So schmeckt der Sommer: Sommerwünsche 2017

Sommerwünsche bei Buchflimmern

Diesen Tag habe ich bei der lieben Neyasha gesehen und spontan auch eine Liste gemacht 🙂 Es ist eine zehnteilige Liste mit Dingen, ich in diesem Sommer tun möchte. Viele Punkte sind für mich allgemein Highlights jedes Sommers. Vielleicht findet ihr ja noch Inspration für euren Sommer.

 

Viel Zeit auf dem Balkon verbringen

Im letzten Jahr hatten wir nicht viel von unserem großen, zum Südwesten gelegenen Balkon. Denn die Sonne knallt da ab 13 Uhr bis zum späten Abend hin, es wird leicht heiß und das Licht blendet auch noch. Die Lösung war naheliegend, musste aber auf sich warten lassen: Sonnenschirme. Wir haben nun zwei Stück, sodass man das schöne Wetter vor allem am Abend nach der Arbeit wunderbar genießen kann.

 

Unser Schwimmbad besuchen

Viel zu lange war ich schon nicht mehr richtig schwimmen! Da es nicht allzu weit von unserer Wohnung ein kleines Stadtbad gibt, habe ich eigentlich keine Ausreden. Sogar ein kleines Außenbecken soll es da geben. Als olle Wasserratte fehlt mir das Schwimmen schon. Auch mein Rücken würde sich über das Training freuen!

 

Ein Buch in der Sonne genießen

Als ich Trier verließ, hatte ich die Vermutung, dass damit auch die Sommer mit StadtLesen zu Ende wären, denn in meine neue Heimat Köln war die Draußen-Lesen-Veranstaltung noch nicht gekommen. Schön, dass man für dieses Jahr den kölschen Roncalliplatz ansteuert! Hoffentlich wird die Atmosphäre dort genauso schön wie vorm Trierer Dom. Falls das Wetter mitmacht! Allgemein mehr draußen zu lesen ist auch mein Wunsch. In den letzten paar Wochen habe ich das zwar auch schon getan, aber das heißt ja noch lange nicht, dass ich genug davon hätte!

 

Flugstunde mit Familie

Mein Bruder hat vor einiger Zeit eine Flugstunde von meiner Ma und mir geschenkt bekommen. Da es mit dem Wunsch, Pilot zu werden, nichts geworden ist, freue ich mich schon auf den Familienausflug zum Flugplatz, wo er sich mal austoben kann.

 

London!

Im August werde ich einige Tage in London verbringen und meiner besten Freundin meine Lieblingsplätze zeigen. Ich freue mich schon, mit ihr zusammen neue zu entdecken!

 

Livemusik endlich ohne Frostbeulen

Mein letzter Konzertbesuch war noch in der Frühjahrskälte – es macht schon mehr Spaß, im Sommer vor der Halle zu warten oder nach dem Konzert noch was trinken zu gehen. In diesem Sommer habe ich bisher ein Konzert (The Devine Comedy) und einen Festivalbesuch (Green Juice in Bonn) geplant. Hoffentlich kommt noch der ein oder andere Spontanbesuch auf Minikonzerten dazu.

 

Vegan grillen: Satt in den Sonnenuntergang

Zum Geburtstag habe ich ein phänomenales veganes Grillbuch bekommen. Was ich davon bisher getestet habe, war spitze. Aber es gibt noch viel mehr, was ich testen will. Balkon und Grill sind bereits vorhanden!

 

Kino und Mitternachtseis

Ich liebe es, nach einem Kinobesuch in einer milden Sommernacht nach Hause zu spazieren und noch ein Eis zu essen. Ein einfaches Rezept, das immer wieder glücklich macht. Wenn man dann noch den hoffentlich guten Film bequatschen kann, ist es perfekt.

 

KölnTag: Abends im Museum

Für Kölner gibt es am ersten Donnerstag jeden Monats den KölnTag. Da kommt man kostenfrei in viele Kölner Museen. Diese tolle Möglichkeit nutze ich durch den Job viel zu selten. Besonders gerne möchte ich noch diese besuchen: Das Museum für Angewandte Kunst, wo es abgefahrene Designgegenstände zu sehen gibt, das in einer Kirche beheimatete Museum Schnütgen mit seinen mittelalterlichen Schätzen sowie das hiesige NS Dokumentationszentrum.

 

Und jetzt en Français: Französisch aufbessern

Eine Fremdsprache möchte ich schon lange auffrischen, bisher konnte ich mich nicht zwischen Spanisch und Französisch entscheiden. Doch letztere habe ich schon viel länger nicht gesprochen und es ist auch wahrscheinlicher, dass ich diese Kenntnisse mal für die Arbeit brauche. Falls irgendwer französischsprachige Websites empfehlen kann oder Tipps zum Lernen hat, bitte melden!

Bye, bye, Sommer

Vor zweieinhalb Monaten, am 9.7., habe ich hier eine Top 10 der Dinge gepostet, die ich im Sommer machen wollte. Nun ist es offiziell vorbei mit den heißen Tagen, die Nächte werden zusehends länger und die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Weil es irgendwie unvollständig wäre, zwar von den Top 10, nicht aber dem Ergebnis meines Sommers zu berichten, kommt hier die teils abgehakte Liste, ein paar Erlebnisse und lockeres Geblubber über einen Sommer, der zu Ende ist.sommer-roma

Ich wollte…
mindestens einmal ins Freibad gehen: Es ist bei dem einen Mal geblieben; dafür war ich aber häufiger in Parks und an der Mosel, halt nur, ohne ins Wasser zu gehen. Und von Rom aus bin ich einen Nachmittag ans Meer gefahren (war aber zu kalt zum Schwimmen). Ist doch auch was.

ein Familienwochenende erleben: Das haben wir sogar zweimal hinbekommen. Ich bin stolz auf uns 😉

eine Radtour an der Mosel machen: Zeitlich war eine mehrtagige Tour nicht mehr unterzukriegen, aber mehrere Tagestouren, auch mal mit Freunden, haben einen schönen Ausgleich dafür geschaffen. Das waren meine letzten Tage als Moselaner, bald bin ich endlich wieder am Rhein heimisch und ich freue mich schon, die Kölner Bucht zu erkunden!

rudern: Das hat gar nicht funktioniert. Um ein Boot aufs Wasser zu bekommen, ist aber schließlich die Terminabsprache aller Beteiligten nötig. Daher ist der Schwierigkeitsgrad hier hoch. Ich freue mich aber darauf, hoffentlich ab diesem Winter wieder regelmäßig auf dem Rhein zu rudern und im KCFW eine neue Rudererhomebase zu finden.

alte Freunde besuchen: Ich kann mich nicht beklagen. Bei ganz vielen Leutchen bin ich untergekommen, wir haben gefeiert, gegessen und auch mal geschwiegen. Außerdem durfte ich eine Hochzeit im Freundeskreis miterleben. So schön. Eine zweite steht auch noch bevor 😀

abends lange draußen sein (ohne zu frieren!): Hatte ich zur Genüge (falls das möglich ist!). In Köln war ich Cocktails schlürfen, an der Mosel spazieren, in Rom Pasta und Eis futtern, und auch den Balkon meiner Ma darf ich zu den besten Schauplätzen der diesjährigen Sommernächte zählen. Da kann man nämlich die Schiffe auf dem Rhein beobachten, was erstaunlich interessant ist. Auch die Yogagruppe am gegenüberliegenden Flussufer sorgte für Unterhaltung.

Geschichte für einen Augenblick lesen: Ein wunderbares Buch! Es hat mich förmlich mit Denkanstößen erschlagen und ich werde es sicher irgendwann wieder lesen.

das nächste Kinosemester mitplanen: Zum Glück kann ich neben der Planung der kommenden Filme sogar noch zum Markt der Möglichkeiten und der O-Woche im Oktober kommen. Das sind Events vor Veranstaltungsbeginn, wo sich das Kino vorstellen und neue Mitglieder erreichen kann. Ein letztes Mal Kasse machen und nachher aufräumen, das wird schon schwer fallen.

die Bib nutzen, solange es geht: Die Unibib kam durch die größere Enfernung etwas kurz. Das macht aber nichts, schließlich habe ich hier große Teile meines Studiums gerne verbracht. Und in der Stadtbibliothek habe ich entliehen, was das Zeug hält.

mal wieder Naturkundeposts schreiben: Geschafft! Um wieder öfter Naturkundliches posten zu können, habe ich auf meinem Laptop einen Ordner angelegt, wo ich alle passenden Fotos direkt reinwerfe. Warum bin ich nicht direkt auf diese Idee gekommen?

 

Ich hoffe, euer Sommer war mindestens genauso bunt und ereignisreich! Jetzt bräuchte es eigentlich eine Top 10 für den Herbst, aber es reicht für heute, denke ich. Außerdem bin ich noch gar nicht in Herbststimmung, auch wenn das Wetter sich sehr ins Zeug gelegt hat, diese heraufzubeschwören. Ihr etwa?

Naturkunde: Natternkopf

Spaziergang am PetrisbergNeulich am Wegesrand…
Bei einem Spaziergang in den Trierer Weinbergen (bei dem mir leider nur mein Handy als Kamera zur Verfügung stand) bin ich immer wieder auf eine lila Staude gestoßen, die mir gut gefiel. Auch die Bienen und Schmetterlinge hatten großes Interesse an der robust wirkenden Pflanze.

Es ist ein Verwandter des Vergissmeinnicht, der Gewöhnliche Natternkopf oder Blauer Heinrich (Echium vulgare), der mir da auffiel. Wie er zu diesem Namen kam, bleibt mir ein Rätsel, aber auch in Österreich gibt man dem Blümchen gerne Männernamen wie Starrer Hansl oder Stolzer Heinrich, oder auch Himmelbrand. Nu ja.Natternkopf

Ich hatte ja insgeheim auf ein Heilkraut gehofft oder eine nette Erweiterung für den Garten, aber beides ist eher umstritten. Essen kann man die Blätter, aber sie sind haarig, da wäre ich nicht so begeistert.

Am Weinberg hat sich der Heinrich übrigens so wohl gefühlt, weil dort die Erde so trocken und steinig ist; wers also doch mal im Garten versuchen will: Bisschen Sand untermischen. Den Winter schafft der Natternkopf nicht in vollständigem Rückzug unter die Erde, sondern durch Verkleinerung. Also gibt es auch im Winter einige Knospen, wenn auch nichts Weltbewegendes. So eine Pflanze nennt sich übrigens Hemikryptophyt. Nach zwei Jahren ist aber Schluss.

NatternkopfImker nutzen die zuckrige Pflanze (25% Zucker im Nektar) ganz gerne als – Achtung – Trachtpflanze, also als Nutzpflanze auf der Bienenweide. Was die heilende Wirkung angeht, habe ich unterschiedliches gelesen: Einerseits, dass der Natterkopf praktisch nicht für Heilzwecke verwendet wird und keine nennenswerte Wirkung hat; dem entgegen steht die Rezeptliste für unterschiedlichste Wehwehchen, die es unter heilkraeuter.de gibt.

Insgesamt also viele verschiedene Meinungen zum Natternkopf. Ich bin jedenfalls ein bisschen schlauer geworden und werde bestimmt noch bei so manchem Spaziergang auf Heinrich treffen.

 

Naturkunde. Glühwürmchen, mach’s Licht aus

Phosphaenus hemipterusDer letzte Naturkundepost ist schon ewig her, obwohl ich einige Materialien dafür gesammelt habe. Wie diesen kleinen Kerl hier, den ich im Juni an der Mosel getroffen habe. Oder eher: Der sich kackfrech auf meinem Schreibheft niedergelassen hat.

Wer hätte gedacht, dass es sich bei dem schuppigen Tierchen um einen Leuchtkäfer handelte? Phosphaenus hemipterus, um genau zu sein. Der Name bedeutet scheinbar so was wie „leuchtende Halbflügel“ (ich hatte nie Griechisch); der deutsche Artenname ist aber Kurzflügel-Leuchtkäfer. Man kann auf dem Foto die kurzen Stummelflügel erkennen, deshalb muss es ein Kerl gewesen sein, denn die Weibchen haben so etwas nicht. Leuchtkäfer können gar nicht fliegen.

Und jetzt ratet mal, was die hübschen Minilaternen futtern? Regenwürmer! Find ich irgendwie nicht so doll. Aber wir wissen ja, so ein Wurm ist schleimig, jedoch vitaminreich.

Leuchten tun übrigens vor allem die Larven. Die Männchen leuchten nur, wenn sie sich gestört fühlen, am Schwanzende an zwei Punkten und nur schwach. Die Weibchen (die nicht leuchten können) locken die Herren scheinbar mit Pheromonen an (was durch die größeren Antennen dieser bestätigt wird, die damit besser riechen können).

Ihre direkten Verwandten sind der Kleine und der Große Leuchtkäfer. Die größten Unterschiede scheinen Leucht- und Flugbefähigung sowie ein paar weitere anatomische Details zu sein. Der Kleine Leuchtkäfer ist übrigens eher stiftförmig und nicht gliederartig. Man nennt ihn auch Johanniskäfer, weil er um den Johannistag (24. Juni) häufig anzutreffen ist.

Ein weiterer Unterschied: Der Kurzflügel-Leuchtkäfer gilt in Deutschland als gefährdete Art. Daher bin ich umso froher, mal einem in persona begegnet zu sein.

Leider konnte ich keine verwendbaren Fotos von leuchtenden Exemplaren finden, aber Onkel Google hilft euch da gerne weiter.

Zur weiterführenden Lektüre:

Sommerwunschliste

Diese feine Sache habe ich bei Neyasha gesehen, ursprünglich stammt die Aktion von Amazing Summer Reads. Es handelt sich um eine Bucket List, also eine Wunschliste von Dingen, die man diesen Sommer tun möchte. Hier sind meine Top Ten:

  1. Mindestens einmal ins Freibad gehen: Was ein wenig gemogelt ist, da ich das bereits getan habe, und zwar mit Henny (sie hat sogar einen Post dazu). Aber der Sommer ist ja auch schon in vollem Gange.
  2. Familienwochenende: Meine Familie sehe ich gerade viel zu selten, darum wollen wir mal ein richtiges Familienwochenende zusammen machen. Nichts Großes, wir wollen einfach nur mal wieder Zeit miteinander verbringen, mit allen. Gleichzeitig.
  3. Radtour an der Mosel: Das habe ich schon vor zwei Jahren gemacht und es war einfach herrlich. Bevor ich das Moseltal verlasse, wil ich noch einmal so eine schöne Zelt-und-Rad-und-einfach-drauf-los-Tour unternehmen. Bonuspunkt: Romantisch ist es auch.
  4. Rudern: Mal wieder eine kleine Wanderfahrt mit altbekannten Gesichtern wäre großes Kino.  Und wenn es nur auf dem Rhein ist.
  5. Alte Freunde besuchen: Einige meiner Freundschaften bekommen deutlich zu wenig Aufmerksamkeit.
  6. Abends lange draußen sein (ohne zu frieren!): Ein Highlight jeden Sommers. Was gibt es besseres, als im Kleid mit kühlem Getränk und in bester Gesellschaft irgendwo (am besten fernab der Zivilisation) in den Sternenhimmel zu schauen?
  7. Geschichte für einen Augenblick lesen: Dieses Buch habe ich zum Geburtstag bekommen (Februar!). Seit einigen Wochen habe ich das starke Bedürfnis, es endlich zu lesen. Prompt höre ich auch ständig davon, wie toll es ist.
  8. Das nächste Kinosemester mitplanen: Solange ich noch kann, will ich mein kleines Unikino unterstützen. Das nächste Programm will geplant werden, Filme ausgesucht und Verleiher kontaktiert werden.
  9. Die Bib nutzen, solange es geht: Meine Unibib kann ich noch bis September nutzen, die StaBi bis November. Wann ich hier wegziehe, steht noch in den Sternen. Aber eins ist klar: Meine Wunschleihliste ist sehr lang.
  10. Mal wieder Naturkundeposts schreiben: Erinnert sich noch einer? Ich habe mal über die Natur geblogt. Wäre mal wieder Zeit, ich vermisse die kleinen Entdeckungstouren. Inzwischen habe ich sogar eine richtig gute Kamera.

Was sind eure Wünsche für den (Rest-)Sommer? Macht doch mit bei der Aktion und hinterlasst mir einen Link zu eurer Liste, ich schaue gerne vorbei!