Kleine Schritte: Oktober

In diesem Jahr habe ich einfach kein Glück mit dem Arbeitspensum: Es bleibt keine Energie fürs Lesen und Bloggen. Eine kleine Blogpause hier und da, das hat noch keinem geschadet. Aber es fuchst mich maßlos, dass ich so gar keine Kraft habe für die Sachen, die mir eigentlich am meisten Spaß machen. Darum zuerst auch ein großes DANKE an diejenigen, die hier trotzdem noch vorbeischauen. Ich weiß noch nicht, wie ich die Zeit und Lust zum Bloggen wieder finde. Dies ist kein Schlussstrich! Ich weiß nur noch nicht, wie ich es in Zukunft angehen kann.

Mir tut besonders leid, nicht mit meinem Herzensprojekt rund um Camelot fortfahren zu können. Wie man sich denken kann, ist es mit viel Recherche verbunden und dafür ist leider keine Energie da. Irgendwann möchte ich damit weitermachen, aber im Auenblick finde ich es zunehmend schwierig, überhaupt über Bücher zu reden. Ich lese kaum, beinahe alles was auf Goodreads von mir zu sehen ist, hat mit geliehenen Hörbüchern zu tun. Ich habe einfach keine Muße, mir Gedanken zu den Büchern zu machen, die ich lese, geschweige denn, diese zu formulieren. Und in den kleinen Zeitoasen zwischendrin erhole ich mich. Es wäre auch kein Spaß, in diesen Minizeiteinheiten Blogposts zusammenzutragen.

Also, was tue ich eigentlich? Ich schaue sehr viele Filme, gehe raus wenn ich kann. Ehrlich gesagt mache ich nicht viel. Gerade habe ich eine wunderbar erholsame Woche Urlaub hinter mir und darum auch mal die Kraft, mich zu melden. Ich mache mir Gedanken, was ich tun kann, um hier wenigstens ab und zu in Erscheinung zu treten, und habe mir für den Oktober Folgendes überlegt:

Eine Aktion, die ich schon lange mitverfolge, ist der Horrorctober. 13 mal Horror in jeder Form wird von den Teilnehmern vorgestellt. Ich bin zwar nicht der größte Horror-Fan, aber es gibt schon Spielarten davon, die mich begeistern. Außerdem kann ich die Aktion auch dafür nutzen, einige Lieblinge noch mal zu lesen bzw. anzusehen. Es kann also eine Art gemütlich bis finstere Film-und-Buch-Reihe werden. Als kleiner Ausblick: Slasher und Exploitation sind meine Sache nicht; der Grusel packt mich bei Geistergeschichten und Übernatürlichem. Ich mag The Others, Shining und Das Bildnis des Dorian Gray, zum Beispiel.

Die zweite Gelegenheit, sich einfach zu melden, ist natürlich Dewey’s Lesemarathon am 20. Oktober. Den lasse ich mir nicht mehr entgehen. Kissing the Witch von Emma Donoghue scheint der perfekte Buchkandidat hierfür zu sein.

Das ist erst mal die Idee, wie ich im Oktober hier ein wenig Blut durch die Blogvenen gepumpt bekomme. Auf Dauer werde ich mir natürlich etwas einfallen lassen müssen, wie ich hier regelmäßig weiterschreiben kann. Von Kommentaren auf anderen Blogs ganz zu schweigen. Wie andere mit weit stressigeren Jobs so was auf die Reihe bekommen, ist mir schleierhaft, aber meine Energiereserven sind offensichtlich schneller aufgebraucht. Und damit muss ich erst mal umzugehen lernen.

9 Gedanken zu “Kleine Schritte: Oktober

  1. Dia dhuit, Sam.
    Schön Dich wieder zu lesen. 😃
    Der vergangene „Datenschutz“-Mai hat mir einige böse Lücken die Blog Role getrieben. Einige ganz abgeschmiert, einige im hiatus & einige auf Dauerbaustelle. Ich war also bereits am überlegen, in welche Kategorie nun Dein Blog fallen können würde…
    Aber beharrliches Vorbeischauen hat sich ausgezahlt – ein Status-Post!
    Fühl Dich über das Net umarmt!

    Yep, die Arbeit – manchmal hängt sie an einem wie die sprichwörtliche Klette; dabei ist die Welt so voller schöngeistiger Dinge, die warten besehen zu werden…
    Camelot als eines davon; Artus aber scheint hier wieder nach Avalon überzusetzen.
    Das Bisherige Deines Projekts hat mir aber grossen Spaß bereitet!

    Yep, den Horrorctober kenne ich von Hitodama her – kein schlechter Ansatz also. Mir fällt in diesem Zusammenhang immer gernst der Grossklassiker des Genres ‚The Haunting‘ ein. Über fünf Jahrzehnte alt & nicht eine Spur seines Schreckens verloren. Besser noch, er lässt vieles danach (!) heute alt aussehen.

    Sieh mich einfach gespannt auf was auch kommen mag.

    bonté

    1. Danke für die lieben Worte, das ist pure Motivation in meiner Bloggerader 🙂 The Haunting also? Ist notiert, ich schaue mal, ob ich den noch auf die Schnelle aufgetrieben kriege!

  2. Mach dir nur keinen Stress, der Blog läuft dir nicht weg. 🙂 Manchmal ist es ebenso, dass die Kraft gerade mal für den Alltag reicht und für alles andere würde man eigentlich längere Auszeiten benötigen – nur kann man sich die nicht nehmen.

    Vom Horroctober hatte ich bislang nichts gehört, aber Horror ist auch nicht mein Genre. Ich bin trotzdem gespannt, welche Bücher und Filme du hier in den kommenden Wochen erwähnst.

    1. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Energie gerade fürs Bloggen nötig ist – ich unterschätze das auch nach Jahren immer noch gerne.
      Horror entdecke ich erst gerade für mich, nachdem ich festgestellt habe, was für mich Horror ist und was ich nicht sehen/lesen will. Ich habe da genaue Grenzen. Es gibt Sachen, die mich derart gruseln, dass ich nicht schlafen kann und am anderen Ende des Spektrums gibt es Dinge, die ich vielleicht abstoßend oder „heftig“ finde, aber nicht gruselig. Aber trotzdem kann ich gut verstehen, dass das Genre speziell ist und nicht für jede.

      1. Bei mir läuft es oft nebenbei, weil ich den Laptop eh den ganzen Tag laufen habe und dann ist es auch kein Problem hier und da einen Gedanken in für einen Post festzuhalten. Aber wenn ich mich bewusst hinsetzen und dafür Zeit einräumen müsste, würde ich das auch nicht so regelmäßig hinbekommen. 🙂

        Ich bin bei Filmen schrecklich anfällig für „Musik oder Kameraeinstellungen ändern sich und kündigen etwas Schreckliches an“. Ich bin dann so angespannt, dass es mich total fertig macht darauf zu warten, das wirklich was passiert. Und bei Büchern – wenn es nicht auf eine Art geschrieben ist, mit der ich dann doch fertig werde – nehme ich die Horrorelemente gern mit in den Schlaf und darauf kann ich auch verzichten.

        1. Das würde mich auch stören! Aber diese Fähigkeit lässt sich ja vielleicht auch zum Guten nutzen, mit Bettlektüre über Südseeinseln und friedliche Erlebnisse? Fast wie luzides Träumen! Mir passiert das irgendwie nie, oder Elemente von Geschichten tauchen Monate später in einem Traum auf …

          1. Leider lässt sich das so nicht steuern und ich neige eher dazu Albträume zu haben, als nette und entspannte Nächte. Da passe ich dann doch lieber auf, was ich wann schaue oder lese. 😉

  3. Ich kann dich sehr gut verstehen. In den letzten Wochen hat mir die Arbeit auch nur wenig Energie zum Bloggen gelassen – nicht nur aus Zeitgründen (viele Dienstreisen), sondern auch, weil ich einige unschöne Dinge aus der Arbeit zuhause nicht aus dem Kopf bekam. Bei mir wird es jetzt zumindest von der Zeit her wieder besser; mal sehen, ob ich bei den anderen Stressfaktoren bessere Wege finde, damit umzugehen.

    Auf jeden Fall wünsche ich dir sehr, dass auch bei dir das Arbeitspensum in nächster Zeit endlich mal weniger wird und du wieder mehr Energie und Kraft für das findest, was dir Spaß macht. Abgesehen davon würde ich mich aber vom Blog nicht stressen lassen. Wenn du eine Pause brauchst, dann brauchst du eben eine Pause.

    Ich wünsch dir alles Gute und pass auf dich auf, damit dich der Stress nicht ganz auffrisst!

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