Gelesen im Mai Teil 2

Schon wieder ein Monat um 😯

Gelesen im Mai Teil 2

Marcel Proust: Der Weg nach Guermantes

Der dritte Teil Auf der Suche nach der verlorenen Zeit hatte viel Salon-Konversation und Bebachtungen über diese Abendgesellschaften zu bieten. Das war einerseits amüsant, weil viele soziale Ungereimtheiten bloßgestellt wurden, andererseits war es auch verwirrend, mit all den Charakteren Schritt zu halten. Vor allem, weil Proust immer mehr anzudeuten beginnt. Zum Beispiel berichtet er von einer Begebenheit und kündigt dann an, man würde diese erst im Folgeband verstehen, wenn die Gründe für das Ereignis enthüllt werden.

Rebecca Gablé: Der König der purpurnen Stadt

Jubel! Endlich kann ich diesen Wälzer von meiner Liste streichen. Nicht, dass mich die Gablé gelangweilt hätte. Ihren Schreibstil und die Gablé-typischen Kniffe und Plots finde ich einfach „gemütlich“, weil sie mir inzwischen so vertraut sind. Zwar finde ich dieses Buch weniger gelungen als die ersten beiden Warringham-Bände, aber meinen Spaß hatte ich trotzdem. Hauptfigur Jonah war mir leider nicht wirklich sympathisch, was meine gemütliche Leserei etwas störte (sonst habe ich ja nichts gegen schwierige Charaktere). Ein teils knallharter Geschäftsmann und oft rücksichtslos als Mann, eine Figur, die ich bei der Autorin nicht erwartet hatte. Das älteste Buch auf meinem SuB, endlich steht es bei den anderen Gablés!

Sarah Kuttner: Mängelexemplar

Dass Mngelexemplar gerade (?) im Kino läuft, ist totaler Zufall, denn dieses Buch hat mir eine Freundin in die Hand gedrückt. Trotz einiger Schwächen hat mir das Buch ganz gut gefallen, sodass eine Vollwert-Rezension folgt.

Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

Nachdem so langsam die ersten Trailer für den Film auftauchen, habe ich das Buch schnell noch gelesen, bevor meine Vorstellung von Eva Green und Konsorten blockiert wird. Der 16-jährige Erzähler der Geschichte sorgte allerdings für einen Erzählton, der nicht wirklich zu der nebligen walisischen Insel passen wollte. Auch einige Aspekte der Geschichte haben absolut keinen Sinn ergeben, sodass ich am Ende nicht überzeugt war.

Der Seidenspinner

Der zweite Teil der Cormoran Strike Krimis hat meine Erwartungen voll erfüllt. Die Hauptcharaktere, die mir ans Herz gewachsen waren, haben auch diesmal nicht enttäuscht. Die Handlung war deutlich direkter als im ersten Band (sowohl die Tat ist blutrünstiger als auch die satirische Darstellung der Schriftstellerszene bissiger) und genauso spannend. Auch in Teil zwei wartet Galbraith/Rowling wieder mit ihr typischen Klischees und Genderrollen auf, nimmt diese aber auch zum Teil aufs Korn. Wie gesagt, ich bekam was ich wollte, und freue mich, irgendwann auch Band drei zu lesen.

Und jetzt?

Ich höre als nächstes Grau von Jasper Fforde, von dem unter anderem Pat Rothfuss seit Jahren schwärmt. Außerdem lese ich (Trommelwirbel) den finalen Band der Malloreon-Saga von David Eddings, die ich 2011 in Großbritannien gekauft habe. Gerade rechtzeitig, den dieses Jahr geht es wieder auf die Insel und ich werde Bücher kaufen, so viel steht fest. Aber das ist ein anderes Thema …