Irischer März (ein Lebenszeichen)

Hallo zusammen! Da bin ich nun wieder. Diese lange Pause hatte ich nicht beabsichtigt – mir war einfach, als hätte ich nichts zu erzählen.
Das kommt zum Teil daher, dass ich in diesem Jahr viel langsamer lese, gefühlt so wie vor Goodreads und Blog – meine „natürliche“ Geschwindigkeit sozusagen. Was wirklich schön ist, weil ich wieder mehr in die Geschichten eintauchen kann. Prompt habe ich mich in ein Buch verliebt, von dem ich euch gerne demnächst berichten will. Wer mir auf Goodreads folgt, weiß vielleicht schon, dass es sich um „Tell the Wolves I’m Home“ von der begabten Carol Rifka Brunt handelt.

Der irische März: Irische Autoren lesen

Neben meiner wiederentdeckten Lesegemütlichkeit hält mich auch die Urlaubsplanung vom Bloggen ab: Es geht nach London und dann noch nach Irland und ich freue mich ganz verrückt darauf. Aus diesem Anlass habe ich beschlossen, den März ins Zeichen Irlands zu stellen und einige irische Autoren auf meinem SuB zu lesen. Was zeitlich passt, ist doch am 17. März der St. Patrick’s Day.Irland lesen BannerIch lade euch herzlich ein, mit mir zu lesen! Ihr könnt ein Buch oder mehrere lesen, auch das Format ist ganz egal. Es sollte nur in Irland spielen und/oder von einem irischen Autor stammen. Ich selbst habe auf meinem SuB drei passende Bücher ausgemacht:

James Joyce: Dubliner
Die quintessenzielle Dublin-Lektüre für alle, die den Ulysses schon gelesen haben 😉 Am liebsten würde ich allerdings den noch mal lesen, werde ich doch am Bloomsday vor Ort sein!

Paul Murray: Skippy dies
Da es mir ein Rätsel ist, dass sich dieses Buch noch ungelesen in meinem Regal befindet, freue ich mich hierauf besonders. Worum es genau geht, weiß ich gar nicht; irgendwas mit Jungen auf einem Internat. Ach ja, und einer von ihnen heißt Skippy, und er stirbt.

John O’Farrell: An Utterly Impartial History of Britain
Thematisch weniger passend, doch der Autor ist Ire. Im Vorwort gibt er zu, es handele sich größtenteils um eine Geschichte Englands – vielleicht kann ich ja noch etas für den London-Aufenthalt aufschnappen.

Ich würde mich sehr über eure Beteiligung an meinem kleinen literarischen Ausflug nach Irland freuen und melde mich in der nächsten Woche mit einer Leseempfehlung für „Tell the Wolves I’m Home“. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und hoffe, ihr konntet das schöne Wetter am Wochenende gnießen!

Herbstlesen 2016: Aufwärmen

Herbstlesen 2016 BannerUnfassbar, dass er schon da ist, der Oktober. Die Tage sind schon wieder so kurz, dass ich im Dunkeln aufstehe. Doch auch die Zeit der langen Lesestunden ist wieder da, wenn man sich mit einer Tasse Tee und einer Decke an seinen Lieblingsplatz begibt, um komplett in einem Buch zu versinken.

Das Herbstlesen der Winterkatze steht ganz im Zeichen dieser Gemütlichkeit. Ziel ist, es sich einfach gut gehen zu lassen, ob durch Lesen oder anderes, und an den Wochenenden im Oktober darüber zu berichten. Wie gut, dass dieser Oktober ganze fünf Wochenenden und einen Feiertag (zumindest in Deutschland) zu bieten hat.

Was ich mit dem Oktober im Sinn habe

Bücher

Natürlich will ich viel lesen; vor allem Victor Hugos Der lachende Mann hoffe ich zu bewältigen; bei 840 Seiten braucht es schon etwas Elan. Ich habe mir vorgenommen, die Wochenend-Posts für meine Eindrücke zu nutzen. Ich erinnere mich, wie viel Spaß ich mit Notre-Dame de Paris hatte und freue mich sehr auf das Buch.
Auch sonst habe ich ein paar dickere Bücher vor mir, irgendwie ist mir danach. Ich werde Dune in Angriff nehmen und hoffentlich auch Die Monkey Wrench Gang.Herbstlesen 2016 Lesestapel

Als Hörbuch habe ich mir einen alten Liebling ausgewählt, der wie geschaffen ist für den Herbst: Der Herr der Ringe, in der englischen Lesung von Rob Inglis. Im Oktober möchte ich gemütlich den ersten Teil anhören und im Anschluss noch einmal die Verfilmung ansehen. Beides habe ich seit allzu langer Zeit nicht mehr genossen.

Gesundheit

Die letzten Sonnenstrahlen des Jahres will ich in mich aufsaugen und den Herbst richtig genießen. Ich möchte an jedem Tag, an dem das Wetter es zulässt, nach der Arbeit spazieren gehen. Dazu kann ich einfach einige Stationen früher aus der Bahn steigen. So komme ich zu etwa einer guten halben Stunde Fußweg, der auch ein bisschen Grün, äh Gelb, bereithält.

Das gewisse Extra

Seit kurzem besitze ich endlich einen Gildepass. Klar, dass ich jetzt ins Kino muss, was das Zeug hält. Ich gehe viel zu selten. Vielleicht auch mal eine Ausstellung oder eine Runde Cocktails … Wenn es so früh dunkel wird, darf man nicht zuhause versumpfen! Und wenn der Blues mich doch packt, sollte ich vielleicht endlich so eine Infrarotlampe anschaffen.

Was sind eure Pläne für den Oktober? Freut ihr euch auf den Herbst?

Ich kann schon mal ankündigen, dass es morgen wohl keinen Post geben wird. Wir haben morgen lieben Besuch und haben bei trockenem Wetter einen Wandertag geplant. Ich wünsche allen einen fabelhaften Oktober!

Lesepersönlichkeit: Wie ich zur Leserin wurde, die ich heute bin

Am 3.1. erinnere ich mich unwillkürlich an die Ursprünge meiner Lesepersönlichkeit. Es ist der Geburtstag von J. R. R. Tolkien. An diesem Tag schmökere ich in einem meiner Herr der Ringe-Exemplare, sortiere mein Regal um oder tue ähnlich bibliophile Dinge, bevor ich um 21 Uhr wie viele Menschen auf der Welt einen bescheidenen Toast auf Tolkien ausspreche.Tolkien Toast 2016

Der Herr der Ringe hat mir gemeinsam mit einigen anderen Büchern durch schwere Zeiten geholfen. Da war natürlich Harry Potter (mit den beiden Sachbüchern über Quidditsch und fabelhafte Zauberwesen), aber auch Anne auf Green Gables, Krabat, Der geheime Garten, Der Brief für den König, Wie ein Wolf und meine ersten anderen Fantasybücher, die Elenium-Saga von David Eddings. Sie alle haben gemeinsam, dass sie mir bis heute besonders lieb sind, dass ich sie immer wieder lese und sie in meiner Erinnerung hervorstechen. Aber alle haben auch ihre besonderen Qualitäten und ich kann sogar heute noch sagen, dass es sich um wirklich gute Bücher handelt. (Bis vielleicht auf die Eddings-Reihe, deren Qualität ihr Humor allein ist.)

Bis heute frage ich mich, wie es zu einer derartigen Anhäufung guter Literatur kommen konnte. Ich hatte so ein Glück. Sie kam zur rechten Zeit und hat mich gerettet. Viele Bücher habe ich von meinem Großvater geschenkt bekommen, der sich über Klassiker für Kinder gut informierte, andere lernte ich durch die Schule kennen oder über Freunde. Weitere habe ich selbst gesammelt. Durch diese Bücher wurde ich erst richtig zum Bücherwurm und begann, eine Lesepersönlichkeit zu entwickeln. Vorher las ich einfach alles, was mir in die Quere kam. Durch diese Bücher wandte ich mich dem Fantastischen und manchmal Düsterem zu und den klassischen Kinderbüchern für Mädchen. Nur, dass ich das damals nicht bewusst getan habe.

Meine Lesepersönlichkeit in einem Bild
Weggefährten

Besonders aus Tolkiens Büchern kann ich heute noch lernen. Aus den Kinderbüchern bin ich einfach rausgewachsen, auch wenn ich sie wie gesagt immer noch lese und liebe. Aber in Tolkiens Mittelerde musste ich erst mal überhaupt reinwachsen.

Seitdem ich damals die ersten Seiten las, bin ich ein Tolkien scholar und lese alles, was ich von und über ihn in die Finger kriege. Seine Welt wuchs mit mir mit. Darum macht es mir Freude, diesen einen Moment im Jahr mit Lesern auf der ganzen Welt zu teilen, die wie ich eine starke Verbindung zu Tolkiens Werk haben. Ob das nun besonders nerdig ist, weiß ich nicht. Ich bin einfach nur dankbar für diese Entdeckung, die mich nicht nur durch die Teenagerjahre getragen hat, sondern von der ich mein Leben lang zehren kann.

Heute lese ich zwar auch vieles andere, es sind weitere Interessen hinzugekommen. Meine Identität als Leserin ist gewachsen und komplexer geworden wie ich selbst als Person. Doch meine alten Lieblinge bilden den Kern meines Bücherlebens. – Haben mir die Bücher dieser Zeit mir ihren Stempel aufgedrückt oder sind automatisch die Bücher bei mir geblieben, die sowieso am besten zu mir passten?

Gibt es Bücher, die eure Lesepersönlichkeit besonders geprägt haben? Die euch getragen haben und von denen ihr euch nicht trennen könnt?

…worin ich Challenges entsage. Und auf Projekte umsteige

Meine Lieben! Ich hatte zwar schon in einigen Kommentaren durchblicken lassen, dass ich mich aus weiteren Challenges heraushalten würde, und nun ist der Entschluss gefasst.

Adieu, Challenges

Mein SuB - Stapel der ungelesenen BücherDurch die vielen Challenges, an denen ich teilgenommen habe, konnte ich viele neue Autoren entdecken, mich mit Lesern austauschen und ferne Länder erkunden. Das war großartig. Noch besser war, dass ich durch die oft vorgeschriebene Lektüre meine eigenen Leseziele und Ideen zu Projekten entwickeln konnte. Der fehlende Freiraum hat mich immer wieder damit konfrontiert, was ich eigentlich wollte, und es mir so zum ersten Mal bewusst gemacht.

Der eigentliche Auslöser ist wohl aber mein heftiger Winterblues dieses Jahr. Der kam für mich vollkommen unerwartet. Darum kann ich mich nicht durch schwere Lektüre quälen, die ich zu einem anderen Zeitpunkt genießen könnte, mir fehlt dazu gerade der Nerv. Es wäre ungerecht mir gegenüber und den Autoren, die ich dann gar nicht wertschätzen könnte. Und euch gegenüber, weil ich dann schlechte Meinungen über womöglich gute Bücher verbreiten würde. Darum weiß ich auch nicht, ob ich meine begonnenen Challenges beenden kann. Aber so direkt per sé aufgeben will ich auch nicht. Wer weiß, was sich noch in den letzten Wochen erreichen lässt, an einem guten Tag. Ich will auch nicht Challenges im Allgemeinen oder die, an denen ich teilnehme, verdammen! Ganz im Gegenteil, sie bieten viele Möglichkeiten zum Entdecken und zum Austausch. Nur ich habe für’s Erste andere Pläne.

Teil 2, in dem ich neue Pläne fasse

Ambitionen beim Lesen habe ich natürlich trotzdem und weiterhin. Also: Leseprojekte. Wo ist denn jetzt der Unterschied zu den Challenges?, mag man sich fragen. In einer Challenge gibt mir eine andere Person eine Anzahl an Büchern vor, die ich lesen soll, meist zu einem Thema. Oder es gibt Aufgaben, zu denen ich passende Lektüre finden soll. Bei einem Leseprojekt kann ich mich zu einem Thema frei austoben. Oder aus einer selbsterstellten Leseliste lesen. Nichts grundlegend anderes, klar. Aber selbstbestimmt, nach eigenen Vorgaben und Ideen.

Banner Weltenbummler Challenge 2016Das ist übrigens ein Unterschied, den ich in der Weltenbummler-Challenge sehe: Man liest eigentlich was man will. Wie viel man will. Manches gibt Punkte, anderes passt nicht. Solange man nicht einen Highscore aufstellen will, kommt einem die Challenge nicht in den Weg. Bei mir war das so und sie hat mich an neue Orte geführt, ohne mir Vorschriften zu machen. Darum darf sie bleiben 🙂

Was mir beim Lesen wichtig ist

Die Einzelheiten wären hier zu viel, die findet ihr auf meiner Leseprojekte-Seite. Aber ich habe lange nachgedacht, worauf es mir beim Lesen eigentlich ankommt. Was ich lernen und erreichen will. Die Kernideen sind diese:

  • Mehr Autorinnen entdecken: Immer noch zu viele Kerle im Lesestapel.
  • Den Bücherstapel klein kriegen: Das Problem kennt hier jeder, oder?
  • Lernen, leben, lesen: Das heißt, fremde Leben leben und ungewohnte Perspektiven einnehmen. Einfach Neues lernen, durch ein lehrreiches Sachbuch oder ein Buch aus fernen Zeiten oder Ländern. Das treibt mich beim Lesen an. Meistens.
  • In Erinnerungen schwelgen: Wieder öfters alte Lieblinge lesen.

Leseprojekte 2016

Bücherstapel - Leseprojekte bei buchflimmern

  • Weltenbummler 2016: Reisen durch Bücher.
  • 101 Fantasy Projekt: Auch in Zukunft will ich mein altes Lieblingsgenre weiter erkunden.
  • Projekt Bücherstapel: Ob ich wieder eine Halbierung schaffe wie in den letzten 2 Jahren?
  • #readwomen: Mehr Frauen lesen, bewusster Frauen lesen.

Und, ja, ich gebe es zu, eine richtige Challenge wird sich wohl doch einschleichen: In diesem Jahr habe ich in einer meiner Goodreadsgruppen an einer Marvel vs DC Challenge teilgenommen. Es gab zwei Teams (Marvel und DC) und jede Gruppe hatte 36 Aufgaben zu erfüllen, die meist so weit gefasst waren, dass ich gerne wieder dabei bin. Mehr dazu und zu meinen Plänen und Ideen im Einzelnen später.

Was gefällt euch an Challenges? Habt ihr auch eine Veränderung in eurer Einstellung dazu bemerkt? Gibt es auch Arten von Challenges, die euch besonders reizen? Oder gar nicht?

Advent, Advent… Das vorweihnachtliche Lesen beginnt

Advent, Advent Vorweihnachts-Lesewochen
Es geht los!

Wie im letzten Jahr bin ich auch 2015 bei ArianasVorweihnachts-Lesewochen „Advent, Advent ….“ dabei. Die Aktion dient dem entspannten Einstimmen und bewussten Erleben der Adventszeit. Wie man sich einstimmt und entspannt, ist dabei jedem Teilnehmer selbst überlassen.

Pläne für den Advent

Mein Wunsch ist es, wie im letzten Jahr jede Woche ein paar Geschenke in Angriff zu nehmen, um so dem Last-Minute-Shopping und dazu gehörenden Nervenzusammenbruch zu entgehen. Das ist beides gar nicht weihnachtlich und auch sonst nichts für mich. Ich konnte auch bereits ein aufwändiges Geschenk (einen Tageskalender) designen; die Hauptarbeit, das Drucken und Binden, liegt aber noch vor mir.

Ich hoffe, viele Weihnachtsmärkte in und um Köln zu besuchen (und dort Geschenke zu finden). Dabei kommt es mir auch eher auf gemütliches Schlendern und Schauen an als auf Glühwein und Bratwurst. Ja, der Rheinländer isst auf dem Weihnachtsmarkt Bratwurst, so viel habe ich bereits gelernt.

Lesen will ich natürlich auch und ich habe auch schon einige weihnachtliche Bücher herausgesucht:

  • Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat
  • Little Women
  • I am Half-Sick of Shadows (Flavia de Luce #4)

Daneben hätte ich auch noch jede Menge weihnachtliche Märchen in petto.

Pläne für die ersten Adventstage

Heute erhole ich mich von dem stressigen Samstag, den ich in der alten Wohnung und im Auto zugebracht habe. Lesen, Tee trinken, vielleicht später ein Film… Und ein bisschen weise Vorausplanung der nächsten Wochen. In der Woche stehen dann neben Alltäglichem die ersten Weihnachtsmärkte an. Ich bin schon sehr gespannt.

Ich lese gerade…

The Art of Asking von Amanda Palmer. Auf der Hälfte des Buches hat die erste Begeisterung ein wenig nachgelassen, es ist aber immer noch ein sehr schönes und ungewöhnliches Buch über das Helfen und Sich-helfen-lassen.