#Horrorctober 10-11/13: Eine Frage der Genetik

#Horrorctober Returns! 2018

Die Fliege (1986)

David Cronenbergs Klassiker des Body Horror war schon lange auf meiner Watchlist, obwohl ich wusste, dass es mir den Magen umdrehen würde. Aber nun siegte die Neugier.

Jeff Goldblum spielt einen genialen, aber schüchternen Wissenschaftler, der an einer bahnbrechenden Erfindung arbeitet: Ein Teleporter. Zunächst kann er nur unbelebte Objekte teleportieren, doch sein Ziel ist es, das Transportwesen, wie wir es kennen, zu revolutionieren. Am Ziel seiner Träume teleportiert er sich selbst – blöd nur, dass mit ihm im Telepod eine Hausfliege eingesperrt ist. Auf dem Teleporter wird ein Gen-Splicer und das Ergebnis ist gar. nicht. gut.

Now you tell me: Am I different somehow?

Ich habe ein Herz für handgemachte Spezialeffekte. Ich habe auch ein Herz für Jeff Goldblum. Darum musste ich Die Fliege sehen. Er gehört aber zu den Filmen, die ich nie wieder sehen muss. Er ist absolut eklig, aber das ist im Grunde das einzige, was sich dagegen sagen lässt. Gut, die Form und Funktionsweise von Computern in dem Film ist herzallerliebst, aber dafür dafür gibt es neben dem Ekel/Grusel auch philosophische Ansätze und eine junge Geena Davis. Und Jeff Goldblum tut, was Jeff Goldblum halt so tut. – Keine Empfehlung, aber doch unweigerlich klassischer Horror.

Auslöschung (2018)

Nach einem Kometeneinschlag an der Küste wird ein immer größeres Areal vom „Schimmer“ befallen – ein schön anzusehendes Lichtphänomen, dass aber ungeahnte Konsequenzen in der befallenenen Natur hat. Natalie Portman spielt eine Medizinprofessorin und Ex-Soldatin, die dem Schimmer auf den Grund gehen will, nachdem ihr Mann, ebenfalls Soldat, in dem Gebiet erst verschollen geht und dann nach 12 Monaten vollkommen verändert und mit inneren Blutungen wiederkehrt.

Mit einer Gruppe anderer Wissenschaftlerinnen dringt sie in das von der Natur zurückeroberte Territorium vor, das vom Schimmer befallen ist, doch schon nach kurzem befällt alle ein unheimliches Gefühl. Sie haben Erinnerungslücken, treffen auf seltsame Tiere, deformierte Pflanzen. Und Hinweise auf schreckliche Ereignisse, die das Verschwinden aller vorangegangener Missionen erklären und doch unglaublich sind.

Anfang des Jahres las ich Auslöschung von Jeff Vandermeer und war vollkommen in der magischen, seltsamen Athmosphäre des Southern Reach gefangen. Ich ahnte bereits, dass die Verfilmung das Buch eher als Ausgangspunkt für eine eigene Geschichte nehmen würde: Vieles im Original eignet sich nicht für filmisches Erzählen, wie das Entziffern von Inschriften. So hatte der Film viel Neues zu bieten, selbst wenn man das Buch kennt. Für mich war es das zweite Anschauen, da ich den Film bereits bei seinem Erscheinen (in Europa ja leider nur auf Netflix) angesehen hatte.

Ich gebe zu, dass ich beim ersten Ansehen die ganze Zeit über Angst hatte, dass etwas Unerwartetes passiert. Die Frauen begeben sich in vollkommen unkartiertes Gelände und verstehen ihre Umwelt und zunehmend sich selbst nicht mehr. Das sorgt für viel Spannung. Dieses Mal konnte ich mich mehr auf die wunderschön gestalteten Bilder konzentrieren und habe einige Details bemerkt, die mir beim ersten Mal entgangen waren. Meine einzige Kritik an dem Film, der wunderbar enigmatisch bleibt, ist die große Brutalität, die in einigen wenigen Szenen auftritt. Ich kann mir vorstellen, dass dies eine bewusste Entscheidung der Macher war, als Gegensatz zu der schönen wenn auch sich dekonstruierenden Natur, aber ich bin nun mal kein Fan von überflüssiger Zurschaustellung von Gewalt. Trotzdem finde ich Auslöschung sehr sehenswert.

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