der Name Louise Doughty kam mir so bekannt vor, weil ich vor Jahren ihre Familiensaga Die steinerne Wiege gelesen habe. Und dann gibt es nach jedem Eintrag scheinbar eine kleine Schreibübung; ich ahne ein Projekt voraus 🙂

John Logan und Kit de Waal
Bücher über Kindheit und Erwachsenwerden

Kit de Waal: My Name is Leon

Noch ein BookTube-Titel (zuerst auf Kathys Channel gesehen). Der junge Leon gerät in die Jugendamtmaschinerie, als seine Mutter nach der Geburt seines Halbbruders überfordert ist. Dabei hat er mit Vorurteilen und Rassismus zu kämpfen, denn Leon ist farbig.

 

John Logan: Peter and Alice

Ein Theaterstück, dass in meiner Traumbesetzung im Westend lief. Leider konnte ich es nicht ansehen, aber den Text kann ich wenigstens lesen. Die echte Alice im Wunderland, Alice Liddell, eröffnete 1932 eine Ausstellung über Lewis Carroll. An ihrer Seite stand der wahre Peter Pan, Peter Davies. In diesem Drama spinnt Logan eine Geschichte, was die beiden wohl einander zu sagen hatten.

 

Barry Hughart Die Insel der Mandarine alte AusgabeBarry Hughart: Die Insel der Mandarine (Meister Li #3)

Endlich habe ich mir den dritten Teil der Meister Li Romane in der alten deutschen Ausgabe geleistet. Die ersten beiden konnte ich in Tauschregalen finden und da ich sie bald lesen möchte, habe ich den dritten nun ausnahmsweise online bestellt.


Die meisten Titel (alle bis auf den ersten und die letzten zwei) habe ich übrigens während meines London-Urlaubs gekauft. Wer mal etwas Zeit in Brixton verbringt, dem lege ich den Secondhand Bookshop Book Mongers ans Herz. Sehr gut sortiert und einen verkuschelten Ladenhund gibt es auch noch. Und zwar habe ich dort nichts gekauft, aber als zusätzlicher Tipp darf der schwimmende Buchladen Word on the Water nicht unerwähnt bleiben!

Neues im Bücherregal. Die England-Ausgabe

Einen besonderen Buchbummel, auf den ich mich schon lange gefreut hatte, war mein Englandurlaub mit Abstecher nach Hay-on-Wye, der Bücherstadt. Da ich den Rummel vor Ort schon kannte, war ich vorbereitet: Eine wohlorganisierte Wunschliste im Schlepp zog ich los, sie alle zu fangen 🙂

Meine Liste enthielt ausschließlich Bücher, die nie oder noch nicht übersetzt wurden oder solche, die ich einfach lieber auf Englisch lesen möchte. Einige Bücher waren auch dabei, die ich erst einmal in der Hand halten wollte, bevor ich sie bestelle und es vielleicht bereue.Bücherstapel Science Fiction Fantasy

Spider Robinson: Callahan’s Crosstime Saloon
Kurt Vonnegut: Cat’s Cradle
Richard Matheson: I Am Legend
Joe Haldeman: The Forever War
Ray Bradbury: Something Wicked This Way Comes
Guy Kavriel Kay: A Song For Arbonne
Steven Erikson: Gardens of the Moon
Joanne M. Harris: The Gospel of Loki

Von Callahan’s Crosstime Saloon habe ich ja bereits berichtet. Andere Bücher, die ich auf Empfehlungen hin gekauft habe, waren A Song for Arbonne (Neyashas Tipp als Alternative zu Tigana vom selben Autor) und I Am Legend (was von Ariana kam).

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Ann Patchett: Bel Canto
Caitlin Moran: How To Build A Girl
Ann Carol Duffy: The World’s Wife

Bel Canto habe ich gar nicht gekauft, sondern in einer wunderschönen Kirche am Meer in einem Tauschregal entdeckt! Ich musste einfach ein Buch mitnehmen und von Ann Patchett schwärmen ja viele. The World’s Wife wiederum war auf meiner Wunschliste: Ein Gedichtband über die Frauen hinter den „großen Männern“. Die Gedichte scheinen auf den ersten Blick witzig und clever.

Ich fühlte mich sehr erfolgreich nach dem Bummel in Hay-on-Wye: Ich hatte wenig ausgegeben, fast nur die geplanten Bücher gekauft und auch einige Wünsche von der Liste gestrichen, weil mir die Bücher doch nicht gefallen haben. Und dann kam Oxford.nf-quantum-subliminal-victorians-british-history

Brian Cox / Jeff Forshaw: The Quantum Universe
Leonard Mlodinow: Subliminal
Caroline Rochford: Great Victorian Discoveries
John O’Farrell: An Utterly Impartial History Of Britain

Ich habe einen neuen Grund gefunden, dankbar für die Buchpreisbindung in Deutschland zu sein. Ein halbe Stunde in Blackwell (einem renommierten und sehr großen Buchladen) und nur ein klarer Moment rettete mich vor dem Bankrott. In der wissenschaftlichen Abteilung bemerkte ich die Aufkleber auf den Taschenbüchern „3 for 2“. Darum die 3 Sachbücher im Einkauf. Befriedigt stieg ich in den dritten Stock, um die Second Hand Abteilung zu erkunden. Viele Studenten verringern durch den Wiederverkauf ihrer Bücher ihre Studienkosten. Dort fand ich etwas, das ich schon lange suchte: Eine humorvolle, leichte Geschichte Großbritanniens. Ich bin keine Historikerin und brauche es nicht allzu genau, daher habe ich gerne ein paar Pfund in ein sehr gut erhaltenes Hardback investiert. Als ich wieder runterkam sah ich, dass die fatalen „3 for 2“-Aufkleber auch auf Belletristik-Bänden, ja, eigentlich auf allen möglichen Büchern klebten! Nach einem kurzen Aussetzer (so viele Möglichkeiten!) verließ ich schnurstracks das Geschäft. Aus Sicherheitsgründen.

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Zwei Bücher, die ich inspiriert durch Leonard Mlodinows Das Fenster zum Universum (eine Geschichte der Geometrie) haben wollte. Dieses Buch hatte ich auf Englisch gelesen und dadurch jegliche Angst vor der englischen Sprache verloren und wollte nun mehr über Stringtheorie und die Beschaffenheit der Welt erfahren. Darum war The Quantum Universe auf meiner Liste gelandet. Subliminal habe ich dann wegen dem Autor, Mlodiow selbst, eingesackt. Das Unbewusste und der Zusammenhang mit unserem mehr oder weniger freien Willen interessiert mich natürlich auch.

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Great Victorian Discoveries war das dritte Buch meines „3 for 2“-Bundles. Nachdem mich die Dokumentarserie What the Victorians did for us von der BBC vor Jahren auf diese Periode gestoßen hat, nahm ich ohne groß zu überlegen dieses Sammelsurium an Fakten und Anekdoten mit. John O’Farrells Buch hat mich zwischen Bänden über verschiedene Kriege und wichtige Männer der Geschichte besonders angesprochen. Es sieht mächtig aus, enthält aber vergleichsweise leichte Kost. Die ersten Seiten waren schon sehr lustig und lassen auf mehr hoffen.

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Zwei dicke Bücher! Warum hat mich niemand gewarnt, wie viele Malazan-Bücher es gibt?!

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Fast unsere Welt: Eine Bar, ein Zirkus. Aber etwas ist entschieden anders.

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Ein paar Klassiker verschiedener Subgenres.

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Trotz gemischter Bewertungen mitgenommen. Das Cover ist aber auch schön.

Mit dieser kleinen Orgie habe ich meine SuB-Abbaupläne natürlich zurückgeworfen. Ich hoffe, den Rest des Jahres deutlich kürzer zu treten und mich ganz besonders auf mein eigenes Regal zu konzentrieren. Die Shoppingtour hatte ich mir aber redlich verdient und ich bereue nichts 🙂

The Intimidating TBR ❁ Der furchterregende SuB

Dieses Tag hat sich in die deutschsprachige Buchblogs geschlichen und auch ich finde die Fragen ganz interessant, um einen neuen Blickwinkel auf den eigenen SuB einzunehmen.

1. Ein Buch, das du nicht beendet hast: Don Quijote

Cervantes Don QuijoteDas erste von zwei Büchern habe ich gelesen und damals wegen Unistress abgebrochen. Das Problem: Die zweite Hälfte, so heißt es, ist eine ungefähre Spiegelung der ersten; und schon in der ersten Hälfte gab es genug Wiederholungen, um mich abzuschrecken. Irgendwann habe ich den Mut, noch mal da ranzugehen.

2. Ein Buch für das du einfach noch keine Zeit hattest: Herr der Krähen

Ngugi wa Thiongo Herr der KrähenDieses Buch habe ich auch schon ewig und freue mich wie ein Idiot darauf, es zu lesen. Magischer Realismus aus Afrika ist für mich neues Terrain und ich kann nicht erwarten, es zu betreten. Trotzdem ist das Buch echt lang und kürzere Bücher schieben sich dazwischen.

3. Ein Buch, dass du nicht gelesen hast, weil es sich um eine Fortsetzung handelt: Der Riva Kodex

David Eddings Belgarath der Zauberer, Polgara die Zauberin und Der Riva-KodexDrei dicke, dicke Bücher warten schon seit Jahren auf mich, weil ich erst die ursprünglichen 10 Bücher (!) noch mal lesen wollte, bevor ich zum ersten Mal die Prequel-Reihe zur Hand nehme nehme. Tja, der Reread ist zeitlich leicht aus dem Rahmen gefallen (*hust*) und der Riva Kodex immer noch Teil des SuBs.

4. Ein Buch, dass du nicht gelesen hat, weil es brandneu ist: Die Jahre des Schwarzen Todes von Connie Willis

Connie Willis Die Jahre des schwarzen TodesDas Buch habe ich endlich bestellt, nachdem ich tagelang das Bett hüten msste und dabei mit wachsender Enttäuschung A Disocvery Of Witches angehört habe. Der Zusammenhang? Beide spielen in Oxford, einer meiner Lieblingsorte! Vielleicht wird mir dieser Zeitreiseroman ja besser gefallen.

5. Ein Buch von einem Autor, von dem du schon etwas gelesen hast, das du nicht wirklich mochtest: Verschiedenes von Paul Auster

paul-auster-miscIn der Schule hat mich Moon Palace von Paul Auster voll umgehauen. Statt das einfach wieder zu lesen, habe ich neue Bücher von ihm angehäuft. Bisher konnte mich noch keines so treffen wie meine erste Begegnung mit ihm. Da ich Optimist bin, liegen noch 3 seiner Werke auf meinem ungelesenen Bücherstapel. Eins davon geht sogar Richtung SciFi, darauf bin ich besonders gespannt.

6. Ein Buch, für das du einfach nicht in der richtigen Stimmung bist: The Winter People

Jennifer McMahon The Winter PeopleDas Buch klingt nicht nur spannend, es fühlt sich auch in der Hand göttlich weich an. Anfang des 20. Jahrhunderts wird die kleine Gertie ermordet. Ihre Mutter kann sie aber dank eines alten Spruchs für sieben Tage von den Toten zurückholen. Natürlich kommt für eine Wintergeschichte nur der Winter als Lesezeit in Frage. Und in genau dieser Zeitspanne dann Lust und Zeit auf den englischsprachigen Roman zu haben, ist gar nicht so einfach, wie es klingt.

7. Ein Buch, das du noch gelesen hast, weil es ENORM ist: Vom Winde verweht

Margaret Mitchell Vom Winde verweht DetailEin ziemlicher Wälzer mit dem Ruf, dank der Protagonistin frustrierend und allgemein rassistisch zu sein. Trotzdem steht es auf meiner Sommerleseliste (*I can do this*) und ich bin sehr gespannt, da ich einige begeisterte Leser kenne.

8. Ein Buch, das du wegen des Covers gekauft hast: Little Women

Louisa May Alcott Little WomenLittle Women hätte ich auch locker aus der Bibliothek leihen können. Wäre da nicht diese Puffin Classic Ausgabe, die so schnuckelig war, dass ich beim Auspacken tatsächlich laut gequietscht habe. Ich habe auch schon ein wenig in den Roman reingelesen, bin aber noch nicht zum Rest gekommen.

9. Das ehrfurchtgebietendste Buch auf deinem SuB: 2666

Roberto Bolano 26661000 Seiten unentwirrbarer Plot, der „Unendliche Spaß“ Lateinamerikas. Viele Meinungen zu 2666 sorgten für meine Faszination und meine Ehrfurcht vor diesem Buch. Dazu kommt, dass meine Taschenbuchausgabe gebraucht ist und auch so aussieht. Ein bisschen Angst, dass mir das Teil einfach zerfällt, ist irgendwie auch dabei.

 

Kennt ihr diese Bücher? Könnt ihr mir ein wenig Motivation einimpfen? Oder eine Warnung aussprechen?
Wenn ihr diesen Tag ebenfalls gemacht habt, lasst mir doch einen Link auf euren Beitrag da 🙂

Lesemarathonzeit: #wklm2015

Es hat begonnen!
Winterkatzes Lesemarathon 2015, oder interaktiver, #wklm2015, startet heute und läuft bis Sonntag abend. Sieben Tage lesen und quatschen liegen vor den Teilnehmern.

Bei mir wird das etwas anders aussehen, denn ich mache diese Woche ein Praktikum bei einer Buchhandlung. Ich plane trotzdem jeden Abend ein kurzes Update zu meinen Leseabenteuern. Zeit für diese finde ich hoffentlich nach dem Aufstehen, im Bus und vor allem am Abend. Am Wochenende bin ich leider auch schon familiär eingespannt, werde aber auch dann hin und wieder ein Zeichen von mir geben und hoffentlich zum lesen und kommentieren kommen. Updates hänge ich an diesen Post, damit andere nicht belästigt werden.

Golem und DschinnPersepolis - Eine Kindheit im Iran Herr Puntila und sein Knecht MattiBeowulfKinder- und Zaubermärchen

Meine Lektüre ist noch nicht ganz festgelegt. Ich bin bereits knapp 200 Seiten in Golem und Dschinn und will es auch diese Woche weiterlesen. Außerdem hoffe ich, Persepolis aus der StaBi zu bekommen. Als Busbuch kommen natürlich nur schmalere Bücher in Frage. Da meine Glücksfee für Antiage dem Sub in diese Sparte fällt, könnte es Herr Puntila und sein Knecht Matti werden. Oder aber ich gehe die Sache ganz nerdig an und fange mit Beowulf an, das ich auch für den Juli eingeplant hatte. Ansonsten könnte ich auch Bechsteins Märchen beenden, in das ich vor einigen Wochen ungefähr 50 Seiten hineingelesen habe. Wer weiß…

Montag, gegen 17:00

Nur ein kurzes Lebenszeichen von mir *wink*. Ich bin jetzt daheim und stürze mich in Golem und Dschinn. Endlich Füße hochlegen! Die erste Frage von Kerstin ist auch schon da:

Was hast du dir für die Woche vorgenommen? Einfach nur lesen, oder habt ihr euch ein Ziel gesetzt?

Die Frage habe ich zwar praktisch bereits durch meine kleine Leseauswahl oben beantwortet, aber um es noch einmal klar zu sagen: Ich möchte einfach nur lesen, aber davon möglichst viel 🙂

Montag, 21:30

… Sprach’s und verschwand auf Youtube. Naja. Heute morgen vor der Arbeit und jetzt zuhause habe ich einen Erzählungsband von Gabriel García Márquez zu Ende gelesen. Die letzte Geschichte war nicht so meins, sonst aber hat mir der Band gut gefallen (Rezi folgt). In Golem und Dschinn war ich doch erst auf Seite 173 und bin jetzt erst über die 200er-Marke. Ich komme bestimmt noch später zum Lesen, jetzt muss ich erst mal bügeln. Ich melde mich also morgen wieder.

Dienstag, 18:50

Hallöchen. Heute konnte ich Persepolis bekommen und habe bereits die ersten 50 Seiten gelesen. Ist ja auch ne Graphic Memoir. Es macht viel Spaß, der locker-fröhlich erzählten Geschichte zu folgen. Den Zeichenstil mag ich auch, weil er eigenwillig und simpel ist. Die Panels scheinen mir sehr filmisch, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich den Film schon kenne, der dem Buch sehr eng zu folgen scheint. Auf der Arbeit habe ich Beowulf begonnen. Das Vorwort lässt auf eine tolle Übersetzung hoffen (die von Seamus Heaney soll auch die beste sein) und die ersten paar Seiten des Gedichts klingen auf jeden Fall toll. Da ich gerade allein zuhause bin, kann ich in Ruhe noch etwas in Golem und Dschinn lesen. Deshalb klappe ich den Laptop jetzt auch zu. Nur noch eins, ich habe nämlich eine weitere Frage von Kerstin entdeckt:

Wo liest ihr während des #wklm2015 am liebsten?

Am schönsten war es gestern, als ich vor der Arbeit auf dem Domplatz die letzten Seiten von dem Gabriel García Márquez-Buch lesen konnte. Das ist mein Lieblingsplatz in Trier, man fühlt sich dort immer wie im Urlaub.

Mittwoch, 16:10

Heute habe ich noch einiges zu tun und helfe am Abend auch im Kino, daher wird das hier wohl das einzige Update heute werden. Auf der Arbeit habe ich in Beowulf weiter gelesen. Der kleine Angeber hat dem Monster Grendel den Arm abgerissen, mit bloßen Händen! Ich liebe diese Übertreibung in alten Heldengeschichten. Die Übersetzung von Heaney ist auch wunderbar zu lesen. Ganz vergessen hatte ich, dass ich Gone Girl in der Onleihe vorgemerkt hatte. Das ist jetzt da und ich habe ein weiteres Hörbuch neben Zeit der Krähen, das ich hier auch noch nicht erwähnt habe. Ja, ich jongliere gerade eine ziemliche Menge an Geschichten, selbst für meine Verhältnisse…

Freitag, 16:30

Uiuiui, das wurde gestern spät. Nach der Arbeit war ich praktisch lahm, so weh haben meine Füße getan. Zur Belohnung ging es ins Restaurant und später habe ich stundenlang mit einer Freundin telefoniert…

Mit Beowulf bin ich heute fertig geworden. Das altenglische Versepos war wirklich actionreich und schön zu lesen. Nur, dass alle Frauen (und es waren nur zwei oder drei) erstens keinen Namen und zweitens kein Benimm hatten, war etwas seltsam. Beowulf hat sich redlich mit Grendel und seiner Ma herumgeschlagen und auch bei dem Drachen, der zum Schluss sein eigenes Reich bedroht, ordentlich verkloppt.

Persepolis versuche ich jetzt schon, aufzusparen. Trotzdem bin ich auch da mit Teil 1 bald fertig. Sehr empfehlenswert in jeder Hinsicht.

Von Gone Girl habe ich nur zwei Stunden gehört, weil ich meinen DRM-fähigen MP3-Player nicht finden kann zum Überspielen… Stattdessen höre ich unterwegs halt Zeit der Krähen und bin damit jetzt halb durch. Ging erstaunlich schnell, aber ständig habe ich den Eindruck, nicht genau zu wissen, was Sache ist. Meh.

Jetzt muss ich erst mal meinen Rucksack packen und sehen, wie ich das mit den Updates am Wochenende mache… Falls ich überhaupt großartig zum Lesen komme. Aber immerhin werde ich insgesamt drei Stunden im Zug verbringen, also da sollte ich wenigstens noch was schaffen.

EDIT: ich habe mir das jetzt überlegt mit den Updates. Am praktikabelsten ist es tatsächlich, wenn ich über mein Handy twittere. Also ist das hier bis Sonntag mein letztes Update, bis dahin schreibe ich über meinen Twitteraccount @buchflimmern.

Sonntag, 22:15

Puuh, das ging ja total in die Hose. Mein Zug ist ausgefallen, wodurch ich mehrere Stunden warten musste und jetzt erst wieder an meinen PC komme. Die gute Seite: Ich konnte Herr Puntila und sein Knecht Matti komplett lesen. Es tut mir leid, dass ich so von der Bildfläche verschwunden bin, das war so nicht geplant. Und dass ich gar nicht richtig zum Lesen und Kommentieren eurer Beiträge gekommen bin erst recht nicht. Jetzt bin ich so müde, dass mir die Augen beim Tippen zufallen und morgen muss ich wieder früh raus. Ich verspreche eine Blogrunde morgen Abend und ein kleines Fazit. Im Moment habe ich nämlich keine Übersicht, was ich diese Woch geschafft habe. Guts Nächtle.

Rückblick

So, erst mal durchatmen. Die Woche ging so schnell um, dass ich jetzt erst zurückschauen und feststellen kann, was ich überhaupt gelesen habe. Da wäre:

Golem und Dschinn: Wenig mehr als 100 Seiten habe ich gelesen. Das Buch ist nicht gerade marathontauglich und das wusste ich. Durch seinen Umfang und wegen der Hitze konnte ich darin nicht so viel lesen wie gehofft.

Beowulf: Erstaunlich fix und unangestrengt bin ich durch die Modern English Fassung gekommen. Eine geschlossene Bildungslücke und gute Unterhaltung. Als Linguistin und Liebhaberin von Epen und Tolkiens Werk war Beowulf eine Fundgrube für mich.

Gone Girl: Da mein mp3-Player verschollen war, konnte ich Gone Girl nur direkt am PC hören. Knapp drei Stunden habe ich geschafft. Immerhin.

Persepolis. Eine Kindheit im Iran: Großartig! Zweifellos mein Liebling der Woche. 161 Seiten, die nicht nur wegen der Comicform wie im Flug vorübergehen. Ich lese gerade die zweite Hälfte und bin immer noch begeistert.

Zeit der Krähen: Habe ich letzte Woche ungefähr bei 40% angefangen. Jetzt bin ich bei 70% und habe irgendwie die ganze Zeit das Gefühl, nur Füllmaterial zu hören. Das ist nicht unbedingt als Kritik am Buch gemeint, könte auch sein, dass ich nicht richtig reinkomme.

Herr Puntila und sein Knecht Matti: Ein Drama von Brecht, von dem ich noch nie gehört hatte. Einziges Ergebnis: Ich will Mutter Courage noch mal lesen, aber sonst bin ich mit Brecht endlich durch.

Joa, von allem etwas. Aber es war schön und ich habe auch neue Blogs gefunden.