April-Lesestapel

April LesestapelIn den letzten Monaten habe ich immer mal erwähnt, dass bei mir einige halb gelesene Bücher herumliegen. Für die scheinbar nie genug Zeit da ist. Was Quatsch ist. Man müsste ja bloß aufhören, immer wieder neue Bücher rauszusuchen 😉
Also: Im April will ich erst einmal die Bücher beenden oder lesen, die ich mir in den letzten Monaten vorgenommen hatte. Auf dem April-Lesestapel werden also nur alte Bekannte liegen. Davon allerdings reichlich 🙂

Leseliste April: Bücher, die (unverdient!) liegen blieben

David Eddings: Demon Lord of Karanda

Mein Ziel ist es immer noch, die restlichen Bücher der Malloreon-Saga bis Ende Juni zu lesen. Darum will ich so bald als möglich zu diesem dritten Band kommen.

Deborah Tannen: Das hab‘ ich nicht gesagt!

Angefangen und nie beendet, vollkommen grundlos. Dieses unterhaltsame Linguistikbüchlein schmachtet mich seit Wochen an und will beendet werden.

Rebecca Gablé: Der König der purpurnen Stadt

Mir fehlt einfach die Energie, abends noch groß zu lesen. Darum ist dieser historische Wohlfühlschmöker komplett liegen geblieben. Er braucht dringend meine Aufmerksamkeit.

Jim Butcher: Sturmnacht

Wenn ich mich für etwas schäme, dann dafür, wie lange diese unterhaltsame, (bisher) gut konstruierte Urban Fantasy bei mir halb gelesen rumliegt.

Louisa May Alcott: Little Women

Bisher bin ich sehr gespalten, was dieses Buch angeht. Einerseits mag ich die Charaktere (eher Typen) und die kleinen Episoden aus ihrem Leben, andererseits stört mich das deutlich spürbare Programm des Romans.

Alberto Manguel: Eine Geschichte des Lesens

Immer noch ist mir schleierhaft, wie ich diesen Wälzer lesen soll, aber ich werde es immer weiter versuchen!

Françoise Sagan: Bonjour Tristesse

Wie kann ein so schmaler Band liegen bleiben? Ernsthaft.

März-Lesestapel

Bücherstapel MärzDen Februar habe ich ganz den Frauen gewidmet und habe die ein oder andere Entdeckung gemacht. Leider geht es bei mir auf der Arbeit drunter und drüber und ich habe kaum Zeit, über meine Leseabenteuer zu schreiben. Gebt mir noch etwas Zeit, bis ich mich eingewöhnt habe, dann komme ich auch wieder öfter zum Bloggen. Versprochen. Doch jetzt erst mal die Leseliste für den März 🙂

Marcel Proust: Im Schatten junger Mädchenblüte ♬

Buch 2 der Suche nach der verlorenen Zeit wartet bereits auf mich. Ich hoffe, diesmal auch wirklich einen Beitrag zu Proust zu schreiben; genug zu sagen gibt es auf jeden Fall.

Robert Beachy: Das andere Berlin (Rezensionsexemplar)

Das Buch war bereits auf meiner Januarliste, ich kam aber nicht rechtzeitig dazu. Und der Februar galt den Frauen allein. Jetzt bin ich aber wirklich auf das Sachbuch über Homosexualität im Weimarer Berlin gespannt.

Virginia Woolf: Orlando

Ich umschleiche Virginia Woolf langsam schon ähnlich wie Stefan Zweig, sammle ihre Bücher, ohne sie zu lesen, und bin fasziniert von der Autorin. Mrs. Dalloway war zwar interessant, aber nicht ganz meins. Vielleicht kann mich ja diese Geschichte über den immer wiedergeborenen Orlando überzeugen.

David Eddings: Demon Lord of Karanda

Es ist mal wieder so weit: Ein weiterer Eddings-Band ist dran. Drei sind noch übrig und ich will jetzt zügig zum Ende kommen mit meinem englischen Reread.

Tintenfass #22

Das Literaturmagazin Tintenfass vereint in dieser Ausgabe Texte von Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und Patricia Highsmith. Wie so vieles lag auch diese sicher kurzweilige Lektüre schon jahrelang in meinem Regal.

Und das lese ich, wenn ich danach noch Zeit habe:

Francoise Sagan: Bonjour Tristesse

Mal sehen, ob ich Bonjour Tristesse besser als Teenie gelesen hätte, wie ich von anderen Lesern hörte. Die Geschichte über ein verzogenes Mädchen, das sich nicht mit der neuen Freundin seines Vaters abfinden kann, klingt ja fast nach einer guten Vorlektüre für Lolita.

Februar-Lesestapel

Februar-LesestapelNachdem der Januar ein prall gefüllter Lesemonat war, muss ich diesen Monat ein wenig kürzer treten. Ich trete meinen neuen Job an und werde sicher nicht so viel Zeit zum Lesen finden. Von meinem Januar-Lesetapel habe ich 4 der 7 Bücher der Wahl gelesen und das 5. begonnen. Gar nicht übel für den Anfang. Der Februar-Lesestapel besteht ausschließlich aus Büchern von Frauen, um mein #readwomen Projekt so richtig ins Rollen zu bekommen:

Katherine Dunn: Binewskis
Habe ich bereits im Januar begonnen. Es liest sich sehr langsam, daher brauche ich noch etwas Zeit.

Margaret Atwood: Der Report der Magd
Ich kann es kaum erwarten, dieses Buch zu lesen. Zum Einen ist es Atwood, zum Anderen scheint es sich um ein zutiefst verstörendes Buch zu handeln. Atwood+Dystopie=ein Schlaraffenland für moi. In einer nicht allzu fernen Zukunft werden darin die meisten Frauen als Gebärmaschinen missbraucht. Die Magd Desfred wagt es, von einer besseren Zukunft zu träumen.

Marion Zimmer Bradley: Nebel von Avalon
Weiterhin bin ich mir unschlüssig, ob ich das Buch werde lesen können, aber versuchen will ich es. Die Anschuldigungen gegen die Autorin sind hart, aber ihr Buch gilt auch als feministischer Meilenstein der Fantasy, und die Artuslegende gehört zu meinen Lieblingen. Für diesen Wälzer will ich mir drei Monate Zeit geben.

Madeleine L’Engle: Die Zeitfalte
Ein Kinderbuch-Klassiker, der mir bis vor wenigen Jahren komplett unbekannt war. Der letzte Kommentar, den ich zu diesem Buch erhielt: „What a weird, weird book.“ *Schultern zuck* Übrigens arbeitet man in Hollywood gerade an einer Verfilmung des SciFi-Abenteuers, es ist aber noch nichts bekannt, außer dass Jennifer Lee (Die Eiskönigin) Regie führen soll.

Donna Tartt: Die geheime Geschichte
Nachdem ich mir jetzt jahrelang anhöre, wie unglaublich toll dieser Schmöker ist, wird es endlich Zeit, mich selbst davon zu überzeugen! Die Geschichte dreht sich um einen einfachen Kerl, der am College auf eine völlig neue Welt stößt. Doch unter der schicken Fassade lauern Spannungen… Klingt total nach meinem Ding, ich denke an Ripley oder Rebecca.

Margaret Atwood: Das Zelt
Last Minute habe ich noch die Hörbuchfassung von dieser Kurzgeschichtensammlung ausgeliehen. Ich konnte in der Bibliothek einfach nicht daran vorbei gehen.

Und dann noch ein paar Reste:
Deborah Tannen: Das hab ich nicht gesagt!
Rebecca Gablé: Der König der purpurnen Stadt

Ich erwähnte es bereits: Keines der beiden Bücher hat mich gelangweilt oder war in irgendeiner Weise schlecht. Im ersten Fall haben sich einfach immer wieder andere Bücher dazwischen gemogelt, bei dem Historienwälzer setze ich auf ein stetiges Lesen und lasse mir Zeit. In den letzten Wochen bin ich aber gar nicht mehr dazu gekommen, darum will ich jetzt konzentrierter daran lesen. Wenn ich die Zeit finde.

Januar-Lesestapel

Ein Jahresbeginn wäre nichts ohne ambitionierte Pläne und Luftschlösser. Beiseite den Gedanken, dass die spätestens in vier Monaten nur noch Dunst sein werden. Kritik hat in Zeiten des Hochgefühls keinen Platz! Heute will ich meinen Januar-Lesestapel mit euch teilen. Ich habe diese Sorte Posts vermisst und will dieses Jahr wieder mehr blubbern!

Bücherstapel im Januar 2016
Marcel Proust: In Swanns Welt

Auf der Suche nach der velorenen Welt, Teil 1. Da ich vor zwei Jahren im fünften Band stecken blieb, will ich es dieses Jahr noch mal mit dem siebenbändigen Werk versuchen. Zwischendurch möchte ich meine Gedanken zu diesem oder jenem loswerden, es gibt also voraussichtlich einige Kommentarposts.

Katherine Dunn: Binewskis. Verfall einer radioaktiven Familie

Sehr gemischte Reaktionen hat dieser Roman aus den Achtzigern hervorgerufen, seit er vorletztes Jahr auf deutsch erschien. Mich hat Maras Rezension dazu bewogen, mir das Buch schenken zu lassen. Weil das jetzt bald ein Jahr her ist, will ich mir das Buch vorknöpfen.

Johanna Spyri: Heidi

Noch ein Reread für mich. Der Bildungsroman um das Weisenkind auf der Alm gehört zu dem beliebtesten Kinderbüchern aller Zeiten. Als ich das Buch mit elf oder zwölf zum ersten Mal las, fiel mir die eigenartige Sprache auf, die mir damals auch etwas schwer fiel. Ich bin sehr gespannt, wie ich den Roman jetzt wahrnehme.

Gavin Extence: Das unerhörte Leben des Alex Woods

In einer Book Buddy Aktion wurde ich dazu aufgefordert, dieses Buch im Januar zu lesen. Den Roman habe ich spontan gekauft, ohne irgendetwas davon gehört zu haben. Das mache ich sonst nie. Ich bin gespannt. (Für meinen Buddy wählte ich im Gegenzug Oryx und Crake.)

David Eddings: King of the Murgos

Weiter geht es auch 2016 mit meinem Reread der Eddings-Bücher. Dieser ist der zweite Band der Malloreon-Saga. Es wird einfach mal Zeit, mit den Bänden zum Ende zu kommen. Hier warten nämlich noch drei Bücher vom Autor, die ich noch nie gelesen habe. Der Reread sollte als Vorbereitung dienen, zieht sich aber schon sehr lange hin.

Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

Falls ich dazu komme, lese ich mit einer Goodreadsgruppe diesen Roman, der jetzt auch schon allzu lange in meinem Regal Staub ansammelt. Die Verfilmung ist für Weihnachten geplant, da will ich das Buch gelesen haben, bevor die Trailer-Flut eintrifft.

Robert Beachy: Das andere Berlin

Dieses Buch kam unverhofft, nachdem ich ein Rezensionsexemplar angefordert, aber keine Bestätigung erhalten hatte. Das Sachbuch entfaltet die steile These, dass die homosexuelle Identität in Deutschland entstand, genauer im Weimarer Berlin. Was das genau bedeutet und wie der Autor zu dieser Behauptung kommt, erfahrt ihr dann in meiner Rezension.

Liegengebliebenes

Ordnung im Bücherregal. Original von Fergus Ray Murray; CC BY-NC-SA 2.0Einige Bücher vom letzten Jahr sind noch nicht ausgelesen. Sogar ein ganzer Stapel. Das scheint eine neue Eigenart meinerseits zu sein: Bücher anfangen und auf halber Strecke einfach aufhören. Diese armen halb gelesenen Werke will ich mir nach und nach vornehmen. Die Auswahl: Eine Geschichte des Lesens, Sturmnacht, Der König der purpurnen Stadt, Little Women, Das hab ich nicht gesagt. Mal abgesehen von dem halb gelesenen Don Quijote und dem Sherlock Holmes Band, in dem mir die letzten drei Teile noch fehlen. Untaten vorheriger Jahre.

Bild: Original von Fergus Ray Murray; CC BY-NC-SA 2.0

BuchSaiten Blogparade 2015

Buchsaiten Buchparade 2015Da bin ich wieder! Aus dem Weihnachtsplätzchen-Gemütlichkeitskoma auferstanden, schließe ich mit der Teilnahme an Katrins alljährlicher BuchSaiten Blogparade zum Jahresende das inzwischen alte Lesejahr ab. Ohne weiteres Gequatsche: Hier sind die Fragen!

Welches war das Buch, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Cover der Brigitte-Ausgabe von Jules und JimJules und Jim von Henri-Pierre Roché. Einfach nur ein Buch auf dem SuB, von dem ich eigentlich keine klare Vorstellung hatte. Da die Ausgabe der Liebesroman-Reihe der Brigitte angehört, hatte ich ehrlich gesagt eher die Befürchtung, auf Kitsch und ein ewiges zähes Beziehungsdreieck zu stoßen. Was ich stattdessen las, war ein wunderschön geschriebener Roman über die Liebe, Individualität, Lebensfreude und Freundschaft. Das Buch steht, mit vielen Notizen versehen, in meinem Regal, und harrt der Zweitlese. Meine Rezension zu Jules und Jim findet ihr hier.

Auch nennenswert: Der historische Roman Der dunkle Spiegel (Link führt zu meinem Kurzeindruck) von Andrea Schacht hat mir viel Spaß gemacht. Begine Almuth ist eine tolle Protagonistin.

Welches war das Buch, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Der MarsianerDer Marsianer von Andy Weir. So ganz verstehe ich den Riesenhype um Der Marsianer nicht. Ein schlecht lektorierter Riesenwälzer mit einem unsympathischen Protagonisten bringt die Leser ins Schwärmen. Deutlich gekürzt hätte das Buch mir schon wesentlich besser gefallen, denn die Geschichte an sich ist toll und auch die thoretischen Überlegungen sind nicht der Grund für meine Abneigung. Leider habe ich es nicht rechtzeitig ins Kino geschafft, aber ich kann mir vorstellen, dass der Film mir richtig gut gefallen könnte.

Nenneswert: Alan Turing von Rolf Hochhuth. Haushohe Erwartungen hatte ich an diese Erzählung, da mich Turing seit Jahren fasziniert. Leider war hier nichts zu gewinnen: Ein zähes, vollkommen uninteressantes Buch.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Persepolisbände nebeneinanderMarjane Satrapis Persepolis hat mir gezeigt, dass es doch Graphic Novels gibt, die mich emotional mitreißen. Das biographische Werk ist textlastig, was hardcore Comicleser wahrscheinlich abtörnt, mir aber sehr gefallen hat. Auch die zeichnerischen Mittel haben mich beeindruckt, weil Satrapi mit nur einer Farbe und relativ wenigen Details eine ganze Horde leicht wiedererkennbarer Figuren gezeichnet hat. Ihre weiteren Bücher sind direkt auf meiner Leseliste gelandet.

Auch nennenswert: Kazuo Ishiguro. Vor ihm habe ich mich jahrelang dank eines schulischen ‚Traumas‘ gedrückt. Als ich mich dann doch an The Remains of the Day wagte, war ich begeistert von seiner Kunst, zwischen den Zeilen zu erzählen, und werde sicher noch mehr von ihm lesen.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Der SternwandererSuper schwierige Frage, da gibt es immer einige. Allerdings habe ich dieses Jahr die neueste Ausgabe von Der Sternwanderer von Neil Gaiman gelesen, und dieser Band sticht aus der Menge heraus. Mit Halbleineneinband und Prägungen auf dem Buchdeckel ist das Buch schon ein wunderschönes Objekt, bevor man es aufgeschlagen hat. Die Illustrationen im Inneren unterstreichen die Handlung und hauchen ihr magisches Leben ein.Detail Sternwanderer

Ehrennennung: Das Cover von Geschichte für einen Augenblick von Ruth Ozeki wächst einem richtig ans Herz. Es spiegelt Aspekte der Handlung wieder und verwebt so die beiden Handlungsstränge optisch. Sehr schön und lebensbejahend bunt.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2016 lesen und warum?

Chronicles of Avonlea.jpgWenn ich mich für eins entscheiden muss, nenne ich hier mal Chronicles of Avonlea von Lucy Maud Montgomery. Die Kurzgeschichten rund um Einwohner der Anne of Green Gables Bücher spukt schon jahrelang in meiner Leseliste herum. 2016 nehme ich es mir fest vor, um Montgomery, die mich schon so lange und zuverlässig begleitet, besser kennen zu lernen. Leider gibt es keine deutsche Übersetzung von Chronicles of Avonlea, der Text ist aber gemeinfrei und im Netz zu finden.

Macht ihr auch bei der BuchSaiten Blogparade mit? Was waren eure Highlights und Überraschungen 2015?