5 essentielle Weihnachtsfilme

Zu Weihnachten gehören Kerzen, Gebäck – und natürlich Weihnachtsfilme!

Diese vollkommen subjektive Liste enthält meine aktuellen 5 Lieblingsfilme rund um Weihnachten. Nicht jeder Film ist ein richtiger Weihnachtsfilm, aber es weihnachtet doch ordentlich in ihnen. Die Anzahl hat sich übrigens einfach so ergeben, die Liste ist also nicht gekürzt oder so.

Weiße Weihnachten (1954)

Der traditionelle Film zu Weihnachten in meiner Familie. Das Musical wartet mit großartigen Liedern und Choreographien auf, und die Kostüme! Zum Verlieben. Bing Crosby und Danny Kaye spielen darin zwei durch den Zweiten Weltkrieg zusammengeschweißte Bühnenkünstler, die weibliche Kontraparts suchen. So treffen sie auf die (natürlich unwiderstehlichen) Schwestern Betty und Judy (Rosemary Clooney und Vera Ellen). Zu viert sollen sie in einem Vermonter Hotel auftreten, wenn auch mangels Schnee die Gäste ausbleiben. Der Herbergsvater ist aber kein geringerer als ihr alter General. Der fristet ein einsames und bescheidenes Leben, am Rande des Existenzminimums sozusagen. Die Exsoldaten schmieden einen Plan, um dem Alten ein wunderbares Weihnachtsfest zu bereiten und sein Hotel zu retten. Echtes Wohlfühlkino also, wenn auch stark patriotisch gefärbt. Altes Hollywood halt.

Und täglich grüßt das Murmeltier (1993)

Ja, ich weiß, Groundhog Day ist im Februar, aber ich verbinde diesen Film nunmal mit Weihnachten. Ich glaube, das war auch wirklich einer der typischen Im-Dezember-im-Fernsehen-Filme, früher. Ich kann „I Got You Babe“ von Sonny und Cher gar nicht hören, ohne an Bill Murray zu denken. Als grumpiger Wettermensch erlebt er denselben Tag immer und immer wieder und lernt so, was im Leben wirklich zählt. Andie Macdowells glorreiches Haar nämlich. Klingt noch nicht weihnachtlich genug? Im Film werden auch Engel in den Schnee gemalt und ein Schneemann gebaut. Voilà.

Tatsächlich … Liebe (2003)

Okay, Hand hoch, wer hat diesen Film nicht gesehen? Wer seine Hausaufgaben noch nicht gemacht hat, sollte das dringend nachholen, denn weihnachtlicher geht es gar nicht. In acht lose verwobenen Geschichten erzählt Richard Curtis von der Liebe. Ein alleinerziehender Vater erlebt, wie sich sein Sohn zu ersten mal verliebt. Ein Pornodarsteller verliebt sich in seine Kollegin. Ein abgehalfterter Rocker erkennt in seinem Produzenten den einzigen Freund. – Und das alles in der Weihnachtszeit. War übrigens der erste Film, in dem mir Martin Freeman aufgefallen ist. Aber vom Cast sollte man erst gar nicht anfangen, denn der ist kaum zu übertreffen. Emma Thompson ist eine Göttin.

Edward mit den Scherenhänden (1990)

Auch das ist kein typischer Weihnachtsfilm, aber wenn ich in der ersten Szene den Schnee fallen sehe, krieg ich schon feuchte Augen. Und wo es um Schnee und Liebe geht, da ist der Weihnachtsfilm so gut wie gemacht. Es geht um Edward, die letzte Kreation von Vincent Pryce eines Gepetto-artigen Erfinders. Anstatt von Händen hat Edward Scheren – zu richtigen Händen reichte es nicht mehr. Edward ist unbedarft und herzlich – und wird darum, sobald er im Suburbia des Films ankommt, von den Vorstädtern ausgenutzt. Außenseitertum und Vorstadt, das sind typische Themen von Tim Burton, und hier bringt er sie für einen winterlichen wunderschönen Märchenfilm zusammen. Außerdem: Wynona Rider.

Stirb langsam (1988)

Der wohl einzige Actionfilm, den ich immer in Schutz nehmen werde, ist Stirb langsam. Ja, ich schaue ihn gerne im Advent, denn er spielt an Weihnachten. Damit ist er auch für die nicht so doll nach Weihnachten Verrückten die optimale Bespaßung. Bruce Willis in dieser Mutter aller Neunzigerjahre Actionfilme macht einfach Spaß. Die Bösewichte, im Original deutsche, in der deutschen Fassung russische Terroristen, genießt man am besten auf Englisch – ihr Deutsch ist einfach herrlich falsch („Schieß die Fenster!“). Übrigens war das Alan Rickmans erste Filmrolle. Klar gibt es einige Klischees, auf die ich verzichten könnte, aber noch heute ist es erfrischend, wie wenig sich der Film ernst nimmt.


Wie eingangs erwähnt: Die Liste ist rein subjektiv und eine Momentaufnahme. Erst gestern habe ich zum allerersten mal Drei Haselnüsse für Aschenbrödel gesehen. Herrje, wenn mir einer gesagt hätte, dass die gute Fee im Film eine Eule namens Rosalie ist, hätte ich mir das schon längst angeschaut! Aber da ich ihn erst seit so kurzem kenne, ist er nicht in der Liste. Trotzdem würde ich ihn nächstes Jahr wieder ansehen!

Ich kann mich erinnern, als Kind immer Hilfe es weihnachtet sehr, Zwei auf Reisen und das unvermeidliche Kevin allein zu Haus gesehen zu haben. Noch einen Film, den ich nachholen muss, ist natürlich der Muppets Weihnachtsfilm. Und Ist das Leben nicht schön.

Was sind denn eure aktuellen und vergangenen liebsten Weihnachtsfilme und was sollte ich mir unbedingt mal ansehen?

10 Gedanken zu “5 essentielle Weihnachtsfilme

  1. „Weiße Weihnacht“ mag ich auch sehr, habe ihn aber lange nicht gesehen. Irgendwie scheinen diese alten Filme kaum noch im Fernsehen zu kommen und er ist mir dann doch nicht wichtig genug, um ihn auf DVD zu kaufen.

    „Edward mit den Scherenhänden“ ist an mir irgendwie total vorbeigegangen. Vermutlich weil er damals auch so gehypt wurde und als ich ihn später dann mal sah, hat er keinen solch bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich ihn noch einmal sehen müsste. Dafür freue ich mich jedes Mal, wenn ich mal wieder „Stirb langsam“ irgendwo laufen sehe. Es gibt vieles, was man an dem Film kritisieren könnte, aber mir ist es egal, ich mag ihn immer noch. 😀

    „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist für mich mit einer meiner ersten „Filmseh“-Erinnerungen verknüpft. Da ich den das erste Mal bei einer Freundin aus der Grundschule gesehen habe. Je älter ich werde, desto weniger verstehe ich, was das Aschenbrödel in dem Prinzen sieht, aber trotzdem liebe ich den Film und er gehört definitiv zu Weihnachten dazu.

    Seit ein paar Jahren schaue ich auch regelmäßig zu Weihnachten „Arthur Weihnachtsmann“ – ein Trickfilm voller Kitsch und Klischees, aber am Ende bin ich immer ganz glücklich, weil Arthur all die Hindernisse überwinden konnte, die zwischen ihm und der erfolgreichen Übergabe des letzten Weihnachtsgeschenks lagen. 😉

    Noch eine wunderbare alte Weihnachtskomödie ist „Wir sind keine Engel“ mit Humphrey Bogard, Peter Ustinov und Aldo Ray. Den Film mag ich sehr – ich hoffe, er läuft in diesem Jahr wieder im Fernsehen.

    1. „Je älter ich werde, desto weniger verstehe ich, was das Aschenbrödel in dem Prinzen sieht.“ *frenetisches Nicken*
      „Wir sind keine Engel“ kenne ich gar nicht – spielt der Film an Weihnachten? Das Poster sieht ja sehr unterhaltsam aus 😀

  2. Von den FIlmen, die du genannt hast, verbinde ich nur „Tatsächlich … Liebe“ mit Weihnachten. „Edward mit den Scherenhänden“ und „Und täglich grüßt das Murmeltier“ habe ich jeweils nur vor Jahren einmal gesehen und ich kann mich kaum noch daran erinnern.

    DER Weihnachtsfilm überhaupt ist für mich „Der Grinch“ (der alte Zeichentrick aus den 60er Jahren, nicht die Realverfilmung mit Jim Carrey). Inzwischen habe ich ihn schon jahrelang nicht mehr gesehen, aber als Kind habe ich den jedes Jahr in der Weihnachtszeit mehrmals angeschaut.
    Ebenfalls oft als Kind zu Weihnachten gesehen: „Die Geister, die ich rief“ (auch wenn mich der teilweise geängstigt hat).

    Als Erwachsene sind für mich typische Weihnachtsfilme auch das genannte „Tatsächlich … Liebe“ und „The Holiday“ („Liebe braucht keine Ferien“). In den letzten Jahren habe ich aber um Weihnachten rum eher weniger Filme geschaut, sondern Christmas Specials von Serien, die ich mag/mochte (Doctor Who, Call the Midwife, Downton Abbey).

  3. Boah, wie schafft man es, so lange um das Aschenbrödel drumherum zu kommen? Okay, ich habe auch fast 20 Jahre gebraucht, bis ich TITANIC gesehen habe, aber das war bewusstes Wegschalten.
    Schön, dass er Dir jedenfalls gefallen hat (mir TITANIC übrigens auch ;)).

    1. Ich habe „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auch letztes Jahr zum ersten Mal gesehen. Als Kind ist mir der nie irgendwo untergekommen. Ich glaube, er ist mir tatsächlich erst beim Bloggen öfter mal begegnet – möglicherweise ist der Film eher ein deutsches als ein österreichisches Phänomen.

      Dafür, dass ich das Usprungsmärchen nicht besonders mag, fand ich ihn dann sogar ganz nett, aber öfter als einmal muss ich den eher nicht sehen (bei mir fehlt aber auch einfach jeglicher nostalgische Blick darauf).

  4. Ohayo gozaimasu, Sam san.
    Als Fernsehen noch eine gesellschaftliche Relevanz barg (Strassenfeger), gab es den „Event“ der Adventsvierteiler, in denen literarische Klassiker neu verfilmt wurden. Bücher von Twain, Stevenson oder Cooper, in der Art. TV für die Familie eben.
    Gern zu Weihnachten laufen auch heute noch die genialen ‚Don Camilo & Pepone‘-Filme, die nichts von ihrem vitalen Charme verloren haben. ‚Michel von Lönneberg‘ gehört für mich auch in die Zeit hinein – auch wenn sie zumeist im Sommer spielen. 😎

    Um weiter hinter den Vorhang persönlicher Nostalgie zu blicke – ‚Little Women‘ in der Version von 1933.
    Oder Chaplins ‚Modern Times’…nicht zu vergessen sein Klassiker, dessen Schlußszene mich immer nahe der Tränen bringt – ‚City Lights‘.

    ‚Groundhog Day‘ passt doch wunderbar, spielt Murray hier doch eine Variation des empathielosen Ebenezer Scrooge. Womit der Charles Dickens Klassiker ebenso seine Erwähnung gefunden hat.

    Im Grunde spielt Alan Rickman den toughen Willis – ähnlich wie den biederen Robin Hood-Costner – dezent an die Wand. Bruce Willis gefällt mir dabei in anderen Filmen besser – Bessons ‚The Fifth Element‘ könnte man/frau, ob seines Erlösungsmotivs, auch als Weihnachtsfilm betrachten… 🙃

    Off topic…ein wenig:
    Der Film startet zwar erst im März, aber hast Du ‚Thelma‘ schon auf dem Radar?

    Feel free to be happy!

    bonté

  5. Herrlich untypische Weihnachtsfilm-Liste. 🙂 Ich liebe Edward mit den Scherenhänden. Manchmal macht so ein „untypischer“ Film, den man eigentlich einfach nur mit Weihnachten verbindet, der Weihnachten aber nicht thematisiert, viel aus und gehört einem zu Weihnachten irgendwie ganz exklusiv. 🙂

Kommentar verfassen