Herbstlesen: Es wird Regen geben

Es sieht hier noch trostloser aus als gestern; richtiges Lesewetter halt! Heute möchte ich weiter in A Song for Arbonne lesen und hoffentlich den Teil Midsummer beenden. Außerdem muss hier ein wenig Ordnung geschaffen werden, wobei mir Verstand und Gefühl wieder Gesellschaft leisten wird. Ich werde aber bestimmt dazwischen abdriften und mich zu einem Film hinreißen lassen 🙂


Nach ein wenig Jane Austen habe ich die letzten Stunden vor allem damit verbracht, meinem Freund aus Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten vorzulesen. Wir lesen das Buch schon seit Monaten, kommen aber leider selten dazu und haben im Arbeitsalltag auch nicht mehr so die Muße wie zu Studienzeiten. Umso schöner war es, sich mal wieder richtig Zeit dafür zu nehmen. Jetzt geht es aber mit voller Kraft ans Aufräumen.


Oh, ich bin heute so lesefaul 😉 Nach dem Aufräumen (immerhin, das hat funktioniert) haben wir uns was Leckeres gekocht (Couscous mit Pilzen und Paprika) und ich wollte eigentlich ein Foto machen, aber ähnlich wie bei Susanne gestern war der Hunger dann größer 😀

Darauf sind wir ein wenig vor der Glotze versumpft: Erst kam eine wirklich schön gemachte Australiendoku (zwei Herren im Unimog unterwegs, um Flora und Fauna mit der Kamera einzufangen), dann haben wir die letzte Folge von Gotham auf Netflix geschaut. Ich bin froh, damit fertig zu sein: Die erste Staffel hat mir noch gut gefallen, aber bei der zweiten war mir ziemlich schnell klar, dass das nichts mehr für mich ist. Zu viel unnötige Dramatik und panzergroße Löcher in der Logik. Meinem Freund zuliebe habe ich aber weiter mitgeschaut. Im Gegenzug muss er mit mir iZombie anschauen, und zwar im Original. Gute Kompromisse sind alles in einer Langzeitbeziehung 😀

Ein wenig habe ich auch in A Song for Arbonne gelesen, bin aber zwei Kapitel hinter meinem Wunschziel. Das werde ich wohl nicht mehr aufholen können. Die Handlung nimmt ordentlich an Spannung zu, da kommen Sachen zutage … das kann noch heiter werden.

Ich werde meinen Liebsten wohl jetzt an seine Pflicht bezüglich iZombie erinnern und dann noch mit einem Buch, das weniger wuchtig ist als A Song for Arbonne, im Bett verschwinden. Euch noch einen schönen Abend und einen guten Start in die Woche!

Herbstlesen: Plötzlich Freizeit

Eigentlich sollte ich dieses Wochenende bei meiner Familie verbringen, damit wir Sonntag einen Gutschein für eine Flugstunde einlösen können. Doch die Wettervorhersage lässt keine Hoffnung, dass daraus etwas wird. Stattdessen widme ich mich (neben meiner Bügelwäsche …) meinem SuB und lese dieses Wochenende wieder bei Winterkatzes Herbstlesen mit.


Aktuell stecke ich in Jules Vernes Meistererzählungen. Den Band habe ich mal bei einem Bibliotheksbasar gekauft und mir fehlt noch die letzte Geschichte, Der ewige Adam. Diese sollte ich heute problemlos auslesen können.

Mein aktuelles Hörbuch ist Verstand und Gefühl von Jane Austen. Damit bin ich schon weiter fortgeschritten, möchte aber nicht hindurchrauschen.

Ich möchte auch noch Never let me go von Kazuo Ishiguro beginnen. Das Buch hatte ich sowieso für diesen oder nächsten Monat angepeilt. Dass Ishiguro jetzt (endlich) den Literaturnobelpreis bekommen hat, nehme ich mal als Zeichen 🙂


Und ich habe auch schon den Verne ausgelesen. Er endete etwas düster. Insgesamt war ich leider nicht so ein Fan der Kurzgeschichten. Sie sind sehr vollgestopft mit Ideen, die dann keinen Platz für sich haben. Es ist aber interessant, wie sehr Verne doch in seiner Zeit verwurzelt ist: Zum Beispiel taucht immer wieder Kolonialismus als Thema auf.

Ich werde jetzt erst mal ausgiebig frühstücken und mich dann in Never Let Me Go vertiefen. Vielleicht fange ich auch noch ein weiteres Buch an, damit ich was zum abwechseln habe. Vielleicht Untenrum frei von Margarete Stokowski. Wie konnte ich nur A Song for Arbonne vergessen?! Das passiert, wenn man vorm Frühstück postet 🙂 Natürlich werde ich darin weiterschmökern, das sollte genug Abwechslung zu Ishiguro bieten.


Ein wenig habe ich jetzt doch in A Song for Arbonne gelesen, brauche aber immer noch länger als gewöhnlich. Aber egal, damit habe ich mich abgefunden. Ich mag den neu eingeführten Charakter Lisseut (eine Sängerin), einfach weil sie ganz neue Aspekte in Kays Welt hervorbringt. Später werde ich bestimmt noch weiterlesen, jetzt ist mir aber nach Abwechslung. Ich habe schon einige Zeit am Computer vertrödelt und telefoniert, aber es nützt nichts: Die Wäsche ruft. Wenigstens werde ich mit Jane Austen in bester Gesellschaft bügeln!


So! Der Wäscheberg ist bewältigt. In Verstand und Gefühl habe ich einen größeren Wendepunkt in der Geschichte erreicht und hatte es mit einigen unausstehlichen Charakteren zu tun. Als nächstes bin ich auf Never Let Me Go neugierig, bin aber gerade etwas platt und würde am liebsten einen Film ansehen. Demnächst sollte auch das Essen eintreffen (wir sind heute extrafaul und haben was bestellt).


Jetzt habe ich den restlichen Abend doch andere Sachen gemacht als zu lesen. Manchmal ist das halt so. Morgen dann auf ein Neues. Gute Nacht 🙂

Herbstlesen 2017: Wochenend und Sonnenschein

Winterkatzes Herbstlesen Oktober 2017Oktoberzeit heißt Herbstlesen! Bei Winterkatzes schöner Tradition bin ich natürlich wieder gerne dabei. Mich erwarten diesen Monat Familienbesuche, ein Ausflug nach Frankfurt und der Dewey Lesemarathon. Trotzdem will ich wenigstens an einigen Tagen dabeisein. So wie heute.


Mein Freund und ich haben heute einen kleinen Ausflug zu einer Talsperre geplant; zum Glück spielt das Wetter heute mit, nachdem es gestern nur geschttet hat. Daher werde ich erst heute abend eure Beiträge lesen und kommentieren können. Dann möchte ich selber auch noch ein bisschen schmökern:

A Song for Arbonne von Guy Gavriel Kay hatte mir Neyasha ans Herz gelegt und auch auf ihrem Blog vorgestellt. Da meine Ausgabe recht wuchtig ist, komme ich nur sehr langsam vorwärts, denn meine Primetime beim Lesen ist eigentlich die Bahnfahrt zur Arbeit, wohin ich den Wälzer aber nicht schleppen will. Bisher gefallen mir das Setup und Kays Scheibstil sehr gut.

Dann habe ich noch, perfektfür den Oktober, mit Ray Bradbury’s Something Wicked this Way Comes angefangen. Auch hier bin ich noch nicht weit, aber die opulente anspielungsreiche Sprache hat mich von der ersten Seite gefesselt.

Nach dem Ausflug melde ich mich wieder und wünsche schon mal allen Teilnehmern einen entspannten (Lese-)Tag!


Leseabend

Nach einem schönen Tag draußen bin nun bereit für einen Abend auf der Couch! Leider konnte man an der Talsperre nicht bis ans Wasser (nicht mal sehen konnte man es, dafür aber riechen! So wunderbar frisch!). Aber der Wald war richtig verwunschen und ich habe ein paar Pilze gefunden. Ich sammle zwar keine Pilze, fotografiere sie aber gerne:

Pilzparade vom Waldspaziergang
Sind die nicht schön?!

Erst durch eine Gedenktafel am Wegesrand haben wir erfahren, dass für die Talsperre wohl eine große Umsiedlungsaktion stattfand. Ich stelle es mir unfassbar traurig vor, seine Heimat so unwiederbringlich zu verlieren.

Wiehltalsperre Gedenktafel
Zum Lesen vergrößern

Nach dem Tag draußen kuschle ich mich jetzt schön mit Tee und A Song for Arbonne auf die Couch und mache noch eine Blogrunde.

The full awfullness of the sea. Moby-Dick Leselog 06

Moby-Dick Leselog

{Kapitel 54-70}

Ich dachte, ich teile an dieser Stelle mal meine Notizen zum Buch. Damit ich den Überblick behalte, mache ich mir nach jedem beendeten Kapitel eine kurze Notiz zum Inhalt desselben. Am Anfang des Buchs war das noch schwierig, weil Dinge passiert sind. Inzwischen … sehe ich das locker.

  • 54 ellenlange Story in der Moby-Dick einen Seemann verspeist
  • 55  alle falschen Darstellungen von Walen
  • 56 Darstellungen von Walen in Büchern
  • 57 noch mehr Waldarstellungen!
  • 58 die gefährliche See (Athmo!)
  • 59 nächtliches Treffen auf den Squid
  • 60 Exkurs Walfangleine
  • 61 Stubb fängt einen Wal
  • 62 Harpuniere sollten nicht rudern müssen
  • 63 Teil an dem die Harpune festgemacht sind
  • 64 Stubb will Walsteak; der unfähige Koch wird gescholten
  • 65 über das Essen von Walen und warum es nicht schlechter ist als andere Steaks
  • 66 nachts Walleiche vor Haien schützen
  • 67 Beginn der Verarbeitung des Wals
  • 68 Walhaut (groß! Und ekelig)
  • 69 Was vom Wale übrig blieb
  • 70 Ahab versucht, dem toten Wal sein Geheimnis zu entlocken (k.A. was)

Moby-Dick wird weiterhin als menschenfressender Wal dargestellt, sodass ein Sinn von Suspense entsteht, ohne dass es einen Kriminalfall dazu gäbe. Echt interessant, das. Dafür schieben sich immer wieder eher zähe Exkurse zu Einzelheiten an einem Walfängerschiff dazwischen oder Vorgehensweisen bei der Jagd. Die ganzen Details zur Verarbeitung des Wals waren für mich als Vegetarier wirklich abstoßend und ich habe nicht so genau aufgepasst wie sonst. Im Grunde wollte ich nur, dass das Thema endlich zu einem Ende kommt.

Sowohl Queequeg als auch Ahab tauchen nur am Rande auf und selbst der Erzähler Ishmael tritt meist in den Hintergrund, wenn er von dem Leben auf See berichtet. Das sorgt für zusätzliche Längen, denn meistens sind die Kapitel ohne Dialog. Eine schöne Ausnahme war die Unterhaltung zwischen Stubb und dem Koch. Stubb hat gerade einen Wal gefangen und verlangt nun (mitten in der Nacht) ein Stück davon als Steak. Dem Koch gelingt es nicht und Stubb gibt ihm auf seine humorvolle Art zu verstehen, dass er wohl kaum ein Koch sei, wenn das vor ihm ein Steak sein solle. Sein Rezept:

Hold the steak in one hand, and show a live coal to it with the other; that done, dish it; d’ye hear?

Am seltsamsten aber war das 54. Kapitel, „The Town-Ho’s Story“. Es ist eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte: Ursprünglich haben Walfänger der Town-Ho die Geschichte im Vertrauen an einen Harpunier der Pequod weitergegeben. Der hat aber im Schlaf geredet und musste dann später wach die Lücken füllen. Das Kapitel ist aber als Protokoll einer Unterhaltung zwischen Ishmael und Seemännern in Lima geschrieben, denen er die Story zwei Jahre nach seiner fatalen Reise erzählt.

Durch ein mysteriöses Leck muss die Town-Ho den nächsten Hafen aufsuchen. Durch viele, viele Wirren hinweg gibt es ein direktes Treffen auf Moby-Dick, der einen der Anteilseigner verschlingt. Ich weiß einfach nicht, was mir dieses Kapitel sagen will, denn jede Figur, die hier auftaucht, hat Dreck am Stecken. Der Wal als eine Art göttliche Rachefigur fällt also raus, weil jeder ein Täter ist, aber nur einer getötet wird. Puuh, da fällt mir einfach nix zu ein.

Random Quote

(über den abgetrennten Walkopf von Stubbs Fang): The head looks a sort of reproachfully at him, with an „Et tu Brute!“ expression.

Deweys 24 Hour Readathon April 2017

Dewey 24 hour readathon April 2017So … in wenigen Minuten geht es los! Ich habe schon meine Leseecke vorbereitet, den Bücherstapel und Snacks griffbereit und warte jetzt nur noch auf den „Gong“. Um 14 Uhr startet für mich der erste 24-Stunden-Lesemarathon meines Lebens 🙂

Ich werde im Verlauf des Lesemarathons hier und auf Twitter über meinen Stand berichten. Allen Teilnehmern wünsche ich viele schöne Lesestunden!

Samstag, 17 Uhr: Buch eins beendet!

Gerade bin ich mit Die Seltsamen von Stefan Bachmann fertig geworden. Mein Eindruck während dem Lesen hat sich bestätigt: Kein Lesehighlight für mich, aber ein paar schöne Ideen und Wendungen.

Zwischendurch habe ich auch etwas auf dem Balkon gesessen. Jetzt möchte ich, mit einem Hörbuch bewaffnet, einen kleinen Spaziergang machen, denn das Wetter ist doch noch schön geworden. Ich werde Further Chronicles of Avonlea von L.M. Montgomery hören. Die erste Geschichte habe ich gestern schon gehört und es ist wieder der typische Montgomery-Ton, den ich so gemütlich finde und auf den ich mich freue. Zwischendurch habe ich auch ein wenig in Han Kangs Die Vegetarierin gehört, ein wuchtiges Buch.

Übrigens kann ich im Moment zwei weitere Teilnehmer im deutschsprachigen Raum ausmachen: Natürlich Neyasha und dann noch Taaya.

Samstag, 20:30 Uhr

Deweys Readathon WetterIn der Zwischenzeit bin ich mit meinen Hörbüchern weitergekommen, die mir beide gut gefallen, und habe einen Comic über die jüdische Gemeinde in Rendsburg gelesen und beendet. Vor allem Montgomery’s Kurzgeschichten reißen mich gerade mit. Die bekannten Namen und wiederkehrenden Themen sind zwar nicht originell, aber es ist ein bisschen wie nach Hause kommen, weil ich alles schon so gut kenne, ohne exakt diese Geschichten bereits gelesen zu haben.

Als nächstes nehme ich mir doch mal Die Schule der Rätselmeister vor.

Samstag, 23:00 Uhr

Ich habe mich jetzt in mein Bett verkrochen und bin inzwischen fast halb fertig mit Die Schule der Rätselmeister. Beim zweiten Anlauf ist es doch viel unterhaltsamer, auch wenn der Einstieg mit all den Namen und Orten echt schwierig war. Ich werde noch ein wenig weiterlesen und mich dann aufs Ohr hauen. Daher melde ich mich erst wieder morgen früh. Gute Nacht!

Sonntag, 09:00 Uhr

Frühstück und Patricia McKillip!

Deweys readathon Frühstück

Sonntag, 12:00 Uhr

Ich bin gerade fertig geworden mit Die Schule der Rätselmeister und es hat mir wirklich gut gefallen! Nachdem ich den etwas schwierigen Anfang überwunden hatte und eigentlich nicht viel erwartete, entfaltete sich eine immer komplexer werdende Geschichte. Das Buch ließ sich nicht so schnell lesen, wie für einen Lesemarathon passend wäre, aber ich bin trotzdem froh, es jetzt und in einem Rutsch gelesen zu haben.

Als nächstes will ich Further Chronicles of Avonlea beenden, womit ich in der Zwischenzeit schon zu zwei Dritteln durch bin. Und dann lese ich entweder noch etwas in Rejected Princesses oder Moby-Dick oder ich fange doch noch mit Maus an – im Moment kann ich mich nicht entscheiden!

Sonntag, 14:00 Uhr

Und schon ist der Readathon zu Ende! Leider bin ich nicht mehr ganz fertig geworden mit Further Chronicles of Avonlea, mir bleiben noch an die 40 Minuten. Beim Hören habe ich das Wohnzimmer auf Vordermann gebracht und so noch etwas Nützliches geschafft 🙂

Während Dewey’s habe ich insgesamt gelesen:

Die Seltsamen (vor Dewey’s begonnen, beendet): 184 Seiten
Die Schule der Rätselmeister (beendet): 246 Seiten
Rendsberg Prinzessinstraße (beendet): 54 Seiten
Die Vegetarierin (vor Dewey’s begonnen): 21-58/108 = 1:48 h
Further Chronicles of Avonlea (vor Dewey’s begonnen): 3-26/30 = 5:35 h

Insgesamt 484 Seiten und 7 Stunden und 13 Minuten Hörbuch habe ich in dieser Zeit verschlungen. Ich war wohl etwas über 17 Stunden aktiv dabei.

Es hat mir viel Spaß gemacht, mich mal in aller Ruhe allein aufs Lesen zu konzentrieren. So kam ich auch zu Titeln, die ich ein wenig vor mir hergeschoben habe; siehe McKillip. Ich habe immer noch keine Ahnung,m wie es einige Teilnehmer schaffenm, 24 Stunden ohne Schlaf auszukommen und noch zu kapieren, was sie da lesen und werde es wohl nie selber probieren, aber ich bin hoffentlich beim nächsten Mal im Oktober wieder mit dabei 🙂

So, und jetzt höre ich noch mein Hörbuch zu Ende und wer weiß, vielleicht lese ich dann einfach auf dem Balkon weiter!