Notizbücher für Leser: Das Leuchtturm Lesejournal

Leuchtturm LesejournalWie angekündigt stelle ich euch heute das Lesejournal von Leuchtturm1917 vor. Es fiel mir auf der Frankfurter Buchmesse auf, teils durch seinen aufwändigen Einband, teils weil ich bereits das ganz ähnliche Ex Libris mein Eigen nennen kann (ich habe es euch hier vorgestellt). Freundlicherweise durfte ich ein Exemplar zu Rezensionszwecken mitnehmen.

 

Das Lesejournal: Daten

Leuchtturm Lesejournal Vorschau87 Seiten für Kommentare zu Büchern
Alphabetisches Register
Kategorien (Geschenkideen, zu lesende Bücher, verliehen/geliehen und eine selbst beschriftbare Kategorie)
2 Lesezeichen
Buchblock mit Fadenheftung
Papierqualität 80g/qm
Maße: 145 x 215 mm (A5)

Leuchtturm Lesejournal Inhalt

Das Lesejournal ist in kräftigen blauen Stoff gebunden und verfügt über zwei Lesebändchen. Die Seiten sind in gewohnter Leuchtturmqualität, die ich bereits beim Ex Libris angepriesen habe (einen kleinen Stiftetest seht ihr weiter unten). Die Aufmachung ist etwas umfangreicher als die des Ex Libris: Ein redaktioneller Teil dient als Einführung in die Kunst des Lesetagebuchs und liefert Quellen für Leseempfehlungen. Das ist praktisch und nett, hinterlässt bei mir aber auch nach einigen Wochen einen Rest Irritation, was das in meinem Tagebuch zu suchen hat.

Eine weitere Neuerung ist das Wörterbuch, das man selbst ausfüllen kann. Hier hätte ich mir eine weitere Spalte gewünscht, um die Quelle des Worts einzutragen, sonst gefällt mir die Idee aber sehr gut. Ich lese viele Bücher auf Englisch und würde die Seiten wohl eher mit englischen Vokabeln als deutschen Fremdwörter füllen. Aber das eine schließt das andere ja nicht aus! Leuchtturm Lesejournal WörterbuchTrotz der schönen Aufmachung bleibt die Frage: Warum ein weiteres Lesetagebuch herausgeben? Anhand der Aufmachung erkennt man, dass hier unterschiedliche Zielgruppen gefragt sind. Das Ex Libris hat (allein schon durch den Namen) scheinbar den Anspruch, dem Vieldenker und -leser kostbare Lesemomente zu verewigen, um diese edlen Gedanken (seien sie die des Autors oder des Lesers selbst) für ein späteres gemütliches Durchschmökern festzuhalten. Womöglich bei einem guten Glas Wein. Das Ex Libris kommt zusätzlich mit einem Gummiband zum Verschließen und aufklebbaren Etiketten zum Archivieren und Sortieren.
Das etwas weltlicher daherkommende Lesetagebuch ist für ganz ähnliche, aber nicht identische Vieldenker und -leser gemacht: Hier liegt der Schwerpunkt, wie mir der Text auf dem Umschlag und in der Einführung versichern, bei der Vernetzung von Gedanken und dem papiernen Gedächtnis für alles, was beim Lesen auf- oder einfällt. Nicht der Gedanke des Wahren, Schönen, Guten, eines kulturellen Hochgenusses wird hervorgehoben, sondern eher leger von den Vorteilen gesprochen, die das Führen eines Lesetagebuchs mit sich bringt, wenn man sich dazu entschließt.

Leuchtturm Details
Die Schrift im Lesejournal trägt etwas dicker auf.
leuchtturm testseite
Nur der Copic-Stift kam hier durch. Tinten und Fineliner bestehen.

Die Unterschiede sind also subtil und liegen vor allem im Look and Feel der Notizbücher: Beide würde ich weiterempfehlen. Weitere Bilder und Infos zum Lesejournal und Ex Libris findet ihr auf der Website von Leuchtturm.

Ich danke Leuchtturm1917 für das Rezensionsexemplar!