…worin ich Challenges entsage. Und auf Projekte umsteige

Meine Lieben! Ich hatte zwar schon in einigen Kommentaren durchblicken lassen, dass ich mich aus weiteren Challenges heraushalten würde, und nun ist der Entschluss gefasst.

Adieu, Challenges

Mein SuB - Stapel der ungelesenen BücherDurch die vielen Challenges, an denen ich teilgenommen habe, konnte ich viele neue Autoren entdecken, mich mit Lesern austauschen und ferne Länder erkunden. Das war großartig. Noch besser war, dass ich durch die oft vorgeschriebene Lektüre meine eigenen Leseziele und Ideen zu Projekten entwickeln konnte. Der fehlende Freiraum hat mich immer wieder damit konfrontiert, was ich eigentlich wollte, und es mir so zum ersten Mal bewusst gemacht.

Der eigentliche Auslöser ist wohl aber mein heftiger Winterblues dieses Jahr. Der kam für mich vollkommen unerwartet. Darum kann ich mich nicht durch schwere Lektüre quälen, die ich zu einem anderen Zeitpunkt genießen könnte, mir fehlt dazu gerade der Nerv. Es wäre ungerecht mir gegenüber und den Autoren, die ich dann gar nicht wertschätzen könnte. Und euch gegenüber, weil ich dann schlechte Meinungen über womöglich gute Bücher verbreiten würde. Darum weiß ich auch nicht, ob ich meine begonnenen Challenges beenden kann. Aber so direkt per sé aufgeben will ich auch nicht. Wer weiß, was sich noch in den letzten Wochen erreichen lässt, an einem guten Tag. Ich will auch nicht Challenges im Allgemeinen oder die, an denen ich teilnehme, verdammen! Ganz im Gegenteil, sie bieten viele Möglichkeiten zum Entdecken und zum Austausch. Nur ich habe für’s Erste andere Pläne.

Teil 2, in dem ich neue Pläne fasse

Ambitionen beim Lesen habe ich natürlich trotzdem und weiterhin. Also: Leseprojekte. Wo ist denn jetzt der Unterschied zu den Challenges?, mag man sich fragen. In einer Challenge gibt mir eine andere Person eine Anzahl an Büchern vor, die ich lesen soll, meist zu einem Thema. Oder es gibt Aufgaben, zu denen ich passende Lektüre finden soll. Bei einem Leseprojekt kann ich mich zu einem Thema frei austoben. Oder aus einer selbsterstellten Leseliste lesen. Nichts grundlegend anderes, klar. Aber selbstbestimmt, nach eigenen Vorgaben und Ideen.

Banner Weltenbummler Challenge 2016Das ist übrigens ein Unterschied, den ich in der Weltenbummler-Challenge sehe: Man liest eigentlich was man will. Wie viel man will. Manches gibt Punkte, anderes passt nicht. Solange man nicht einen Highscore aufstellen will, kommt einem die Challenge nicht in den Weg. Bei mir war das so und sie hat mich an neue Orte geführt, ohne mir Vorschriften zu machen. Darum darf sie bleiben 🙂

Was mir beim Lesen wichtig ist

Die Einzelheiten wären hier zu viel, die findet ihr auf meiner Leseprojekte-Seite. Aber ich habe lange nachgedacht, worauf es mir beim Lesen eigentlich ankommt. Was ich lernen und erreichen will. Die Kernideen sind diese:

  • Mehr Autorinnen entdecken: Immer noch zu viele Kerle im Lesestapel.
  • Den Bücherstapel klein kriegen: Das Problem kennt hier jeder, oder?
  • Lernen, leben, lesen: Das heißt, fremde Leben leben und ungewohnte Perspektiven einnehmen. Einfach Neues lernen, durch ein lehrreiches Sachbuch oder ein Buch aus fernen Zeiten oder Ländern. Das treibt mich beim Lesen an. Meistens.
  • In Erinnerungen schwelgen: Wieder öfters alte Lieblinge lesen.

Leseprojekte 2016

Bücherstapel - Leseprojekte bei buchflimmern

  • Weltenbummler 2016: Reisen durch Bücher.
  • 101 Fantasy Projekt: Auch in Zukunft will ich mein altes Lieblingsgenre weiter erkunden.
  • Projekt Bücherstapel: Ob ich wieder eine Halbierung schaffe wie in den letzten 2 Jahren?
  • #readwomen: Mehr Frauen lesen, bewusster Frauen lesen.

Und, ja, ich gebe es zu, eine richtige Challenge wird sich wohl doch einschleichen: In diesem Jahr habe ich in einer meiner Goodreadsgruppen an einer Marvel vs DC Challenge teilgenommen. Es gab zwei Teams (Marvel und DC) und jede Gruppe hatte 36 Aufgaben zu erfüllen, die meist so weit gefasst waren, dass ich gerne wieder dabei bin. Mehr dazu und zu meinen Plänen und Ideen im Einzelnen später.

Was gefällt euch an Challenges? Habt ihr auch eine Veränderung in eurer Einstellung dazu bemerkt? Gibt es auch Arten von Challenges, die euch besonders reizen? Oder gar nicht?

Beendet: Anti-Age dem SuB 3

Banner der ChallengeDie Teilnehmer von AAdS dürfen sich auf die Schultern klopfen: Ein Jahr AltSuB-Lese, eisernes Losesammeln und hoffentlich viele gute Bücher liegen hinter uns!

Ich hatte ja bereits angedeutet, dass bei mir nach neun Monaten ein wenig die Luft raus war. Trotzdem habe ich durchgehalten und präsentiere heute meinen Jahresbericht:

Zu Beginn lag mein SuB bei 168 Büchern und Hörbüchern, davon waren 132 schon über ein Jahr Staubfänger im Regal. Und ein Jahr später präsentiere ich euch: 123 zu lesende Bücher, davon 52 im Alt-SuB. Wenn ich die Challenge jetzt noch einmal machen würde, hätte ich nur noch 79 Alt-SuB-Exemplare. Das ist wirklich gut.

SuB-Entwicklung pro Quartal
SuB 168 > 156 > 146 > 142 > 123
Alt-SuB: 132 > 108 > 88 > 71 > 52

Übrigens habe ich 68 von 81 möglichen Losen (wenn man den Juli-Bonus einrechnet, wo es max. 10 Lose gab). Gar nicht übel, Herr Dübel.

Mein Lieblingsuropa war wohl The Remains of the Day, obwohl ich davor mit am meisten gezittert habe. Einen Uropa habe ich nicht geschafft, aber Der König der purpurnen Stadt habe ich bereits begonnen und wollte nur nicht so durch rauschen, sondern mir Zeit lassen.

Meine glücklichste Glücksfee war vielleicht Rebecca, ein großartiges Buch. Im Rückblick sehe ich, dass sonst keine neuen Lieblinge dabei waren. Meine teils jahrelange Ignoranz gegenüber den meisten Titeln war also durchaus gerechtfertigt. Mein Bücherinstinkt ist eben unschlagbar 😎

Übrigens habe ich in diesem Jahr in zwei Monaten überhaupt keine neuen Bücher gekauft/gesammelt/getauscht! Sonst habe ich die SuB-Schrumpfung meinen impulsiven Aussortieraktionen genauso wie dem Lesen zu verdanken, aber was solls. Das restliche Jahr will ich auch weiterhin mit SuB-Reduktion verbringen: 100, ich komme! AAdS, so es denn wieder stattfindet, ist für mich aber für’s Erste gelaufen.

Ich hoffe, ihr ward erfolgreich und hattet Spaß und falls ihr wieder teilnehmt, wünsche ich auch weiterhin viel Vergnügen!

Fürs Archiv:

Anti-Age dem SuB (01.08.14–31.07.15)

Host: Kermit vom Seitenteich
Alte SuB-Bücher dezimieren ist hier das Hauptziel.

  • Glücksfee: Ein zufälliges Alt-SuB-Buch (vor 8.2013 zugelegt) lesen (3 Lose)
  • Plus-Minus: |Neuzugänge| – |Alt-SuB Abgänge| < 0 (1 Los)
  • Uropa adé: Ein Buch vom Uralt-SuB gelesen (1 Los)
  • Bonus: Monatliche Aufgabe (1 Los FALLS Glücksfee geschafft)

Mein Uralt-SuB

  1. Robert Shea: Das Auge in der Pyramide [abgegeben]
  2. Erich Kästner: Emil und die drei Zwillinge
  3. Kazuo Ishiguro: The Remains of the Day 
  4. Kai Meyer: Seide und Schwert 
  5. Rebecca Gablé: Der König der purpurnen Stadt
  6. E. T. A. Hoffmann: Die Elixiere des Teufels  [abgegeben]
  7. Charles Dickens: A Tale of Two Cities 
  8. Rich Shapero: Too Far 
  9. Reif Larsen: The Selected Works of T. S. Spivet 
  10. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde
  11. David Eddings: Magician’s Gambit 
  12. Stefan Zweig: Begegnungen

Stand Anfang August: SuB 166 Bücher (Alt-SuB: 132)
Zwischenstand Oktober: 14 Lose; SuB: 156 (Alt-SuB: 108)
Zwischenstand Januar: 30 Lose; SuB: 146 (Alt-SuB: 87)
Zwischenstand April: 42 Lose; SuB: 142 (Alt-SuB: 71)

Mai ’15


Glücksfee: Henrik Ibsen Gespenster
Plus Minus: +2–3 ✔
Uropa adé: Begegnungen
Bonus (lies ein Buch vom Uralt-SuB): s.o. ✔
Lose: 3+1+1+1=6
SuB-Stand: 138 (Alt-SuB: 68)

Juni ’15

Glücksfee Juni '15Glücksfee: Ernest Hemingway Wem die Stunde schlägt
Plus Minus: +5–9 ✔
Uropa adé: Nachrichten aus Mittelerde
Bonus (Urlaubsland): Klingsors letzter Sommer
Lose: 3+1+1+1=6
SuB-Stand: 131 (Alt-SuB: 59)

Juli ’15

Glücksfee JuliGlücksfee: Bertolt Brecht Herr Puntila und sein Knecht Matti ✔
Plus Minus: +0–9
Uropa adé: Der König der purpurnen Stadt ✖
Bonus ((|Gelesenes Alt-SuB| / |Gelesenes|) * 10): 9/9 * 10 = 10
Lose: 3+1+0+10=14
SuB-Stand: 123 (Alt-SuB: 52)

Beendet: 3. Buchverfilmungschallenge

Geschafft! Es war knapp diesmal, aber ich konnte gerade noch den letzten nötigen Buch-Film-Vergleich einreichen, bevor die Challenge vorbei war.

Die Challenge lief von Juli 2014 bis Ende Juni 2015 und wurde von Hannah von Hannahs Bücherblog ins Leben gerufen. Leider musste sie wegen Zeitmangels die Führung an Ariana weitergeben, die aber einen super Job gemacht und sogar monatliche Updates mit allen neuen Beiträgen verfasst hat.

Ich konnte durch die Challenge den ein oder anderen Klassiker endlich lesen/ansehen und auch ein paar Entdeckungen machen. Insgesamt habe ich sehr schöne Stunden verbracht. Es würde mir sehr schwer fallen, einen Favoriten auszusuchen, da mir die Bücher und Filme aus sehr unterschiedlichen Gründen gefallen haben:

2001: Odyssee im Weltraum (Buch und Film)

Der Film war anstrengend, aber absolut lohnend. Ein Meisterwerk, das für den Weltraumfilm stilprägend war. Ich bin froh, vorher den Roman gelesen zu haben, da gerade die Einstiegssequenz sonst für mich absolut unverständlich geblieben wäre.

Emil und die Detektive (Buch und Film)

Ein Kästner, den ich nicht kannte, den ich aber sofort ins Herz geschlossen habe. Emil ist super. Der Film war eher unspektakulär und blieb nicht lange hängen.

Der talentierte Mr. Ripley (Buch | Film)

Eine tolle Entdeckung habe ich hiermit gemacht, Highsmith hat mich mit ihrem psychologischen Feingefühl umgehauen. Den Film fand ich dagegen schwach, auch wenn er mir in früheren Jahren ganz gut gefallen hatte.

Grüne Tomaten (Buch und Film)

Noch ein Film, den ich bereits kannte. Dass es ein Buch dazu gibt, war mir aber lange unklar. Ich bin froh, es gefunden zu haben, ein tolles Buch voller starker Frauenfiguren. Noch besser als der Film.

Die Karte meiner Träume (Buch | Film)

Mit diesem Roman habe ich mich schwer getan. Er sieht wunderbar aus, war aber irgendwie blutleer. Der Film war eine angenehme Überraschung.

Sieben Jahre in Tibet (Buch und Film)

Eine spannende Geschichte, erzählt wie ein Sitzungsprotokoll. Schade, dass auch der Film irgendwie alt aussieht. Wann kommt endlich jemand, der diese Geschichte gut erzählt, ohne dazu zu erfinden?

Warm Bodies (Buch | Film)

Eine weitere schöne Überraschung, diesmal sowohl Buch als auch Film. Das Buch war so schön poetisch-melancholisch und der Film hatte sein Herz einfach am rechten Fleck, auch wenn er nicht perfekt war.

Kim Novak badete nie im See Genezareth (Buch | Film)

Ein Buch, dass ich nie gelesen hätte, wenn es mir nicht meine Ma in die Hand gedrückt hätte. Danke, Ma! Der Film war genauso schön sommerlich und einfach eine gute Zeit.

Was vom Tage übrig blieb (Buch | Film)

Womit wir wieder beim E wären. Ein genialer Roman, bei dem das Wichtigste zwischen den Zeilen steht. Der Film war mir schnurz, nur Emma Thompson und Anthony Hopkins waren ganz gut.

Rebecca (Buch und Film)

Noch so ein psychologisches Meisterwerk, noch eine neu entdeckte Autorin. Ganz groß, viel größer als der etwas glatt gebügelte Film, Hitchcock hin oder her.

Jules und Jim (Buch und Film)

Und wieder eine Überraschung, diesmal in künstlerischer Hinsicht. Die Geschichte von Jules und Jim hätte mich nie gelockt, aber Rochés Sprache und Beobachtungsgabe waren grandios, und Truffauts Filmsprache ist sowieso immer ihre Zeit wert.

Mary Poppins (Buch | Film)

Da ich zur selben Zeit die Biographie der Autorin gelesen habe, war ein Reread und erneutes Anschauen des Films fällig. Wie immer in diesem Fall gewinnt für mich der Film.

Update 101 Fantasy Projekt: 20/101

101 fantasy leseprojekt Banner

Seit November 2014 verfolge ich mit dem 101 Fantasy Projekt das Ziel, wieder mehr Fantasy zu lesen. Ich habe nach diesem Vorbild eine (nicht endgültige) Leseliste von 101 Titeln zusammengestellt und mir 10 Jahre Zeit gegeben, um sie zu lesen.

Das letzte Update ist wenige Monate her: 4 Monate und 11 Tage, um genau zu sein. Jetzt sind zehn weitere Titel von der Liste, und wie ich feststellen muss, habe ich fast keines der Bücher hier besprochen. Das liegt in den meisten Fällen daran, dass ich mich Fortsetzungen gewidmet habe oder Reihen angefangen, aber noch nicht beendet habe. Meistens gefällt es mir besser, nicht für jeden Teil einer Reihe einen Beitrag zu schreiben.

Hier also ein paar Worte zu den letzten zehn gelesenen Büchern:

ATWOOD, Margaret: Das Jahr der Flut ♥ 5/5
Die Fortsetzung von Oryx und Crake hat mir wie der erste Teil sehr gut gefallen und es gibt tatsächlich eine Rezi auf dem alten Blog.

BURROUGHS, Edgar Rice: Die Prinzessin vom Mars ♥ 1/5
Dieses rassistische, amerikanistische, martialische und nicht zu vergessen misogyne Werk hat mir ganz und gar nicht gefallen. Unlogisch und mittelmäßig geschrieben war es obendrein.

WILLIAMS, Tad: Der Drachenbeinthron #1★ 5/5
Einen Riesenspaß wiederum hatte ich mit diesem Klassiker, allerdings in Hörbuchform, sonst hätten mich die Längen wohl doch gelangweilt wie so manch anderen Leser. Aber Andreas Fröhlich ist mit diesem Hörbuch zu einer neuen Lieblingsvorlesestimme geworden.

GAIMAN, Neil: Sternwanderer ★ 4/5
Die wunderschön gestaltete Neuausgabe, die ich zum Geburtstag bekommen habe, hat hier den Ausschlag gegeben: Wie konnte man nur in so vielen Ausgaben auf die detailgetreuen, verwunschenen Illustrationen verzichten? Ein viktorianisches Märchen mit dem gewissen Etwas.

MEYER, Kai: Lanze und Licht ♥ 3/5
Die Fortsetzung von Seide und Schwert hat mit leider nicht mehr so zugesagt, die ungesunde Lovestory als Hauptantrieb der Story war nichts für mich.

MEYER, Kai: Drache und  Diamant ♥ 1/5
Und Teil drei, das Finale der Wolkenvolk-Trilogie. Ja, und so was von gar nicht für mich. Nur Krieg, ewige Untergangsszenarien und zwischendrin auch noch verworrene Gefühle. Mir war irgendwann total egal, was den Figuren passiert.

EDDINGS, David: Castle of Wizardry, Belgariad #4★ 3/5
Ein weiterer Band der Belgariad-Reihe, die ich zum ersten Mal auf Englisch lese, aber bereits aus meiner Jugend kenne. Unterhaltsam, aber nicht viel mehr. Nachdem der dritte Teil mich in 5-Sterne-Nostalgie versetzte, war hier wieder viel vom Pläneschmieden und wenig von Action zu lesen.

WILLIAMS, Tad: Der Abschiedstein #2 ★ 3/5
Mittelteile sind ja oft eher verwirrend und langwierig, und Der Abschiedstein ist das keine Ausnahme. Weiterhin war ich gut unterhalten, die (vielen) Charaktere waren interessant und die Handlung so unüberschaubar, dass ich mich einfach habe treiben lassen. Damit habe ich kein Problem, ich sehe ja dann, wie alles zusammenpasst. Hoffentlich.

WILLIAMS, Tad: Die Nornenkönigin #3.1 ☆ 4/5
Der finale Band der Reihe ist im Deutschen gesplittet. Super nervig, wenn die Geschichte mittendrin aufhört. Hier ist wieder deutlich mehr passiert und allgemein in Bewegung, durch die unterschiedlichen Gangarten je Geschichte gibt es gute Abwechslung.

TOLKIEN, J. R. R.: Nachrichten aus Mittelerde ♥ 2/5
Ein altes SuB-Buch. Die zwei Sterne hängen mit dem Aufbau des Buches zusammen und haben nichts mit Tolkien zu tun, der die hier versammelten Texte nie für die Veröffentlichung in dieser Form geplant hatte oder freigegeben hätte. Sehr unterschiedliches kommt hier zusammen und oft fehlte mir ein wenig der Kontext, da mein Wissen über das erste und zweite Zeitalter von Mittelerde inzwischen etwas eingerostet ist. Die ausgereiften Geschichten über die Kinder Hurins oder von Aldarion und Erendis haben mir sehr gut gefallen.


Das zweite Zehnerpack bot mehr alte Bekannte auf und war daher nicht ganz so spannend wie die erste Runde. Vor allem wird es Zeit für den letzten Band über Oryx und Crake, ganz klar, dass ich diesen Zyklus irgendwann mal in einer schmucken Box oder ähnliches selbst kaufen werde.  Besonders froh bin ich auch, mit drei von vier Teilen Das Geheimnis der großen Schwerter einen echten Klassiker schon beinahe vollendet zu haben. Den letzten Teil höre ich zur Zeit, ansonsten lese ich Die sonderbare Geschichte von September … und Golem und Dschinn, ein sehr schönes, aber langsam zu lesendes Buch. Bei mir eingezogen sind auch einige Listentitel, unter anderem alle drei Bände der Riddlemaster-Trilogie von Patricia McKillip, ein Zufallsfund in einem Tauschregal.