#Horrorctober 4/13: 90er Horrorkomödien Part 1

#Horrorctober Returns! 2018Wer erinnert sich noch an dieses Genre? Bevor alles per VFX in Grau- und Brauntöne getaucht wurde und den Figuren die Oneliner genommen wurden, um uns zu zeigen, wie ernst alles ist? Ich jedenfalls dachte, es wäre mal ganz gut, das Gedächtnis aufzufrischen, und ich habe zu diesem Zweck The Frighteners (1996) und Die Mumie (1999) erneut angeschaut. Hier #Horrorctober Beweisstück 4: The Frighteners.

Peter Jackson vor Mittelerde: In The Frighteners bekommt es der verwitwete Frank Bannister mit einem mordenden Gespenst zu tun. Da er als einziger in der Lage ist, den Geist zu sehen, muss er seine Heimatstadt vor dieser Plage bewahren und allen beweisen, dass er selbst nichts mit den mysteriösen Toden zu tun hat.

Michael J. Fox ist hier in absoluter Höchstform! Er hantiert mit Geisterjägerutensilien, kriegt Nervenzusammenbrüche, kämpft, fährt unsagbar schlecht Auto und muss wiederbelebt werden. Kurz: Der Mann macht alle Emotionen durch, die die Palette menschlichen Lebens zu bieten hat.

Ein weiterer Pluspunkt sind die visuellen Effekte. Man glaubt kaum, dass der Film schon über 20 Jahre auf dem Buckel hat (bis auf eine Szene, aber hey). Ganz im Gegenteil: Weta wusste schon damals, was sie drauf haben, und geben regelrecht damit an. In einem Film diesen Jahrgangs würde man nicht dermaßen viele bearbeitete Frames erwarten. Ständig wird hier durch Wände gegangen, Geister werden verhexelt, überfahren und enthauptet, nur um sich dann vor laufender Kamera wieder zusammenzusetzen.

Nicht zuletzt hat The Frighteners einen Platz in meinem Herzen, weil die weibliche Hauptrolle (Trini Alvarado) sich selbst zu helfen weiß und nicht nur als Plot Device im Skript auftaucht.

Und als kleines Schmankerl taucht der sadistische Sergeant aus Full Metal Jacket (Lee Ermey) hier als Verstorbener auf dem Friedhof auf, der es immer noch sehr genau nimmt mit der Disziplin.

Es gibt auch Kritikpunkte wie eine nicht sehr originelle Story, einer Reihe bedienter Klischees und nicht genug Grusel: Frank verdient seine Brötchen als Geisterjäger. Der Trick: Einige bereits ins Jenseits gegangene Kumpels lassen ein bisschen Besteck durch die Luft schweben und Klodeckel klappern und schon glauben die Besitzer, in ihrem Haus spuke es. Da aber so die Geister als freundliche Nebenrollen auftauchen, schafft es der Film nicht, richtig gruselig zu werden. Da Jackson als großer Horrorfan und mit dem ein oder anderen Eigenwerk des Genres hier bereits Erfahrung hatte, wundert es mich, wie wenig finster der Film ist. Ich könnte mir aber vorstellen, dass hier die Geldgeber einen Riegel vorgeschoben haben.

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