#Horrorctober 6+7/13: 28 Days Later + 28 Weeks Later

#Horrorctober Returns! 2018

28 Days Later: Britischer Horror

„28 Days Later“ war einer der wenigen Filme von Danny Boyle, die ich noch nicht gesehen hatte. Das liegt wohl daran, dass er der Regisseur eines meiner Lieblingsfilme ist („Trainspotting“). Für den Horrorctober habe ich diese Lücke geschlossen.

28 Days Later DVDAls Jim Tage nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus aufwacht, ist die Welt nicht mehr dieselbe: Im ganzen Gebäude ist niemand mehr, und auch die Straßen Londons sind wie leer gefegt. Ein Virus hat den größten Teil der Bevölkerung in kürzester Zeit zu Zombies werden lassen. Auf der Suche nach einem Unterschlupf muss Jim über sich hinauswachsen.

London mal komplett leer zu sehen, ist schon für sich irgendwie unheimlich. Wenn man hinter jedem schummrigen Eingang mörderische Zombies vermutet natürlich erst recht. Danny Boyles Zombiefilm ist aber erstaunlich ruhig und fast schon dokumentarisch gedreht. Zum Glück bleibt einem die Shaky Cam à la „Blair Witch Project“ erspart. Aber der Film wurde auf DV, einem frühen Digitalformat, aufgenommen, wodurch er einer der ersten digitalen Filme war und besonders nach heutigen Standards sehr grobkörnig daherkommt.

Überrascht hat mich vor allem der Verlauf der Story, auf den ich natürlich nicht weiter eingehen kann, ohne zu spoilern. Aber wer „Der Tag der Triffids“ gelesen hat, wird sich schnell zurechtfinden. Einige Wendungen waren mir etwas zu offensichtlich, aber insgesamt und gemessen an allen Horrorfilmen, die ich gesehen habe, gehört dieser definitiv zu den schlüssigsten. Am Ende war es ein für sein Budget echt gelungener, mal etwas anderer Horrorstreifen. Bonuspunkte für die britische Landschaft!

… und sein blöder Zwilling 28 Weeks Later

Und da wir uns die Doppel-DVD mit „28 Weeks Later“ drauf geliehen hatten, haben wir direkt weiter geschaut. Zwar wusste ich, dass diese Fortführung des Geschichte um den Rage Virus nicht viel mit dem Original zu tun hat, aber die Gelegenheit war günstig und der Abend noch jung.

„28 Weeks Later“ ist die lautere, brutalere, unsinnigere Fortführung von „28 Days Later“. Plötzlich gibt es Leute, die gegen das Virus immun sind und vor allem jede Menge Charaktere, die sich richtig dumm verhalten. Es gibt jede Menge Schießereien, Dinge fliegen in die Luft und es fließt Blut. Sehr öde, sehr viel Quatsch. Selbst die Dialoge sind so typisch Hollywood, irgendwie künstlich und voll daneben. Kommt in die Kategorie gesehen, abgehakt, vergessen.

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