#24in48 Ankündigung und Leseliste

Banner des 24in48 Lesemarathon

Nachdem der Dewey 24-Stunden-Lesemarathon inzwischen ein fester Bestandteil meines Lesejahres geworden ist, möchte ich etwas Neues probieren: 24 Stunden innerhalb von 48 Stunden lesen.

#24in48 ist für Leser entworfen, die keine 24 Stunden am Stück lesen wollen oder können, ist also im Umfeld des Dewey entstanden. Und darum ergänzen sich auch die Daten der beiden Veranstaltungen perfekt: Macht man bei beiden mit, steht alle drei Monate ein Lesemarathon an.

Und an diesem Wochenende ist es soweit: In unserer Zeitzone beginnt der Marathon Samstagmorgen um 6 Uhr und endet dementsprechend Montagmorgen ebenfalls um 6 Uhr. Ob ich wirklich 24 Stunden lesen werde, sei mal dahingestellt – ich habe auch noch vor, ins Kino zu gehen und möchte am Sonntag auch meinen Sommerurlaub planen. Aber da ich schon beim Deweys innerhalb von 24 Stunden eine Spitzenzeit von 17 Stunden geschafft habe, besteht die Möglichkeit, die 24-Stunden-Marke zu knacken.

Wer noch mitmachen will, kann sich offiziell auf der Website anmelden. Ich freue mich über weitere Gesellschaft 🙂

Leseliste

Da ich unmöglich komplett auf Mercedes Lackeys Valdemar-Bücher verzichten kann (wer mir auf Twitter folgt, hat meine Begeisterung vielleicht mitbekommen), werde ich im zweiten Band Magic’s Promise weiterlesen. Ich bin soo froh, alle drei Bände in Amsterdam gefunden zu haben!

Während eines Lese-Events versuche ich immer, ein Buch komplett zu lesen, und dafür habe ich mir diesmal den zweiten Band der Shinya Shokudou ausgesucht. Das ist eine Mangareihe, in der kurze Geschichten rund um ein kleines Schnellrestaurant und seinen Besitzer versammelt sind. Jede Nacht kommen hier einsame Seelen, Freaks und Geschlagene für eine wohltuende Mahlzeit. Auf Netflix gibt es dazu eine (sehr) japanische Serie mit leider nur einer Staffel, die ich sehr empfehlen kann!

Auch ein Hörbuch sollte zu einem Readathon bereitliegen: Mein aktuelles Hörbuch ist Die Säulen der Erde, das ich in den letzten zwei Wochen vernachlässigt habe. Aber so komme ich, vielleicht bei einem ausgiebigen Spaziergang, wieder in den Fluss der Geschichte herein.

Und mehr habe ich gar nicht geplant. Ich habe mich entschieden, Updates nur über Twitter zu posten (@buchflimmern) und danach eine Zusammenfassung hier zu schreiben. So kriege ich hoffentlich mehr von den anderen Mitleser*innen mit und kann vielleicht im Nachgang noch jemandem Appetit auf den nächsten #24in48 machen.

Update 101 Fantasy Projekt (81/101)

Wieder sind 10 Titel für mein Fantasy-Projekt gelesen. Da ich mit den übriggebliebene verschiedene Beschaffungsprobleme bekomme, habe ich meine Regeln gebrochen und ein paar neue Bücher darunter gemischt. Die bekommt ihr dann demnächst zu sehen!

101 fantasy leseprojekt Banner

PRATCHETT, Terry: Moving Pictures
★ 4/5

Terry Pratchett Moving Pictures

Mein erster Scheibenweltroman, den ich nicht in Hörbuchform las, schien wie geschaffen für mich, geht es doch um die Scheibenweltversion von Hollywood und dessen Entstehung. Am Ende war ich zwar gut unterhalten, die Ausrichtung auf Action im Gegensatz zur gewohnten Balance zwischen Handlung und Entwicklung der Figuren dämpfte aber meine Begeisterung etwas. Mehr dazu in meinem Leseeindruck.

GREEN, Simon R.: Geschichten von der Nightside #1-4 ★ 3/5

Vier Bände der düsteren Urban Fantasy Reihe um den Privatdetektiv John Taylor habe ich gelesen, bevor mir die Lust an den lebendigen und abwechslungsreichen Schauplätzen verging. Das lag vor allem an dem Noir-triefenden Hauptcharakter, dessen Erzählstimme mir zu zynisch und einseitig wurde. Meinen Eindruck zu Band eins habe ich in einer Rezension festgehalten.

EDDINGS, David: Das Auge Aldurs #1-2 ★ 2/5

Nach vielen Jahren komme ich langsam ans Ende der Eddings-Bücher. Mit Belgarath der Zauber und Polgara die Zauberin habe ich zwei der drei letzten Bände abgehakt. Beide Bücher erzählen dieselbe Geschichte aus zwei Perspektiven. Dass der Autor nicht mal die Möglichkeit des unzuverlässigen Erzählers bzw. Deckungsungleichheiten nutzt, war eine herbe Enttäuschung. Meinen Gesamteindruck zu der Reihe hebe ich mir auf, bis der finale Band gelesen ist.

MURAKAMI, Haruki: Mister Aufziehvogel ★ 2/5

Mein letzter Murakami: Für viele Leser ist dieses extrem lange, extrem unspektakuläre, nicht mal wirklich magische Werk des Magischen Realismus ein Lieblingsbuch. Ich kann dazu nur sagen: Wenn ihr einen guten Murakami wollt, lest Kafka am Strand und vergesst den Rest! Mein Geduldsfaden mit Murakamis eindimensionalen, zu Sexspielzeugen verkommenen Frauenfiguren hat hiermit jedenfalls sein Ende gefunden.

MAGUIRE, Gregory: Wicked ★ 4/5

Wie gut, dass es auch Autoren gibt, die Frauenfiguren komplex und lebensecht hinbekommen, selbst wenn diese in einer Fantasywelt leben, grüne Haut haben und bei sprechenden Ziegen studieren! Mein Höhepunkt in diesem Zehnerpack ist ohne Frage Wicked, zu dem ich auch einen eigenen Beitrag verfasst habe.

LANAGAN, Margo: Seeherzen ♥ 4/5

Und noch eine erfreuliche Leseerfahrung war der australische Roman Seeherzen, in dem es eine Inselgemeinschaft mit der Rache einer einsamen Frau zu tun bekommt. Auch zu Seeherzen könnt ihr hier mehr nachlesen.


Wie gesagt sind die restlichen Titel auf der Liste teils ausgetauscht: Ich habe doch noch mal die Odyssee mit aufgenommen, möchte dazu passend auch Circe von Madeleine Miller lesen und stecke gerade in der Last Herald-Mage-Reihe von Mercedes Lackey. Ich habe mir einige Titel vorgenommen, sodass die nächste Zusammenfassung hoffentlich nicht so lange auf sich warten lässt!

Seeherzen von Margo Lanagan

Mein 81. Buch für die 101 Fantasy Challenge (nur noch 20 zu lesen!) ist ein bezaubernd raues irisches Märchen, das aber kein bisschen märchenhaft ist. Und trotz des Covers nicht gerade ein Jugendbuch.

Seeherzen von Margo Lanagan, Hardcover

Misskaella ist die gefürchtete Hexe von Rollrock Island, die hässliche Außenseiterin, die für niemanden ein gutes Wort übrig hat. Doch hat sie als einzige die Macht, aus den Seerobben am Strand schöne Jungfrauen zu zaubern, die den Männern den Kopf verdrehen mit ihrer überirdischen Schönheit, ihrer Friedfertigkeit, ihrem Gehorsam. Sie sind das Ideal, das die rothaarigen Frauen der Insel nie erfüllen könnten. Mit ihrer Gabe stürzt Misskaella die Insel in großes Unglück und wird die mächtigste und einsamste Person auf Rollrock.

Was Margo Lanagans Roman besonders macht, sind die verschiedenen Blickwinkel, die wir nacheinander einnehmen: Zu Beginn haben wir mit den Kindern von Rollrock panische Angst vor der garstigen alten Hexe. Doch schon im nächsten Teil springen wir in Misskaellas Kindheit und erleben mit ihren Augen, wie sie von Beginn an selbst von der eigenen Familie für ihr Aussehen und ihre Bindung zu den Robben verachtet und misshandelt wurde. Das Märchenklischee „Hexe“ wird Schicht für Schicht aufgelöst.

Danach leben wir eine Zeit in den Schuhen verschiedener Bewohner der Insel zu verschiedenen Zeiten in Misskaellas Leben und Schaffen. Wir erleben die Ankunft der ersten Robbenfrauen, wie die Männer immer verrückter nach diesen „Superfrauen“ werden und die Menschenfrauen der Insel immer verbitterter. Rollrock wird zum verfluchten Ort, auf dem Festland wird darüber getuschelt.

Der australischen Autorin Margo Lanagan ist ein Roman gelungen, der so kalt und temperamentvoll wie das Meer selbst ist. Ich war schockiert von dem Egoismus der Männer und der Bitterkeit Misskaellas, die die Robbenfrauen zu Gefangenen der Männer werden ließ. Die innere Zerrissenheit der „Mums“, die man als Leser meist aus der Perspektive der Kinder erlebt, ist spürbar: Sie gehören nicht wirklich an Land und können ohne ihre Felle aber auch nicht zurück ins Meer. Doch trotz ihrer wachsenden Traurigkeit und Depression wollen die Männer sie nicht gehen lassen.

Am beeindruckendsten finde ich, dass bis zum Schluss nicht ganz eindeutig ist, welchen Anteil Misskaella an dem Bann hat, den die Selkie auf die Männer ausüben: Verhext sie alle zu deren Unglück oder transformiert sie bloß die Robben in Menschenfrauen? Das Urteil bleibt einem als Leser selbst überlassen und hängt davon ab, wieviel Hexe man in Misskaella sieht und wie viel Menschlichkeit.

Hexe aus Überzeugung: Wicked von Gregory Maguire

Zuerst das Wichtigste: Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr! Mögen wir viele Bücher und Filme entdecken, Zeit für Freunde und Familie haben und unser Bestes geben und dafür das Beste erhalten.
Ich wünsche mir, 2019 wieder mehr Rezensionen schreiben zu können, darum fange ich das Blogjahr direkt mal mit einer an:


Wicked habe ich vor einigen Monaten in meinem Try a Chapter Tag angerissen und musste es so bald wie möglich lesen.

Der Zauberer von Oz gehört zum öffentlichen Bewusstsein, er ist so sehr in der Popkultur verhaftet, dass man auch große Teile der Handlung kennt, selbst wenn man weder das Buch gelesen noch den Film gesehen hat. Meine erste Begegnung mit Frank Baums Buch war womöglich in einer Dennis the Menace Halloween-Folge, als ich gerade mal das Kindergartenalter erreicht hatte.

Antagonistin in Der Zauberer von Oz ist die böse Hexe des Westens, eine grünhäutige Einzelgängerin mit einer Armee geflügelter Affen auf ihrer Seite. Und deren Geschichte erzählt Maguire in Wicked.

Das Cover von Wicked mit einer leicht grünen Elphaba

Wicked nimmt Baums oft sehr beschränkte Welt und interpretiert diese neu, erschafft verschiedene religiöse Strömungen und ein politisches Klima, in dem sich die bekannten Figuren des Kinderbuchklassikers bewegen. Die Originalhandlung wird auch nahtlos integriert. Ich war fasziniert von der Komplexität, die auch nötig war, um aus der wilden Phantasterei des Originals eine Fantasywelt für Erwachsene zu schaffen. Und das gelingt Maguire auch: Die Zusammenhänge wirken nie erzwungen, sondern als hätte er selbst dieses Oz erschaffen.

Wir folgen Elphaba von ihrer Geburt (eigentlich beginnt die Geschichte bereits zuvor mit einem Blick in das Lbene ihrer Eltern) über ihre Studienzeit bis sich der Kreis schließt, das Mädchen Dorothy aus dem Himmel fällt und ihr sowieso schon seltsames und ereignisreiches Leben erneut auf den Kopf stellt.

Doch nutzt Maguire nicht nur Baums Vorlage, um eine klassische Fantasygeschichte zu erzählen: Sie enthält auch einen sozialen Kommentar. Elphabas Geschlecht und ihre grüne Hautfarbe geben ihren Mit-Ozianern immer wieder Rätsel auf; es wird zum Beispiel nie vollends geklärt, ob sie als Mädchen zur Welt kam, ob sie Hermaphroditin ist oder ob die Frauen, die ihre Geburt dirigierten, hier die Entscheidung getroffen haben und was nicht passte passend machten. Ihre Eigenheiten werden aber nicht diskutiert, sondern als gegeben hingenommen. Warum ist sie grün? Warum verträgt sie kein Wasser? Andere Figuren im Buch fragen sich das, aber wie das so im Leben ist: Die Leute reden eben, man selbst kann aber nur man selbst sein. Dazu kommen noch weitere Situationen, in denen es um Anderssein und Gleichberechtigung geht, da in Oz ja viele sehr unterschiedliche Wesen zusammenleben. Ich mochte dies alles sehr und es ist wohl mit der Grund, warum ich in dem Buch wild herummarkiert habe und es sicher wieder lesen werde. Das hat mich etwas erstaunt, da ich Frank Baums Buch nicht sehr mochte und hier etwas, das ich lieben kann, daraus geworden ist.

Evil is an act, not an appetite. Everyone has the appetite. If you give in to it, it, that act is evil. The appetite is normal.

The Witch (371)

Elphaba ist eine sehr starke Figur, die von Geburt an ihren eigenen Weg geht. Und der ist oft genug einsam und tragisch. Da viele Fragen am Ende offen bleiben bzw. nur Spekulationen angestellt werden können (basierend auf dem Ende von Der Zauberer von Oz), lag es wohl nahe, dass Maguire Jahre nach Erscheinen des Buches noch einmal zurückkehrte und eine ganze Reihe daraus machte. Ich weiß noch nicht, ob ich mich daran trauen soll und auch nicht, ob sie auf die restlichen Oz-Bücher zurückgreifen. Jeder Band dreht sich, wie in der Vorlage glaube ich auch, um eine andere Figur. Darum und wegen des großen zeitlichen Abstands zum ersten Band werde ich es wohl bei diesem belassen. Wicked kann schließlich auch gut für sich stehen bleiben und hat dies ja auch ein Jahrzehnt getan.

{Das Musical Wicked, das auf dem Buch basiert, hat übrigens ein anderes Ende!}

In English, please: Neuzugänge IV/2018

Dieser Beitrag sollte eigentlich letzte Woche erscheinen. Leider hat die Technik nicht mitgespielt und den Beitrag einfach auf Entwurfsstatus gelassen. Daher nun ein leicht verspäteter Neuzugänge-Post!


Geeks doing good

Eric Carter Reihe von Stephen Blackmoore

Ich hoffe, ihr kennt Worldbuilders, die alljährliche Spendenaktion von Pat Rothfuss, bei der man nicht nur Gutes tut, sondern auch alle möglichen coolen Dinge gewinnen kann? Ich habe 2017 gespendet und dank DHL bis zum Juli 2018 warten müssen, bis ich endlich meinen unverhofften Losgewinn in Händen halten konnte: Die ersten drei Bänder der Urban Fantasy Reihe um Eric Carter von Stephen Blackmoore.
Ich gebe zu: Gekauft hätte ich sie mir nicht. Aber wie mit jeder Urban Fantasy habe ich nun den Drang, ihr eine Chance zu geben, Merlin weiß warum.

Signiert wider Willen

Radiance Catherynne Valente

Bei Amazon bekomme ich irgendwie nie zugesendet, was ich bestelle: Radiance von Catherynne M. Valente wurde trotz wachsender Bekanntheit in unseren Breiten nie übersetzt, daher habe ich es online bestellt. Ich spekulierte auf eine unspektakuläre Taschenbuchausgabe. Was bei mir ankam: Ein leicht zerfleddertes Hardcover, von der Autorin signiert! Was mich dazu bewog, mich doch nicht zu beschweren 🙂

Aber zum Buch: Es geht um eine Dokumentarfilmerin in einer alternativen Zukunft, in der der Farbfilm noch nicht existiert, die durch das All reist und fremde Kulturen per Kamera erforscht. Oder so. Es ist SciFi und es geht um Film, mehr muss ich auch nicht wissen!

Aus dem Tauschregal entführt

Der kleine Freund und Der Engel mit dem Schwert

Unser lokales Büchertauschregal steht vor der Bäckerei. Darum ist für mich jeder Brotkauf mit einem gewissen Risiko verbunden. Und im Oktober wurde ich wieder mal fündig: Donna Tartts Der kleine Freund ist ihr letzter von mir noch ungelesene Roman. Obwohl ihre Geschichten nicht unbedingt meine Heimatgenres sind, saugt mich ihr Erzählstil immer komplett in das Buch.

Und dann war da noch Der Engel mit dem Schwert von C. J. Cherryh: Von dieser SF-Autorin höre ich immer wieder mal, aber was da im Tauschregal stand, sah eher nach Fantasy aus. Es spielt auf einem Planeten (daher SF?), der Venedig ähnelt und die Hauptfigur ist eine Schmugglerin zu Wasser, die unverhofft gefährliche menschliche Fracht an Bord in Form eines bedrohten Adligen mit Namen Mondragon hat. Irgendwie klang es ganz cool.

Großeinkauf in London

An Urlaube erinnere ich mich mittels Fotos, Reisetagebuch und – Büchern. Und in London kann man so verdammt gut Bücher shoppen! Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass alle Bücher Second-Hand-Ware sind. Bei dem aktuellen Wechselkurs bezahlt man ja nix 😉

Neue Bücher: Christopher Priest und Ursula Le Guin

Frei nach dem Motto „Mehr davon bitte“: The Affirmation habe ich blind ausgewählt, weil ich ein weiteres Buch von Christopher Priest lesen möchte. Anfang des Jahres war ich von The Prestige schwer begeistert. Hier geht es wohl um einen Typen, der mit einer Autobiographie beginnt und dann an der eigenen Erinnerung zweifelt oder so. Ich bin sicher, es wird wieder ein großartiges Vexierspiel, mehr muss ich auch nicht wissen.

Ursula K. Le Guins The Word for World is Forest habe ich mitgenommen, weil ich eindeutig mehr Le Guin lesen sollte. Nachdem ich diesen Frühling durch alle Erdsee-Bände geprescht bin, habe ich einige vereinzelte Texte von ihr gelesen und brauchte mehr. Dies scheint mir eine Kurzgeschichtensammlung zu sein, und die sind auf Deutsch schwer zu bekommen.

Entdeckt: Mythago Wood und The Female Man

Zwei golden Oldies: Mythago Wood von Robert Holdstock ist ein älteres Fantasybuch, von dem ich erst seit kurzem weiß. In einem alternativen England existiert ein kleiner Wald, in dem die Zeit anders läuft und der schon viele Menschen verschlungen oder wenigstens für immer verändert hat … Vielversprechend, oder?

The Female Man (Joanna Russ) ist ein Klassiker feministischer Science Fiction. Es geht um vier Frauen aus buchstäblich verschiedenen Welten, die aufeinander treffen.

Drei Buch-Schnäppchen: The Wolves of Willoughby Chase, Grief is the Thing with Feathers und Uncommon People

Joan Aikens The Wolves of Willoughby Chase habe ich nie gelesen, der Titel kam mir aber bekannt vor. Die Story klingt sehr interessant, mit einem alternativen England 1832, in dem es jede Menge Wölfe gibt, aber auch eine Zugverbindung Dover-Calais existiert. Die Illustrationen haben mich zum Kauf anmiert. Klingt nach einem perfekten Winterbuch.

Grief is the Thing with Feathers (Max Porter) ist ein Gedichtband, den ich schon länger auf dem Radar hatte. Da es um Trauer geht, frage ich mich allerdings, wann wohl der richtige Zeitpunkt ist, ihn zu lesen?

Und zuletzt ein Frustkauf: Uncommon People (David Hepworth) habe ich mitgenommen, weil ich das Buch, das ich schon seit Jahren suche, noch immer nicht gefunden habe. Die Rede ist von „All the Mad Men“ über die Subkulturen im London der Sechzigerjahre. Ich hoffe, dieses Buch über stilprägende Rockmusiker seit den Anfängen der Rockmusik bis zum Grunge war kein Fehlgriff.

Das Weihnachtsgeschenk

Nach dem Berg an Mitbringseln war ich froh, zu Weihnachten nur dieses eine Buch zu bekommen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es 750 Seiten schwer ist. Peter Ackroyds London. Die Biographie hatte ich schon an die zehn Jahre auf dem Schirm, aber den Wälzer auszuleihen wäre viel zu unpraktisch gewesen. Wie gut, dass mir dieser Weihnachtswunsch erfüllt wurde. Ich sehe mich schon mit Highlighter und Stift darin schmökern!


Und welche Bücher sind bei euch neu dazu gekommen, auf die ihr euch freut? Kennt ihr eines meiner neuen Bücher und könnt vielleicht Tipps geben, mit welchem ich unbedingt anfangen sollte? Oder welches Buch sich für welche Jahreszeit eignet?