Dewey’s 24 Hour Readathon Oktober 2018

Ich habe sehr schlecht geschlafen, aber das hält mich nicht davon ab, heute ab 14 Uhr (jetzt!!) einen 24-Stunden-Lesemarathon mitzumachen. Beim Dewey’s liest die ganze Welt in 24 Stunden möglichst viel bzw. möglichst lange. Für mich heißt es einfach, einen entspannten Tag mit Tee und Buch zu verbringen.


Lesematerial

Ich hatte überlegt, „Kissing the Witch“ von Emma Donoghue zu meinem Hauptbuch dieses Wochenende zu machen. Darin erzählt die Autorin von „Raum“ Märchen feministisch neu. Allerdings bin ich im letzten Akt von „Die Flüsse von London“ und gerade macht das Buch zu viel Spaß, als dass ich es aus der Hand legen könnte. Mein erstes Ziel wird also sein, diesen Roman zu beenden, denke ich. Als ewiger Begleiter im Hintergrund könnte ich auch noch ein paar Dutzend Seiten von „Polgara die Zauberin“ lesen, das aber nur als Lückenfüller.

Bevor ich jetzt noch mehr Zeit mit Tippen verbringe, verabschiede ich mich erst mal nach London, wo der Polizist/Zauberlehrling Peter Grant sich mit Flussgöttern und Papierkram herumplagt … Ich melde mich später wieder. Ob ich bei einer der Challenges teilnehme, entscheide ich spontan!


17:00 Uhr – Die Flüsse von London

Cover Die Flüsse von LondonGerade habe ich die letzte Seite von Ben Aaronovitschs Urban Fantasy Krimi ausgelesen. Ich hatte Spaß beim Lesen und bin dem Autor bzw. seinem Übersetzer für seinen flüssigen Schreibstil dankbar. Ob ich mich in ein paar Wochen noch gut an die Einzelheiten erinnern werde, ist allerdings noch nicht ausgemacht. Ein paar Fragen blieben am Schluss dennoch unbeantwortet: Jetzt wüsste ich zum Beispiel gerne mehr über Nightingale, Peters Lehrmeister in magischen Dingen. Sein Platz in diesem Roman war knapp bemessen.

Ich denke, ich werde mich jetzt ans Kochen machen (Ofenkürbis mit Feta und Rosmarin, mjam!) und dabei auf mein aktuelles Höbuch umsteigen. Das habe ich bisher zu erwähnen vergessen: Ich habe vor Kurzem mit „Mister Aufziehvogel“ von Haruki Murakami begonnen. Bisher bin ich noch nicht wirklich begeistert, bin aber auch erst ganz am Anfang. Die bizarren Details entfalten sich also noch ohne Zusammenhang 🙂

20:00 Uhr – Kissing the Witch

Ich lese begeistert die Märchen in „Kissing the Witch“ und fliege nur so durch das Buch. Erstaunlich ist nicht unbedingt, wie patriarchalisch geprägt die ursprünglichen Märchen sind, sondern wie schwierig ich es finde, diesen Mustern zu entkommen und Donoghues Neuerzählungen vorherzusagen.

Die erste Geschichte ist „The Story of the Shoe“, nach Aschenputtel. Es geht um eine Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter ihr eigenes Leben klein redet und sich durch Hausarbeit von ihrem Verlust ablenkt. Als eine Fremde in ihr Leben tritt, verspürt sie zum ersten Mal wieder Lebensfreude. Diese Frau bringt sie zum Lachen und ermuntert sie zu Unternehmungen. Und ja, sie tanzt mit dem Prinzen auf seinem Ball und dieser bittet sie, ihn zu heiraten. Doch sie ergreift die Flucht – ihre ‚gute Fee‘ ist ihre Traumpartnerin.


23:30 Uhr – Buch 2 beendet

„Kissing the Witch“ war ganz wundervoll! In einem Zug bin ich durch die 228 Seiten gerauscht und bin selber erstaunt, wie schnell es vorbei war. Zwar haben mir nicht alle Geschichten gleich gut gefallen, aber das Buch als Ganzes hat großen Eindruck auf mich gemacht!

Ich überlege nun, was ich mit meiner restlichen Zeit anfangen soll. Da ich schon sehr müde bin, werde ich aber nicht mehr so lange machen, sondern vielleicht nur noch etwas Hörbuch hören und die Frage nach der nächsten Lektüre auf morgen früh verlegen. Dann bin ich hoffentlich ausgeschlafen und bereit für das nächste Buch!


09:30 Uhr – Ausgeschlafen in die letzten Stunden

Gestern habe ich versucht, noch etwas „Mister Wundervogel“ zu hören, muss aber nach 10 Minuten eingeschlafen sein. Dafür bin ich jetzt ausgeschlafen und bereit für den Endspurt. Ich bin mir noch nicht schlüssig, ob ich mit „Wicked“ von Gregory Maguire anfangen oder in „Polgara die Zauberin“ weiterlesen soll. Nachher ist auch erst mal Frühstück angesagt, das bei uns am Sonntag immer vom „Sonntagsrätsel“ im Radio begleitet wird.


14:00 Uhr – Schon wieder vorbei

Und wieder geht Dewey’s Readathon zu Ende. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lesepensum und hatte schöne Bücher dabei. „Wicked“ habe ich doch nicht mehr begonnen, stattdessen habe ich noch etwas Zeit mit meinem Wälzer „Polgara die Zauberin“ verbracht.

Mein Favorit ist ganz klar „Kissing the Witch“, wozu es hier noch eine Rezension geben wird. Mit „Mister Aufziehvogel“ habe ich die letzten Minuten des Lesemarathons ausklingen lassen. Natürlich kommen auch in diesem Murakami wieder sämtliche Klischees des Autors zur Geltung, die mir inzwischen immer negativer auffallen. Ich werde aus Interesse weiterhören, aber danach wohl kein weiteres Werk des Autors mehr lesen. Aber ich schweife ab.

Zusammenfassung

Und das habe ich in den letzten 24 Stunden gelesen:

  • 170 Seiten „Die Flüsse von London“ (beendet)
  • 288 Seiten „Kissing the Witch“ (beendet)
  • 100 Seiten „Polgara die Zauberin“
  • 148 Minuten „Mister Aufziehvogel“

Jetzt bin ich froh, noch etwas von dem wunderschönen Herbstwetter genießen und mir nach dem ganzen Sitzen Bewegung verschaffen zu können. Eigentlich wollte ich heute noch ins Kino (zu „The Man who killed Don Quijote“), aber das verschiebe ich wohl zugunsten der vielleicht letzten Sonnenstunden dieses Herbstes.

2 Gedanken zu “Dewey’s 24 Hour Readathon Oktober 2018

  1. Bei mir hat es diesmal leider schon wieder nicht gepasst, dabei hatte ich mir den Readathon sogar in den Kalender eingetragen. Aber dann hatte ich am Samstagnachmittag doch etwas vor und am Sonntag war ich unglaublich erkältet und müde. Vielleicht beim nächsten Mal endlich wieder …

    Ich finde es aber super, dass du mitgemacht und auch so viel gelesen hast! „Kissing the Witch“ steht bei mir schon seit einer Ewigkeit auf der Wunschliste und jetzt rückt das Buch definitiv wieder nach oben.

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