Update 101 Fantasy Projekt (71/101)

Dank dem gigantischen Erdsee-Epos bin ich bereits bei 71 Büchern angelangt und stelle heute also 10 statt der gewohnten 10 Titel vor. Überhaupt ist mir dieses Mal eine schöne Mischung aus Standalone und kompletter Reihe gelungen. Ich kann so langsam das Ende in der Ferne erahnen!

 

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BRADBURY, Ray: Something Wicked This Way Comes ♥ 4/5

Monate nach dem Lesen habe ich noch eindrückliche Bilder dieser Gruselgeschichte im Kopf. Zwei befreundete Nachbarsjungen stoßen auf allerlei Wundersames in dem neu in der Stadt angekommenen Rummel. Und nicht alles davon ist ungefährlich … Bradburys großer Erfolg ist eine zwar etwas altmodisch daherkommende und mit blumigen Worten erzählte Story, doch sie reißt mit und ist stellenweise wirklich gruselig und spannend. Bradbury nimmt man den pathetischen Tonfall auch nicht übel, weil er dabei sehr ehrlich rüberkommt und seine Pulp-Einflüsse gut nutzt. Wer Angst vor Clowns und ähnlichem hat, sollte hierum einen Bogen machen.

 

HUGHART, Barry: Meister Li ♥ 4/5 (3 Bände)

Barry Hughart Meister Li Bücher„Geschichten aus einem alten China, das es niemals gab“. Hugharts alternatives China erinnerte mich vom Ton her vor allem an den derben Humor eines Geoffrey Chaucer, an die Märchen der tiefsten Romantik und an Indiana Jones. Alle drei ordentlich gemixt ergeben den unverbesserlichen Meister Li, dessen Abenteuer mit Ochse Nummer 10 ich bereits rezensiert habe.

 

KAY, Guy Gavriel: Ein Lied für Arbonne ★ 4/5

Eine schwere Geburt und gleichzeitig eine große Freude war A Song for Arbonne: Ewig habe ich gebraucht, um über die ersten Kapitel hinauszukommen. Doch Kay entwirft überzeugend und spannend einen Fantasy-Kosmos, in dem Musik und französisches Je-ne-sais-quoi den Ton angeben. Tolle Charaktere und Twists inbegriffen.

 

LE GUIN, Ursula: Erdsee ★ 3/5 (6 Bände)

Erdsee Bücher Ursula Le Guin

Nicht eben verliebt habe ich mich in den Zauberer Ged und seine magische Erdsee. Le Guin, deren Die Enteigneten ich im letzten Jahr begeistert las, konnte mich mit ihrem Erzählstil für Jugendliche nicht richtig erreichen. Stattdessen habe ich die Erdsee-Reihe für eine Studie Le Guins als Autorin genutzt und meine Ergebnisse hier in einer Rezension zusammengefasst.


Ich habe gerade angefangen, Simon Greens ersten Darkside-Roman zu lesen. Wenn der mir gefällt, habe ich eine neue Reihe mit noch 11 weiteren Bänden für das Fantasy-Projekt gefunden 🙂 Ansonsten weiß ich noch nicht, was als nächstes drankommt.

Update 101 Fantasy Projekt (60/101)

Für den Beginn der zweiten Hälfte meines Fantasy-Projekts brauchte ich schon deutlich länger habe ich den Eindruck. Es wird schwieriger, Titel aufzutreiben und zeitlich unterzubringen. Auch das austauschen von Titeln im Rahmen der Regeln wird nicht leichter und ich überlege immer wieder, ob ich sie nicht über Bord werfen soll … Hier erst mal meine Eindrücke der Fantasy-Bücher 51 bis 60.

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BUTCHER, Jim: Wolfsjagd (Die dunklen Fälle des Harry Dresden #2) ★ 3/5

Der zweite dunkle Fall des Harry Dresden war sehr actionreich. Dresden kriegt es mit einer Bande Werwölfen zu tun; es wird teilweise recht blutig. Leider nervten mich die ach so mysteriösen Frauenfiguren. Ich weiß, dass das Noir-Genre hier Modell gestanden ist und ich mag auch Butchers Urban Fantasy immer noch mehr als andere Varianten. Aber all die Gender Stereotypen in diesem Band sind mir dann doch zu viel geworden, um mich wirklich auf den nächsten Band zu freuen. Eine ähnliche Reihe mit Protagonistin wäre vielleicht das Richtige … Empfehlungen sind willkommen!

Patricia McKillip Erdzauber FantasyMCKILLIP, Patrica A.: Erdzauber (Die Schule der Rätselmeister, Die Erbin von Wasser und Feuer, Harfner im Wind) ★ 3/5

Patricia McKillips Stil hat mich bezaubert und wahnsinnig gemacht. Meine Leseeindrücke zu Erdzauber habe ich schon hier beschrieben.

PIERCE, Tamora: Alanna. Die schwarze Stadt (Alanna #1) ♥ 3/5

Die ungleichen Geschwister Alanna und Thom vertauschen heimlich ihre ihnen bestimmten Plätze in der Gesellschaft. Wir folgen Alanna, die zum Ritter ausgebildet wird, aber auch über magische Fähigkeiten verfügt. Sie muss sich gegen die anderen Jungen der Schule behaupten, dabei ihr Geheimnis wahren und natürlich auch ein Abenteuer bestehen. Ich gebe zu, das ich mich schon jetzt nicht mehr richtig an dieses Abenteuer in der schwarzen Stadt erinnern kann, aber mir noch viele Kleinigkeiten im Gedächtnis sind. Eine Schmuse-Fantasy mit wenigen finsteren Momenten und ungeahnt vielen neuen Freunden für Alanna.

HEARN, Lian: Das Schwert in der Stille (Otori #1) ★ 4/5 & Der Pfad im Schnee (Otori #2) ★ 3/5

Der erste Teil dieser alternatives Japan Fantasy-Reihe hatte mich begeistert. Klar hat mich auch hier wieder die unbegründete Liebesgeschichte genervt, aber der Schreibstil und die Beschreibungen der japanischen Gesellschaft waren glaubhaft und die Charaktere rund. Teil zwei war mir dann doch zu fixiert auf eben jene Liebesgeschichte, die natürlich gegen alle Unwägbarkeiten kämpft. Selbst eine Prophezeihung wird hier zur Steigerung derDramatik bemüht. Auch ein paar Entwicklungen rund um Protagonistin Kaede fand ich bedenklich. So bin ich mir nicht sicher, ob ich die Reihe weiterlesen will.

GAIMAN, Neil: Der Ozean am Ende der Straße ♥ 3/5

Eine schöne Geschichte über das Zurückkehren an die Orte der Kindheit, verwoben mit viel düsterer Magie. Insgesamt nicht ganz mein Fall und wie immer bei Gaiman (immer? nicht immer! siehe unten!) blieb ich vom Geschehen seltsam unberührt und den Charakteren immer auf Distanz.

Neil Gaiman NeverwhereGAIMAN, Neil: Neverwhere ★ 4/5

Und hier die Ausnahme zur Gaiman’schen Regel: Neverwhere ist trotz einiger kleinerer Schwächen zu meinem Favoriten des Autors geworden. Zum Inhalt und meinen Eindrücken zu Neverwhehre bitte hier entlang.

MARTIN, George R. R.: A Dance with Dragons (A Song of Ice and Fire #5) ★ 2/5

Geschafft! Ich bin so durch mit dieser Reihe. Martin schreibt nicht nur die langweiligsten Schlachtenszenen der Fantasy-Geschichte, sondern geht auch noch unsäglich mit seinen Charakteren um. Die Sache gilt für mich hiermit als beendet, auch wenn Martin seiner Leserschaft noch zwei Bände (sprich vier im Deutschen) schuldig ist.


Seit dem letzten Zwischenstand sind nur wenige Titel für das Projekt bei mir eingezogen:

  • Barry Hughart: Der Stein des Himmels [11/16] – Der zweite Band zu Die Brücke der Vögel. Ich hoffe, den letzten Teil noch in der passenden alten Ausgabe zu bekommen, bevor ich anfange zu lesen.
  • Gregory Maguire: Wicked [08/17] – Ganz neu bei mir eingezogen. Obwohl mir Der Zauberer von Oz nicht richtig gefallen hat, fasziniert mich doch dieser Blickwinkel, der den Figuren Baums hoffentlich mehr Leben einhaucht.

Es gäbe noch ein paar andere Anwärter auf dem SuB, die ich gerne im Projekt unterbringen würde (daher auch mein bereits oben angeschnittenes Problem mit den Regeln):

  • Christopher Priest: The Prestige
  • Kate Atkinson: Life after Life
  • Tad Williams: Otherland 1 – Stadt der goldenen Schatten
  • Kirsty Logan: The Gracekeepers
  • Alice Hoffman: Im Hexenhaus

Ich muss mal sehen, was ich damit anfange oder ob ich auch so 101 interessante Titel gelesen bekomme. Da sich für mich einige Reihen nicht bewährt haben, ist es schwierig, Alternativen unter der gelisteten Titeln zu finden. Außerdem sind ja in der Zwischenzeit viele andere schöne Bücher des Genres entstanden, die ich gerne einbringen will. Vielleicht führe ich einen Anteil neuerer Erscheinungen in die Leseliste ein. Die im Originalprojekt gelisteten Titel halte ich zum Teil auch nicht für repräsentativ für das Genre, daher habe ich wenig Skrupel, der Liste meinen eigenen Twist zu geben 🙂

Neu auf der Liste seit dem letzten Zehnerpack und noch ungelesen sind

  • GERMAIN, Sylvie: Das Buch der Nächte ♥ (magische Familiensaga, für mich ein Re-read)
  • BUJOLD, Lois McMaster: Chalions Fluch ★ (mehr Frauen braucht die Fantasy-Liste!)
  • HEARN, Lian: Otori Bände 3-5 ★ (puh, was fange ich jetzt damit an?)
  • BEAGLE, Peter: Das Zauberhaus ★ (zu Peter Beagle sage ich nicht nein)
  • GREEN, Simon R.: Die dunkle Seite der Nacht ★ (sagte mir nichts, klingt aber toll)

Patricia McKillip: Erdzauber

Patricia McKillip Erdzauber Fantasy Nach langem Warten ist es mir gelungen, die Erdzauber-Reihe von Patricia McKillip zu lesen. Den ersten Band, „Die Schule der Rätselmeister“, hatte ich am Stück während meines ersten Dewey Lesemarathons gelesen, was ein großes Glück war, denn das Buch hatte mir sehr gut gefallen. Darin entdeckt Morgon, der Erbe von Hed, dass er Teil eines großen Rätsels ist und versucht, diesem nach alter Rätselmeistermanier auf die Schliche zu kommen. Auf den 250 Seiten erlebt er jede Menge Abenteuer, reist quer durch alle Lande und trifft auf viele interessante Charaktere. Ich war besonders von der teilweise poetischen und in jedem Fall ungewöhnlichen Schreibweise angetan. Allerdings hatte ich direkt den Eindruck, dass die Autorin von vorneherein versuchte, sich so kurz wie möglich zu fassen und dabei einigen Ereignissen und Informationen nicht genügend Raum geben konnte.

Diese Einschätzung hat sich nach der Lektüre der restlichen beiden Bände noch verstärkt. Hier passiert dermaßen viel, dass ich teils nicht mehr hinterher kam. Trotz der Gesamtlänge von etwa 800 Seiten bietet Erdzauber deutlich mehr Handlung und Intrige als zum Beispiel David Eddings es auf fast doppelt so vielen Seiten Belgariad zustande bringt. Und das fuchst mich sehr, denn ich hätte einfach gerne verstanden, was da vor sich geht, und mir Zeit für Charaktere und Handlung lassen können. Da werden dann auch schon mal wichtige Entwicklungen in der Handlung in einen Nebensatz gepackt.

Patricia McKillip Erdzauber BändeDie Welt, die Patricia McKillip hier geschaffen hat, kam mir frisch und ungewöhnlich vor. Zum Einen gibt es die Rätsel und Rätselmeister, deren Ziel es ist, alle Rätsel zu lösen. „Rätsel“ sind dabei eigentlich alle ungeklärten Fragen, nicht Rätsel im klassischen Sinn. Man könnte sagen, Rätsel sind die Wissenschaften in dieser Welt. Es gibt allerdings noch mehr Sorten von Wissen und Magie in Erdzauber. Das andere wirklich ungewöhnliche ist das Landrecht. Der rechtmäßige Herrscher eines jeden Landes ist sich aller Dinge in seinem Land bewusst. Wenn der Herrscher verstirbt, überträgt sich das Landrecht automatisch auf den nächsten Erben. Damit verbunden ist eine Art Beseeltheit aller Dinge. Gestaltwandler ziehen durchs Land, die sich neben Tieren und Pflanzen auch in Steine oder Nebel verwandeln können, wenn sie deren Wesen durchdrungen und verstanden haben.

Nun aber noch eine Kritik, die auch mit der begrenzten Seitenanzahl zusammenhängt: Die Charaktere bleiben unerwartet flach. Ich denke nicht, dass sie wirklich flach angelegt sind, aber sie haben nie genug Raum, etwas zu tun, zu durchdenken oder sich zu entwickeln. Obwohl immer mal wieder auch ein paar Einblicke in die Gedanken der Hauptfiguren gewährt wurden, bin ich ihnen doch nicht näher gekommen. Die Ereignisse stürmen so zahlreich auf sie ein, dass ihr Handeln und Denken dabei immer zurückbleibt und dadurch zu wenig erscheint.

So bin ich zwiegespalten, was ich von der Reihe halten soll. Einserseits haben mich einige Aspekte immer wieder gestört (darunter auch eine nicht wirklich motivierte Liebesbeziehung, der ich nie ganz folgen konnte), andererseits war Erdzauber in vielen Punkten faszinierend. Dass ich den ersten Teil und große Teile des dritten Teils am Stück gelesen habe, war in diesem Fall wirklich hilfreich, weil ich so besser den Überblick behalten konnte. Dementsprechend kam mir der mittlere Band auch wie der schwächste und verwirrendste vor.

Ich werde es auf jeden Fall wieder mit Patricia McKillip versuchen, die mir ja auch Neyasha bereits mit Schatten über Ombria ans Herz gelegt hatte.

Neil Gaiman: Niemalsland / Neverwhere

Neil Gaiman NeverwhereRichard Mayhews Leben ist ruhig und vorhersehbar: Er wird Jessica, seine anstrengende Verlobte, heiraten und bis zur Rente in seinem Bürojob festkleben. Doch das alles ändert sich, als er ein verletztes Mädchen namens Door von der Straße aufliest und in seine Wohnung bringt … Denn Door ist kein Mensch des überirdischen London. Richard ist nun selbst wider Willen Teil des London Below, der Stadt unter der Stadt, und für seine Mitmenschen unsichtbar, wie ausradiert.
Da ihm nichts anderes übrigbleibt, zieht er mit Door durch das unterirdische London. Nur zu dumm, dass es hier nur so vor Gefahren wimmelt – und Door auch noch von den gedungenen Mördern Mister Croup und Mister Vandemar verfolgt wird.

Gaimans erster allein verfasster Roman ist praktisch die Textfassung einer Miniserie, die er für die BBC geschrieben hatte. Leider habe ich diese bisher nicht sehen können, was ich noch gerne bei Gelegenheit nachholen möchte. Auch wenn der Autor sagt, das Buch sei entstanden, das er mit der Umsetzung seines Skripts nicht zufrieden gewesen sei.

Man merkt Neverwhere schon ein paar Schwächen an: Wozu dient der Prolog? Warum um Himmels willen ist Richard mit Jessica verlobt (und sie mit ihm)? Daneben macht die Geschichte ein paar opulente Schlenker und nutzt die verwendeten Ideen und Charaktere nicht vollständig. Ich hätte zum Beispiel gerne mehr über Hunter erfahren, oder über Doors Familie. Was ist mit Anaesthesia passiert? Woher kommen die Black Friars? Die meisten offenen Enden weiß ich aber zu schätzen. Ich mag es, wenn man einfach in eine fertige Welt geworfen wird und nicht alles erklärt wird. Außerdem hat Neil Gaiman erst vor Kurzem eine Fortsetzung angekündigt, sodass meine Fragen vielleicht doch noch beantwortet werden.

Vor allem wartet schon diese frühe Geschichte mit den typisch geschliffen schön formulierten Sätzen und Ideen auf, die erkennbar Gaimans sind. Wenn auch noch einen Ticken düsterer als spätere Werke, was mir sehr gefallen hat. Die Herren Croup und Vandemar sind einfach wunderbar fies und London Below sowohl gefährlich als auch magisch. Richard als Protagonist ist dagegen ein wenig blass geblieben. Da er aber wirklich zu großen Teilen das Opfer der Vorkommnisse ist, hat mich auch das nicht richtig gestört.

Das Buch habe ich teils in der englischen Fassung gelesen und teils der deutschen Hörbuchfassung gelauscht. Stefan Kaminski liest gerade die verschlagenen Mörder mit der ihm eigenen Hingebung, die das Hören einfach noch einmal besser machen als es selbst zu lesen. In Gaimans Geschichten konnte ich nie so ganz versinken, wie es für viele Leser der Fall zu sein scheint. Aber dieser Roman ist für mich die Ausnahme und mein neuer Liebling des Autors.

Lian Hearn: Das Schwert in der Stille (Der Clan der Otori 1)

JapanTomasu wächst als „Verborgener“ in der Provinz auf, bis Iida vom Tohan Clan sein Dorf attackiert und alle, die Tomasu kannte, für ihren Glauben ermordet werden. Als einziger Überlebender flüchtet Tomasu, verfolgt von den Tohan. Otori Shigeru, ein reisender Adliger, rettet ihn und nimmt den Jungen unter dem Namen Takeo unter seine Fittiche. Doch so gelangt Takeo mitten in den Kampf zwischen den Clans.
Das Mädchen Kaede lebt jahrelang als Geisel am Hof der Noguchi auf. Durch unglückliche Ereignisse hat sie bald den Ruf, den Männern, die sie begehren, den Tod zu bringen. Sie soll keinen anderen als Shigeru heiraten, um das Bündnis zwischen Otori und Tohan und damit den Frieden zu besiegeln.

Das 54. Buch meines Fantasy-Projekts war eine angenehme Überraschung. Es handelt sich auch weniger um einen Fantasy-Roman als um einen mit Magie gewürzten historischen Roman für Jugendliche. Es entwickeln sich spannende politische Intrigen und Verwicklungen zwischen den unterschiedlichen Figuren, sodass es nie langweilig wird. Von japanischer Geschichte habe ich keinen Schimmer und ich glaube auch, es handelt sich hierbei eher um ein alternatives Japan. Allerdings gibt es schöne Details (wie Nachtigallenböden), die Namen sind realistische japanische Namen und die dargestellte Gesellschaft wäre so, wie ich das feudale Japan erwarten würde.

Von der Struktur her handelt es sich um eine klassische Heldenreise mit wenigen Überraschungen, inklusive der Ausbildung in Kultur- und Kampftechniken und dem Entdecken außergewöhnlicher Talente. Für mich war die Lektüre sozusagen ein Gemütlichkeitsfaktor: eine Prise Vertrautes. Was ich dagegen wirklich weniger schön fand, war ein mieser Fall von Instalove. Natürlich muss sich Takeo in das einzige Mädchen in seinem Alter verlieben, und sie sich in ihn. Und dass, obwohl sie sich gar nicht richtig kennen. Das ist total unnötig und nervig.
Kaedes Geschichte fand ich ebenfalls spannend; sie gibt eine prima Heldin ab. Leider steht ihre Reise immer ein wenig der Takeos nach, der die eindeutige Hauptfigur ist. Trotz einiger Mängel hatte ich viel Spaß beim Lesen. Sie halten mich natürlich nicht davon ab, die Reihe fortzusetzen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!