In English, please: Neuzugänge IV/2018

Dieser Beitrag sollte eigentlich letzte Woche erscheinen. Leider hat die Technik nicht mitgespielt und den Beitrag einfach auf Entwurfsstatus gelassen. Daher nun ein leicht verspäteter Neuzugänge-Post!


Geeks doing good

Eric Carter Reihe von Stephen Blackmoore

Ich hoffe, ihr kennt Worldbuilders, die alljährliche Spendenaktion von Pat Rothfuss, bei der man nicht nur Gutes tut, sondern auch alle möglichen coolen Dinge gewinnen kann? Ich habe 2017 gespendet und dank DHL bis zum Juli 2018 warten müssen, bis ich endlich meinen unverhofften Losgewinn in Händen halten konnte: Die ersten drei Bänder der Urban Fantasy Reihe um Eric Carter von Stephen Blackmoore.
Ich gebe zu: Gekauft hätte ich sie mir nicht. Aber wie mit jeder Urban Fantasy habe ich nun den Drang, ihr eine Chance zu geben, Merlin weiß warum.

Signiert wider Willen

Radiance Catherynne Valente

Bei Amazon bekomme ich irgendwie nie zugesendet, was ich bestelle: Radiance von Catherynne M. Valente wurde trotz wachsender Bekanntheit in unseren Breiten nie übersetzt, daher habe ich es online bestellt. Ich spekulierte auf eine unspektakuläre Taschenbuchausgabe. Was bei mir ankam: Ein leicht zerfleddertes Hardcover, von der Autorin signiert! Was mich dazu bewog, mich doch nicht zu beschweren 🙂

Aber zum Buch: Es geht um eine Dokumentarfilmerin in einer alternativen Zukunft, in der der Farbfilm noch nicht existiert, die durch das All reist und fremde Kulturen per Kamera erforscht. Oder so. Es ist SciFi und es geht um Film, mehr muss ich auch nicht wissen!

Aus dem Tauschregal entführt

Der kleine Freund und Der Engel mit dem Schwert

Unser lokales Büchertauschregal steht vor der Bäckerei. Darum ist für mich jeder Brotkauf mit einem gewissen Risiko verbunden. Und im Oktober wurde ich wieder mal fündig: Donna Tartts Der kleine Freund ist ihr letzter von mir noch ungelesene Roman. Obwohl ihre Geschichten nicht unbedingt meine Heimatgenres sind, saugt mich ihr Erzählstil immer komplett in das Buch.

Und dann war da noch Der Engel mit dem Schwert von C. J. Cherryh: Von dieser SF-Autorin höre ich immer wieder mal, aber was da im Tauschregal stand, sah eher nach Fantasy aus. Es spielt auf einem Planeten (daher SF?), der Venedig ähnelt und die Hauptfigur ist eine Schmugglerin zu Wasser, die unverhofft gefährliche menschliche Fracht an Bord in Form eines bedrohten Adligen mit Namen Mondragon hat. Irgendwie klang es ganz cool.

Großeinkauf in London

An Urlaube erinnere ich mich mittels Fotos, Reisetagebuch und – Büchern. Und in London kann man so verdammt gut Bücher shoppen! Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass alle Bücher Second-Hand-Ware sind. Bei dem aktuellen Wechselkurs bezahlt man ja nix 😉

Neue Bücher: Christopher Priest und Ursula Le Guin

Frei nach dem Motto „Mehr davon bitte“: The Affirmation habe ich blind ausgewählt, weil ich ein weiteres Buch von Christopher Priest lesen möchte. Anfang des Jahres war ich von The Prestige schwer begeistert. Hier geht es wohl um einen Typen, der mit einer Autobiographie beginnt und dann an der eigenen Erinnerung zweifelt oder so. Ich bin sicher, es wird wieder ein großartiges Vexierspiel, mehr muss ich auch nicht wissen.

Ursula K. Le Guins The Word for World is Forest habe ich mitgenommen, weil ich eindeutig mehr Le Guin lesen sollte. Nachdem ich diesen Frühling durch alle Erdsee-Bände geprescht bin, habe ich einige vereinzelte Texte von ihr gelesen und brauchte mehr. Dies scheint mir eine Kurzgeschichtensammlung zu sein, und die sind auf Deutsch schwer zu bekommen.

Entdeckt: Mythago Wood und The Female Man

Zwei golden Oldies: Mythago Wood von Robert Holdstock ist ein älteres Fantasybuch, von dem ich erst seit kurzem weiß. In einem alternativen England existiert ein kleiner Wald, in dem die Zeit anders läuft und der schon viele Menschen verschlungen oder wenigstens für immer verändert hat … Vielversprechend, oder?

The Female Man (Joanna Russ) ist ein Klassiker feministischer Science Fiction. Es geht um vier Frauen aus buchstäblich verschiedenen Welten, die aufeinander treffen.

Drei Buch-Schnäppchen: The Wolves of Willoughby Chase, Grief is the Thing with Feathers und Uncommon People

Joan Aikens The Wolves of Willoughby Chase habe ich nie gelesen, der Titel kam mir aber bekannt vor. Die Story klingt sehr interessant, mit einem alternativen England 1832, in dem es jede Menge Wölfe gibt, aber auch eine Zugverbindung Dover-Calais existiert. Die Illustrationen haben mich zum Kauf anmiert. Klingt nach einem perfekten Winterbuch.

Grief is the Thing with Feathers (Max Porter) ist ein Gedichtband, den ich schon länger auf dem Radar hatte. Da es um Trauer geht, frage ich mich allerdings, wann wohl der richtige Zeitpunkt ist, ihn zu lesen?

Und zuletzt ein Frustkauf: Uncommon People (David Hepworth) habe ich mitgenommen, weil ich das Buch, das ich schon seit Jahren suche, noch immer nicht gefunden habe. Die Rede ist von „All the Mad Men“ über die Subkulturen im London der Sechzigerjahre. Ich hoffe, dieses Buch über stilprägende Rockmusiker seit den Anfängen der Rockmusik bis zum Grunge war kein Fehlgriff.

Das Weihnachtsgeschenk

Nach dem Berg an Mitbringseln war ich froh, zu Weihnachten nur dieses eine Buch zu bekommen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es 750 Seiten schwer ist. Peter Ackroyds London. Die Biographie hatte ich schon an die zehn Jahre auf dem Schirm, aber den Wälzer auszuleihen wäre viel zu unpraktisch gewesen. Wie gut, dass mir dieser Weihnachtswunsch erfüllt wurde. Ich sehe mich schon mit Highlighter und Stift darin schmökern!


Und welche Bücher sind bei euch neu dazu gekommen, auf die ihr euch freut? Kennt ihr eines meiner neuen Bücher und könnt vielleicht Tipps geben, mit welchem ich unbedingt anfangen sollte? Oder welches Buch sich für welche Jahreszeit eignet?

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