Neuzugänge 4/2017 und ein kleiner Jahresrückblick

Ein letztes Mal in diesem Jahr habe ich eine Handvoll neuer Bücher vorzuzeigen. Ich bin selbst erstaunt, wie wenige es sind. *Sitrnrunzeln*
So ist im ganzen Oktober und November kein einziges neues Buch bei mir eingezogen, erst vor wenigen Wochen habe ich eine kleine Bestellung bei der Büchergilde getätigt:

Neue Bücher von Mary Shelley und Wolfgang Herrndorf

Und das sind die Neuen: Eine wunderschöne lila Ausgabe von Frankenstein sowie Tschick in der Büchergilde-Edition. Beide Bücher habe ich bereits gelesen, wollte mir aber diese schönen Ausgaben zulegen, zum Wieder- und Wiederlesen. Der Frankenstein ist übrigens von der Folio Society verlegt. (Wen es interessiert: Es handelt sich um die letzte Version des Textes, nicht die Urfassung.) In die tolle Reisebuch-Ausgabe von Tschick hatte ich mich schon sehr lange verguckt und sie mir endlich gegönnt. Beide Bücher sind illustriert und ich bin richtig happy, sie zu haben.

Zu Weihnachten sind dann noch zwei weitere Bücher hinzugekommen:

Neue Bücher von Armin Strohmeyr und Caitlin Moran

How To Be A Woman (Anleitung zum Frausein) von Caitlin Moran war ein Titel von meiner Wunschliste, den mir mein Bruderherz geschenkt hat. Der Titel klingt vielleicht etwas dogmatisch, aber meines Wissens ist es eine Art Memoir zu all den „Problemen“, denen man als Frau so begegnet. Ich freu mich schon drauf, denn die Autorin ist ein absolutes Unikat.
Das andere Buch, Abenteuer reisender Frauen, versammelt 15 Portraits von Frauen der Weltgeschichte, die auf Reisen gingen, dass mir meine Ma geschenkt hat, weil wir uns gerne über mutige Frauen unterhalten und ich ihr schon das ein oder andere ähnliche Buch in die Hand gedrückt habe.

Vom Lesestapel und der Lesezeit (Ein Jahresrückblick)

Als Bücherwurm muss man viel lesen, sonst wachsen einem die neuen Bücher schnell über den Kopf. Das habe ich gelernt, als mein SuB knapp an die 200 ungelesener Bücher reichte. Als Studentin konnte ich aber noch viel lesen und habe das gar nicht als aktive Lesezeit bemerkt. Ein Studium erfordert halt doch ein ganz anderes Zeitmanagement als der Arbeitsalltag in einem Bürojob. Als ich den begonnen habe, hatte ich natürlich erst mal andere Dinge im Kopf, aber in dieser Zeit gewöhnte ich mir das Lesen auf dem Arbeitsweg an. Bald fand ich heraus, dass das zu wenig und zu wenig am Stück ist.

Was in diesem Jahr für mich zur Schwierigkeit wurde, war das konzentrierte Lesen am Stück. Ich war es nicht mehr gewöhnt. Ich war zu kaputt von der Arbeit. Ich hatte schon acht Stunden am Computer gesessen und brauchte eigentlich Ausgleich. Gleichzeitig war da mein Lesestapel, Bücher, auf die ich mich stürzen wollte. Dieser Wunsch hat mich einiges ausprobieren lassen: Von der Jogging-und-Hörbuch-Kombi bis zum gemütlichen Lesefeierabend auf dem Balkon (mein Balkonhighlight: Harry Potter und der Gefangene von Askaban). Ich finde es erstaunlich und sehr befriedigend, was man als Leser so tut, um seine Leseexistenz zu sichern und was dabei mit einem passiert. Denn nebenbei habe ich wieder gelernt, mich länger auf ein Buch zu konzentrieren; ich habe meine Umgebung joggend und spazierend entdeckt und sogar Urlaub genommen, um zu lesen (weil Lesen = Abschalten). Ganz nebenbei konnte ich meinen Lesestapel auf 43 Bücher schrumpfen.

Ich bin mal gespannt, wie mich das Lesen im nächsten Jahr beeinflusst. Im Grunde will ich so weitermachen wie bisher, mit hoffentlich mehr Blicken über den Lesestapelrand und noch viel mehr Bewegung.

Advent, Advent: 4. Advent 2017

Der Tag beginnt gut: Ich konnte halbwegs ausschlafen und wir hatten ein langes, leckeres Frühstück mit frischer Guacamole! Die Hälfte der Woche habe ich krank im Bett verbracht, wodurch sowohl Arbeit als auch Weihnachtseinkäufe liegen geblieben sind. Dementsprechend waren die letzten Tage stressig.

Heute gibt es auch noch einiges zu tun: Geschenke verpacken und Haushalt in Ordnung bringen stehen oben auf meiner Liste. Am Abend gehen wir dann zu Freunden und werden gemeinsam kochen und den Abend verbringen.

Während ich krank war, konnte ich einige Filme anschauen und Ready Player One beenden. Am Anfang des Hörbuchs war ich etwas enttäuscht. Wie gesagt kannte ich das Buch bereits vom Selberlesen, was sehr viel Spaß gemacht hatte. Diesmal sind mir die extremen Infodumps und das Namedropping aufgefallen. Ab dem zweiten Drittel nimmt die Story allerdings Fahrt auf und ab da war ich sogar positiv überrascht, da mir beim Selberlesen einige Dinge weniger rund vorgekommen waren als in der Hörbuchfassung.

Ich stürze mich dann mal in den Haushalt; eine Blogrunde schaffe ich vielleicht erst später. Falls wir uns verpassen, wünsche ich schon mal ein schönes Weihnachtsfest!


Update 16.30 Uhr

Ihr Lieben! Ob ich es heute noch schaffe, überhaupt eine Runde zu machen, ist noch nicht sicher. Wir sind gerade mit dem Einpacken der Geschenke fertig geworden und haben noch einiges andere auf der To Do Liste, bevor es um halb sechs schon losgeht in den Abend.

Darum wünsche ich euch hier noch einmal ganz offiziell ein wunderschönes und entspannendes Weihnachtsfest mit gutem Essen und vielen Stunden mit euren Lieben! Und danke an Ariana, die das Adventlesen zum Glück auch in diesem Jahr wieder veranstaltet hat!

 

Advent, Advent: 3. Advent 2017

Der Monat ist so viel stressiger als erwartet, dass ich letzte Woche nicht mal zu einem Blogpost gekommen bin. Ich schleppe eine Erkältung mit mir rum, die weder weichen noch richtig raus will und auf der Arbeit drehen gerade alle Kunden durch. Ich war auf keinem Weihnachtsmarkt, musste die Geschenke online bestellen und wir haben es bislang nicht geschafft, die Weihnachtsdeko hochzuholen oder mal in Ruhe Weihnachtsmusik zu hören. Kurz: Es weihnachtet ganz und gar nicht.

So viel zu meiner Lage. Trotz allem will ich noch versuchen, hier etwas zur Ruhe zu kommen. Dafür ist das Vorweihnachtslesen natürlich wie geschaffen. Da ich mehr oder weniger außer Gefecht gesetzt bin, heißt das vor allem lesen und Filme anschauen, aber ich will endlich mal besagte Deko raufholen, das kann ja nur helfen.

Ich lese gerade Subliminal von Leonard Mlodinow, ein Sachbuch über das Unbewusstsein. Es ist mega spannend und erschüttert mein Weltbild (wie jedes gute Buch). Das schmökere ich gerade mit großer Freude Die Brücke der Vögel von Barry Hughart, ein älterer Fantasyroman, der eigentlich mehr Bekanntheit verdient. Zuguterletzt höre ich gerade zwei Hörbücher: Lolita, gelesen von Jeremy Irons (genial), und Ready Player One. Bin bei Spotify drüber gestolpert und konnte nicht widerstehen (gelesen hatte ich es mal schon vor einigen Jahren).

Update 17:30 Uhr

Ich habe weiter Lolita angehört und bin tatsächlich zwischendurch weggedöst 🙂 Zu Die Brücke der Vögel bin ich leider noch nicht gekommen, eigentlich bin ich gespannt, was als nächstes passiert. Ich hatte aber erst mal vor, baden zu gehen, und auch wenn mir noch nie im Leben ein Buch ins Wasser gefallen ist, bin ich doch zu groggy, um zuverlässig ein Buch festzuhalten.

Update 22:30 Uhr

Nach dem Bad ging es mir schon etwas besser. Seitdem lese ich in Die Brücke der Vögel, wovon ich aktuell nur noch 40 Seiten übrig habe. Mal sehen, ob ich die heute noch schaffe. Abgesehen davon habe ich heute nichts mehr vor außer einer letzten Blogrunde. Gute Nacht euch und einen guten Start in die letzte Adventswoche!

5 essentielle Weihnachtsfilme

Zu Weihnachten gehören Kerzen, Gebäck – und natürlich Weihnachtsfilme!

Diese vollkommen subjektive Liste enthält meine aktuellen 5 Lieblingsfilme rund um Weihnachten. Nicht jeder Film ist ein richtiger Weihnachtsfilm, aber es weihnachtet doch ordentlich in ihnen. Die Anzahl hat sich übrigens einfach so ergeben, die Liste ist also nicht gekürzt oder so.

Weiße Weihnachten (1954)

Der traditionelle Film zu Weihnachten in meiner Familie. Das Musical wartet mit großartigen Liedern und Choreographien auf, und die Kostüme! Zum Verlieben. Bing Crosby und Danny Kaye spielen darin zwei durch den Zweiten Weltkrieg zusammengeschweißte Bühnenkünstler, die weibliche Kontraparts suchen. So treffen sie auf die (natürlich unwiderstehlichen) Schwestern Betty und Judy (Rosemary Clooney und Vera Ellen). Zu viert sollen sie in einem Vermonter Hotel auftreten, wenn auch mangels Schnee die Gäste ausbleiben. Der Herbergsvater ist aber kein geringerer als ihr alter General. Der fristet ein einsames und bescheidenes Leben, am Rande des Existenzminimums sozusagen. Die Exsoldaten schmieden einen Plan, um dem Alten ein wunderbares Weihnachtsfest zu bereiten und sein Hotel zu retten. Echtes Wohlfühlkino also, wenn auch stark patriotisch gefärbt. Altes Hollywood halt.

Und täglich grüßt das Murmeltier (1993)

Ja, ich weiß, Groundhog Day ist im Februar, aber ich verbinde diesen Film nunmal mit Weihnachten. Ich glaube, das war auch wirklich einer der typischen Im-Dezember-im-Fernsehen-Filme, früher. Ich kann „I Got You Babe“ von Sonny und Cher gar nicht hören, ohne an Bill Murray zu denken. Als grumpiger Wettermensch erlebt er denselben Tag immer und immer wieder und lernt so, was im Leben wirklich zählt. Andie Macdowells glorreiches Haar nämlich. Klingt noch nicht weihnachtlich genug? Im Film werden auch Engel in den Schnee gemalt und ein Schneemann gebaut. Voilà.

Tatsächlich … Liebe (2003)

Okay, Hand hoch, wer hat diesen Film nicht gesehen? Wer seine Hausaufgaben noch nicht gemacht hat, sollte das dringend nachholen, denn weihnachtlicher geht es gar nicht. In acht lose verwobenen Geschichten erzählt Richard Curtis von der Liebe. Ein alleinerziehender Vater erlebt, wie sich sein Sohn zu ersten mal verliebt. Ein Pornodarsteller verliebt sich in seine Kollegin. Ein abgehalfterter Rocker erkennt in seinem Produzenten den einzigen Freund. – Und das alles in der Weihnachtszeit. War übrigens der erste Film, in dem mir Martin Freeman aufgefallen ist. Aber vom Cast sollte man erst gar nicht anfangen, denn der ist kaum zu übertreffen. Emma Thompson ist eine Göttin.

Edward mit den Scherenhänden (1990)

Auch das ist kein typischer Weihnachtsfilm, aber wenn ich in der ersten Szene den Schnee fallen sehe, krieg ich schon feuchte Augen. Und wo es um Schnee und Liebe geht, da ist der Weihnachtsfilm so gut wie gemacht. Es geht um Edward, die letzte Kreation von Vincent Pryce eines Gepetto-artigen Erfinders. Anstatt von Händen hat Edward Scheren – zu richtigen Händen reichte es nicht mehr. Edward ist unbedarft und herzlich – und wird darum, sobald er im Suburbia des Films ankommt, von den Vorstädtern ausgenutzt. Außenseitertum und Vorstadt, das sind typische Themen von Tim Burton, und hier bringt er sie für einen winterlichen wunderschönen Märchenfilm zusammen. Außerdem: Wynona Rider.

Stirb langsam (1988)

Der wohl einzige Actionfilm, den ich immer in Schutz nehmen werde, ist Stirb langsam. Ja, ich schaue ihn gerne im Advent, denn er spielt an Weihnachten. Damit ist er auch für die nicht so doll nach Weihnachten Verrückten die optimale Bespaßung. Bruce Willis in dieser Mutter aller Neunzigerjahre Actionfilme macht einfach Spaß. Die Bösewichte, im Original deutsche, in der deutschen Fassung russische Terroristen, genießt man am besten auf Englisch – ihr Deutsch ist einfach herrlich falsch („Schieß die Fenster!“). Übrigens war das Alan Rickmans erste Filmrolle. Klar gibt es einige Klischees, auf die ich verzichten könnte, aber noch heute ist es erfrischend, wie wenig sich der Film ernst nimmt.


Wie eingangs erwähnt: Die Liste ist rein subjektiv und eine Momentaufnahme. Erst gestern habe ich zum allerersten mal Drei Haselnüsse für Aschenbrödel gesehen. Herrje, wenn mir einer gesagt hätte, dass die gute Fee im Film eine Eule namens Rosalie ist, hätte ich mir das schon längst angeschaut! Aber da ich ihn erst seit so kurzem kenne, ist er nicht in der Liste. Trotzdem würde ich ihn nächstes Jahr wieder ansehen!

Ich kann mich erinnern, als Kind immer Hilfe es weihnachtet sehr, Zwei auf Reisen und das unvermeidliche Kevin allein zu Haus gesehen zu haben. Noch einen Film, den ich nachholen muss, ist natürlich der Muppets Weihnachtsfilm. Und Ist das Leben nicht schön.

Was sind denn eure aktuellen und vergangenen liebsten Weihnachtsfilme und was sollte ich mir unbedingt mal ansehen?

Advent, Advent: 1. Advent 2017

Advent, Advent Vorweihnachts-LesewochenSchon wieder Advent 🙂 Ich bin dieses Jahr echt froh drum, denn das fehlende Sonnenlicht schlägt mir aufs Gemüt und eine Heerschar an Kerzen und Lichtern wird da hoffentlich helfen 🙂 Und man lese und staune: Es schneit in Köln!

Nachdem wir gestern Abend auf einem Punkrock-Konzert gewesen sind, fühle ich mich heute etwas zerschlagen. Ich verordne mir Ruhe bei Buch und Film 🙂

Mein Plan für den Advent sieht denen der letzten Jahre wieder ähnlich:
Einfach nur lesen ohne Ablenkung: Ich finde es teilweise schwierig, mal länger am Stück Ruhe zum Lesen zu finden. Dabei ist das so entspannend. Wenn ich nur eine Stunde in der Woche schaffe, wäre das schon toll.
Sport: In den letzten 2 Monaten hatte ich zum Teil heftige Rückenprobleme. Regelmäßige Bewegung und Muskeltraining ist also angesagt. Mein Joggen musste ich allerdings einstellen, da das zu sehr auf den Ischias geht *hrmmmpf*
Ein zuckerfreies Backrezept ausprobieren: Meine Ma hat mich hierzu inspiriert. Ihre gluten- und zuckerfreien Vanillekipferl waren spitze.
Weihnachtsmärkte: Inzwischen bin ich richtiger Märktefan und freue mich wieder durchs weihnachtliche Köln zu schlendern.
Weihnachtliche Filme schauen: Das habe ich im letzten Jahr etwas vernachlässigt. Darum habe ich eine Liste essentieller Weihnachtsfilme zusammengestellt, die ich in der kommenden Woche auch mit euch teilen werde. Hoffentlich schaffe ich alle fünf Titel, von denen tatsächlich noch zwei in meiner Sammlung fehlen.
Geschenke in Ruhe besorgen: Wie jedes Jahr versuche ich, mir mit den Geschenken möglichst wenig Stress zu machen. Gerade, weil ich es eigentlich liebe, anderen Geschenke zu machen, und es die vorweihnachtliche Stimmung zerstört, wenn man das bis zum Anschlag vor sich herschiebt.

Ich wünsche schon mal einen schönen ersten Advent und melde mich später noch mal!


Update Lebenszeichen 18:45 Uhr

WeihnachtssternDer Tag ging wieder viel zu schnell um! Ich kann allerdings zufrieden verkünden, dass ich nach Herzenslust faul war. Morgen geht es schließlich wieder mit der Arbeit los, da kann ich vorher noch mal ordentlich ausspannen.

Ich habe gemütlich in A Song for Arbonne gelesen (ja, ich weiß … immer noch) und wir haben Midnight Special angesehen. Und dazwischen habeich Ausschau nach einem Radiohörspiel oder ener Lesung gehalten, die ein wenig weihnachtlicher ist als mein anderer Lesestoff. Und tatsächlich: Im MDR kommen gerade Weihnachtsgeschichten von Hans Fallada. Voilà Weihnachtslektüre.