Dewey’s 24 Hour Readathon April 2018

Dewey's April 2018 SuB
Zum inzwischen dritten Mal nehme ich heute am weltweiten 24-Stunden-Lesemarathon teil. Man kann also inzwischen von einer Tradition sprechen. Um 14 Uhr geht es hier los. Snacks und Getränke stehen bereit, der Lesestapel ist parat und ich lese mich schon mal ein bisschen warm 🙂


Ein SuB für alle Fälle

Wie die letzten Male möchte ich ein Buch komplett lesen. Dazu habe ich Auferstehung der Toten gewählt, den ersten Brenner-Krimi. Möglicherweise beschließe ich aber auch noch, stattdessen Belgarath der Zauberer fertig zu lesen, da habe ich noch 300 Seiten vor mir. Heute ist allerdings auch Terry Pratchetts Geburtstag, die perfekte Lektüre wäre eigentlich Moving Pictures. Hach, so viele Möglichkeiten! Außerdem auf dem Stapel: Fingersmith von Sarah Waters und Rejected Princesses von Jason Porath. Und um das Paket komplett zu machen, habe ich auch noch als Hörbuch Ulrich Wickerts Neugier und Übermut, die Graphic Novel Sticheleien von Marjane Satrapi sowie Simon Greens Urban Fantasy Geschichten von der Darkside als E-Book. Ich bin also für absolut alle Fälle gerüstet, auch wenn ich so am Ende wahrscheinlich jede Menge angebrochene Bücher haben werde 🙂

Wie immer melde ich mich ab und zu mal mit meinem Stand und hoffentlich ein paar Fotos, mehr Details gibt es aber wahrscheinlich via Twitter (@buchflimmern).


Samstag 16 Uhr

Der Readathon hat gut begonnen mit einer Stunde Moving Pictures von Terry Pratchett. Danach musste ich ein wenig Haushaltskram erledigen, weshalb ich mit Neugier und Übermut begonnen habe. Wie erwartet erzählt Ulrich Wickert fesselnd und es macht Spaß, ihm zuzuhören. Jetzt werde ich erst mal wieder zu Pratchett zurückkehren, denn die Geschichte um Holy Wood macht mir als Cineastin natürlich doppelten Spaß.


Pratchett und Cocktail
Samstag 20 Uhr

Ich lese immer noch an meinen beiden Büchern und habe mir für den Abend einen Killer Cool Aid gegönnt. Moving Pictures ist wie erwartet sehr lustig und reich an Anspielungen auf bekannte Personen und Filme des klassischen Hollywood; die Idee hinter dem Roman gefällt mir sehr gut: Etwas, vielleicht vergessene Götter, pflanzen den Menschen Träume ein und sie verspüren den Wunsch, nach Holy Wood zu reisen und sie zu verwirklichen. Gerade hatte ein Produzent den wunderbaren Einfall, eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Ankh-Morpork Bürgerkrieges zu inszenieren (mit dem Titel „Blown Away“). Für die realistische Darstellung muss natürlich Ankh-Morpork angezündet werden … Mal sehen, was aus dem Projekt wird.

Mit Ulrich Wickerts Hörbuch bin ich auch weitergekommen, der Wäsche sei dank. Ich mag seinen Stil einfach sehr gerne und finde seine Stimme sehr angenehm. Und die Geschichten die er erzählt, von Menschen die er getroffen hat, sind wirklich faszinierend, ob es nun um den Bruder des letzten chinesischen Kaisers oder um Meryl Streep geht. Gleich werde ich weiterhören, da die nächste Ladung aufgehängt werden muss. Ich melde mich später noch mal. À bientôt!


Panel aus Marjane Satrapis Sticheleien
Samstag 23 Uhr

Ich brauchte eine kleine Pause von der Scheibenwelt und habe Sticheleien von Marjane Satrapi gelesen. Die 132 Seiten waren schnell durch. Im Grunde ist Sticheleien ein The Canterbury Tales der iranischen Frauen: Marjanes weibliche Verwandte tauschen Männergeschichten aus. In der Zwischenzeit bin ich auch mit meinem Hörbuch Neugier und Übermut fertig geworden. Sehr kurzweilig. Tja,und jetzt kehre ich noch ein wenig zu Sir Terry zurück, bevor mich die Müdigkeit übermannt. Ich melde mich morgen wieder. Gute Nacht!


Dewey's FrühstückSonntag 10 Uhr

Weit bin ich gestern abend nicht mehr gekommen, auf Seite 296 war Schluss. Beim Frühstück habe ich versucht, Die unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry zu hören. Leider stellte ich schon bald, fest, dass das Buch nichts für mich ist. Stattdessen höre ich nun die Hörspielfassung von Daniel Kehlmanns Geister in Princeton. Es geht wieder mal um Wissenschaft und Risse in der Wirklichkeit, um einen brillianten Kopf, der eben jenen zu verlieren scheint. Ich hoffe, noch mit Moving Pictures fertig zu werden, bevor es um 14 Uhr schon wieder vorbei ist mit dem Lesemarathon.


Sonntag 12 Uhr

Sowohl mit Moving Pictures als auch mit Geister in Princeton bin ich in den letzten Zügen und werde beides in der nächsten Stunde beenden können. Was fange ich dann nur mit der finalen Lesemarathonstunde an 🙂 Vielleicht lese ich dann noch ein paar Geschichten in Rejected Princesses.


Sonntag 14 Uhr

Wieder geht ein 24-Stunden-Lesemarathon vorbei! Ich hatte Spaß mit meinen Büchern und habe mich daher komplett aus den Challenges herausgehalten und einfach mal nach Herzenslust gelesen. So konnte ich 4 Bücher beenden und in einem weiteren schmökern:

  • Moving Pictures: Ich hatte bereits 100 Seiten vor Dewey’s gelesen und hatte eigentlich nicht vor, das Buch zu beenden, aber es machte Spaß, also blieb ich dabei. 296 Seiten
  • Neugier und Übermut: Unglaublich, dass ich das Buch vor 5 Jahren auf meine Leseliste gesetzt habe! Als Hörbuch via Spotify hatte ich so exzellente Gesellschaft beim Wäschewaschen. 3:35 h
  • Geister in Princeton: Nachdem ich mit Rachel Joyce nicht warm wurde, hörte ich dieses kurze Hörspiel über Kurt Gödel mit Freude an. 1:17 h
  • Sticheleien: Auch die Graphic Novel war schneler ausgelesen als gedacht, ich verbrachte vielleicht eine halbe Stunde damit. 132 Seiten
  • Rejected Princesses: Als Lückenfüller zum Schluss las ich noch ein Stündchen über faszinierende Frauen der Weltgeschichte. Ich empfehle, mal nach Jane Dieulefoy zu googlen!  34 Seiten

462 Seiten und 4:52 h habe ich gelesen und damit einige Bücher von meiner Leseliste endlich zur Hand genommen. Einziger Nachteil, wenn es überhupt einer ist: Keines der Bücher war von meinem SuB. Aber hey, der nächste Lesemarathon kommt bestimmt. Jetzt brauche ich zuerst mal etwas Bewegung, zur Abwechslung 🙂

Rhythmus aus Alkohol und Insomnia: High-Rise (J. G. Ballard, 1975)

The high-rise had a second life of is own.

J. G. Ballard High-Rise 1975

Unter den gesellschaftskritischen und dystopischen Romanen, die ich bisher in meinem Leben gelesen habe, steht dieser für sich. Denn Ballard, der im Englischen ganz wie Kafka sein eigenes Adjektiv hat (ballardian), geht diesen letzten schmerzhaften Schritt zum totalen Gewaltexzess und macht diesen zum Fokus seines kompakten Romans.

Zu Beginn verfolgt man Dr. Robert Laing, der auf den Rat seiner Schwester in ein Hochhaus-Wohnprojekt zieht. Dort wohnen die oberen Zehntausend einer wage bleibenden Außenwelt. Doch in dem Luxushochhaus herrscht von Anfang an eine aggressive Stimmung, die Bewohner leiden allesamt an Schlaflosigkeit, die sie mit Parties überbrücken. Neben Laing (25. Stock) gibt es auch Kapitel aus Sicht des Architekten Anthony Royal (Penthouse) sowie des Fernsehproduzenten Richard Wilder (2. Stock). Die Nachnamen sprechen bereits Bände.

Die unterschwellige Rivalität wird mit der Zeit immer krasser, es wird immer klarer, dass sich innerhalb des Gebäudes eine Kastengesellschaft im Kleinen gebildet hat. Die Bewohner kapseln sich immer mehr von der Außenwelt ab und konzentrieren sich auf ein neues Ziel: Im wahrsten Wortsinn aufzusteigen. Die oben wollen das natürlich vermeiden, man drangsaliert einander, es kommt zu Handgreiflichkeiten, man rottet sich zusammen.

Fittingly enough, the grafitti reflected the intelligence and education of these tenants. Despite their wit and imagination, these complex acrostics, palindromes and civilized obscenities aerosolled across the walls soon turned into a colourful but indecipherable mess …

Und je gemeiner und primitiver die Mieter werden, desto mehr kommt es zu Fehlfunktionen im Hochhaus – oder hat ein erster Stromausfall diese Revolution der Gewalt erst ausgelöst? Gebäude und Zivilisation versagen Seite an Seite.

Ballards Sprache ist ungemein dicht und bildhaft, er ist ein Meister des Vergleichs. Da wird schon mal eine Frau zu einem ‚überempfindlichen Seismographen‘, der auf kleinste Erschütterungen des Hochhauses reagiert. Ein perfektes Bild der Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs, aufgerieben von den Tumulten um sie. Von Anfang an ist Ballard sehr anspielungsreich und eröffnet den Roman mit der finalen Szene: Dr. Laing sitzt auf seinem Balkon und grübelt über die letzten Monate nach. Über dem improvisierten Lagerfeuer röstet der Schäferhund des Architekten der Wohntürme.

Mit zunehmender Gewalt und Degeneration der Hygienestandards im High-Rise wurde das Lesen problematischer. Aber ich hing an den Seiten, las ob der Sprachgewalt einige Absätze doppelt und hatte einen Stift zum Annotieren immer im Anschlag. Nur eins ist mir wirklich sauer aufgestoßen: Das vorsintflutliche Frauenbild. Alles Trophy Wifes, die bei den ersten Anzeichen des Umbruchs das Gebäude verlassen wollen, sich aber den Wünschen Ihrer sie bereits vergessenden Ehemänner beugen. Es gibt außerdem eine dankenswerterweise nicht ausgeschmückte Vergewaltigung (looking at you, George R. R. Martin!).

So hält die Literaturwissenschaftlerin in mir das Buch mit verträumtem Blick ganz nah an ihr Herz, während mein feministisches Ich vor sich hin flucht. Aber eins ist klar: High-Rise war ein Erlebnis und ich freue mich jetzt schon darauf, das Buch irgendwann ein zweites Mal zu lesen und noch mehr Anspielungen und Meta-Ebenen zu finden.

Das Werk eines Lebens: Ursula Le Guins Erdsee

Erdsee Bücher Ursula Le Guin{Heute mal endlich mit einer weiteren Rezension, und dann noch gleich mit 6 Büchern aus dem 101 Fantasy Projekt. Wahrscheinlich nicht die beste Option, um wieder in den Flow zu kommen, aber bitte sehr. In Zukunft bin ich dann auch hoffentlich weniger krank und mehr hier aktiv 🙂 *Daumen drück*}

Erdsee gehört zu den großen Klassikern der Fantasy. Seit Jahren hatte ich bereits den etwas unhandlichen Sammelband des „Erdsee-Quartetts“, doch ich traute mich nicht so recht, es aufzuschlagen. Erdsee ist für deutlich jüngere Leser geschrieben und ich hatte die Befürchtung, schon zu alt zu sein, um es noch richtig genießen zu können. Viele enttäuschte Stimmen anderer Leser schienen das zu bestätigen. Als ich diesen März krank im Bett lag war die Zeit gekommen, das dicke, dicke Buch zu öffnen.

Die Welt ist hell und licht und schön, aber das ist nicht alles. Die Erde ist auch dunkel und schrecklich und grausam. (Die Gräber von Atuan)

Eine Sache muss man sich direkt zu Beginn klar machen: Die Reihe ist größtenteils lose verbunden, es gibt keine übergreifende Geschichte, nichts baut wirklich aufeinander auf. Und dann sind die Bücher in teilweise großen Zeitabständen voneinander entstanden. Aber gerade dieser lange Entstehungszeitraum hat mich gereizt. Die ersten 3 Bände erschienen zuerst 1968, 1970 und 1972. Doch viele Jahre später kam Ursula Le Guin zurück und verfasste weitere Werke der Erdsee, 1990 mit Tehanu und 2001 mit der Kurzgeschichtensammlung Tales from Earthsea und dem finalen Roman The Other Wind. Fast ihre ganze Schriftstellerkarriere verbrachte Le Guin mit Erdsee und ihre Entwicklung lässt sich an den Büchern ganz gut nachvollziehen. Sie sind mit unterschiedlichen Weltsichten geschrieben, mit unterschiedlich gesetzten Schwerpunkten.

Am Anfang war Der Magier der Erdsee, worin der Junge Ged an der Zaubererschule ausgebildet wird, sich überschätzt und eine Art Loch in die Welt reißt. Den Rest des Buches läuft er vor der Aufgabe, das wieder gut zu machen davon und stellt sich ihr zuletzt. So weit, so einfallsarm. Doch direkt darauf folgt mein persönlicher Lieblig, Die Gräber von Atuan. Das Buch öffnet auf einer unbekannten Insel und mit einer neuen Kultur, die Hauptfigur ein Mädchen, dass von seiner Familie entfremdet und zur Hohepriesterin ausgebildet wurde. Dieses hochmütige, engstirnige Wesen muss seine bereits wankende Weltsicht hinterfragen, als ein Fremder in ihr Leben eindringt.

Es ist, als habe Le Guin die reine Männerwelt, die sie selbst geschaffen hatte, revidieren wollen. In diesem, aber vor allem den späten Bänden führt sie viele mächtige und wichtige Frauenfiguren ein und konstruiert eine Entstehungsgeschichte des magischen Patriarchats der Erdsee (im vierten Band menstruiert sogar einer der Charaktere – ganz schön fortschrittlich für Fantasy!). Das war wirklich interessant, wenn auch aus einer analytischen Sicht und nicht so sehr wegen der Geschichte.

Doch was alte Frauen zu sagen haben, lohnt sich oft anzuhören. (Das ferne Ufer)

Es fiel mir wirklich schwer, mit Le Guins Erzählstil klarzukommen. Einerseits hatte ich immer das Gefühl, als wäre eine Trennwand zwischen mir und den Charakteren – in den früheren Bänden der Reihe gibt es kaum gesprochenen Dialog und man erfährt wenig über Denken und Fühlen der Figuren. Erst mit dem letzten Band Rückkehr nach Erdsee (The Other Wind) hatte ich halbwegs das Gefühl, die Figuren zu kennen. Aber die meisten davon kamen tatsächlich bereits in früheren Bänden vor, der Eindruck kann also auch dadurch entstanden sein. Zum zweiten waren alle Romane und Erzählungen extrem antiklimaktisch aufgebaut und endeten nach dem Finale immer sehr abrupt. Es wurde wenig erklärt und ich kam mir regelmäßig übertölpelt vor und musste zurückblättern, um noch mal nachzuforschen, was genau passiert war.

Le Guin hat einige wirklich schöne Gedanken und konkrete Ideen, an denen ich mich entlanghangeln konnte. Aber gleichzeitig konnte ich mit dem Gesamtkonzept Erdsee nicht so viel anfangen.

Neben dem Perspektivwechsel von Männern unter sich auf eine etwas vollständigere Gesellschaft ist mir sehr schnell aufgefallen, wie viel sich Erdsee mit Sterben und Tod auseinandersetzt. Die Menschen der Erdsee gehen nach dem Tod an einen Ort, der durch eine Steinmauer von der Welt der Lebenden abgetrennt ist. Dieser Ort wird wiederholt zum Zentrum von Le Guins Geschichten, was teilweise düsterer als erwartet für mich war. Die Toten erkennen einander nicht wieder, sondern verbringen ihre Zeit allein unter vielen. Düster, wie ich bereits sagte. Im vierten Band, Tehanu, treten zwei frühere Charaktere in fortgeschrittenem Alter in den Vordergrund. auch das ist sehr ungewöhnlich. In diesem Band, der mir auch sehr gut gefallen hat, geht es viel um das „normale Leben“ abseits von Magierschulen und Weltpolitik. Es geht um Familie, das Älterwerden und das Leben in einer ländlichen Gemeinde. Gerade diese Abstecher haben mir gefallen, was mir noch einmal  bestätigt, dass ich mit Erdsee bereits Jahre zu spät angefangen habe zu lesen.

Zuletzt möchte ich noch etwas über den Kurzgeschichtenband Das Vermächtnis der Erdsee (Tales from Earthsea) sagen: Er beginnt mit dem Kurzroman Der Finder, der deutlich vor Geds Zeit spielt und von der Entstehung der Zauberschule Rok erzählt. Die restlichen Kurzgeschichten spielen zwar auf der Erdsee, enthalten aber keine großen Hinweise zu Zusammenhängen, sondern vertiefen meist Ideen, die schon andernorts angelegt sind. Falls sich jemand für die Ursprünge der in Der Magier von Erdsee gezeigten Magierwelt interessiert, ist dieser Band genau das richtige. Der Finder ist im Deutschen nicht separat erhältlich.

Kurzes, Le Guin und eine Prise Magie: Neuzugänge I/2018

Dieses Jahr komme ich so gar nicht zum Bloggen. Das liegt teilweise an meiner Arbeit, aber vor allem daran, dass ich den größten Teil des März krank im Bett lag. Gerade auch wieder, aber es war echt Zeit für ein Lebenszeichen. Momentan lese ich zwar ein wenig, habe aber nicht den Kopf für eine Rezi. Stattdessen zeige ich euch heute meine neuen Bücher, die ich bisher dieses Jahr angehäuft habe. Sobald ich wieder fit bin, kann ich hoffentlich endlich wieder öfters schreiben und euch lesen. Ich hoffe, ihr habt das lange Osterwochenende genießen können!

Ursula K. Le Guin: Das Vermächtnis von Erdsee und Die Rückkehr nach Erdsee (Erdsee #5 & #6)

Erdsee Ursula Le GuinEin Vorteil daran, das Bett nicht verlassen zu können, ist es, dicke Bücher lesen zu können. Ich habe diesmal die Gelegenheit genutzt und meine „Gesamtausgabe“ der Erdsee-Reihe zu lesen. Der Sammelband enthält das Quartett, zu dem es inzwischen zwei weitere Bände gibt. Diese habe ich schnurstracks bestellt und ebenfalls gelesen. Die Rezension dafür kommt. Auf jeden Fall.

 

Kurzgeschichtensammlungen <3

Kurzgeschichten Campbell DonoghueJen Campbell brauche ich hier sicher nicht vorzustellen; ihre neue Kurzgeschichtensammlung The Beginning of the World in the Middle of the Night habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und schon mit Freude gelesen. Auch zum Geburtstag traf bei mir Emma Donoghues Sammlung Kissing the Witch ein. Das Buch mit neu erzählten Märchen stand lange auf meiner Wunschliste und der Untertitel „Old Tales in New Skins“ lässt mich auf spannende Ideen hoffen.

 

Zen Cho: Die Magier Ihrer Majestät


Ein Geburtstagsgeschenk an mich selbst 🙂 Ich habe nur grob in Erinnerung, dass es sich wohl um eine alternative Geschichte des britischen Empire handelt, mit Zauberei. Meine „Jonathan Strange & Mr. Norrell“-Glocken bimmeln.

 

 

Dank Tauschregal

Die linke Hand der Dunkelheit und Zwei sehr ernsthafte DamenNochmal Ursula Le Guin: Die linke Hand der Dunkelheit stand in der hübschen Heyne-Ausgabe einfach so in unserem Tauschregal! Zwar mit ein paar Wasserflecken, aber so benutzt mag ich meine Second Hand Bücher eh am liebsten. Das Kultbuch zum Thema Gender wollte ich schon ewig lesen. Jetzt kann ich zugreifen, wann immer ich Lust habe. Direkt daneben stand ein mir unbekanntes Buch, dass ich auf Verdacht mitnahm: Zwei sehr ernsthafte Damen von Jane Bowles. Es geht um zwei gelangweilte Frauen, die ihr Leben umkrempeln; die eine verschleudert ihr Erbe, die andere verlässt ihren langweiligen Mann, um mit einer Frau zu leben. Und mal ganz ehrlich: Das Buch sah einfach aus wie neu 😉

So viel zu meinem „Ich atme noch“-Post. Ich hoffe, mal endlich wieder fit zu sein und hier auch wieder loszulegen. Mal sehen, was mein Immunsystem dazu zu sagen hat …