#Fastnachtslesen_2017 Teil 3

Douglas Adams Dirk Gently Band 2Nachdem ich schlafen konnte und ein Melissenbad genommen habe, kann ich wieder atmen und somit auch denken (bei ca. 90% Kapazität :)). Ich liege immer noch im Bett, es geht mir aber besser.
In der Zwischenzeit habe ich praktisch nichts gelesen, nur in „Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele“ bin ich jetzt auf der Hälfte angekommen. Wie in der ersten Geschichte um Dirk Gently habe ich auch jetzt das Gefühl, das noch nichts passiert ist. Die gute Nachricht: Der Stil ist viel aufgeräumter. Was nicht heißt, dass es nicht immer noch leicht chaotisch wirkt, weil die Kapitel wechselnde Hauptfigurenhaben, was selbst bei 100% Denkpower immer leicht verwirrend auf mich wirkt.

Weil ich dieses verwirrende Gefühl anscheinend unterbewusst ganz wunderbar finde, habe ich „Ein Tanz mit Drachen“ begonnen. Der letzte verfügbare Band der „Das Lied von Eis und Feuer“-Reihe von George R. R. Martin. Ehrlich gesagt könnte mir nichts egaler sein, ich höre mir diese zweite Hälfte des ursprünglichen fünften Bandes nur an, um Band 5 für mein Fantasy-Projekt abhaken zu können. Auf Band 6 warte ich aber nicht, sondern konzentriere meinen Schmacht lieber auf die Fortsetzung der Königsmörderchronik.

Den Nachmittag will ich noch ein wenig in die Urlaubsplanung investieren (Tipps für Irlandreisen sind höchst willkommen!) und noch etwas in Adams weiter lesen. Ich melde mich später wieder!


Und nun: Die Fastenzeit

So, hat doch wieder alles länger gedauert als gedacht. Darum nur noch eine kleine Zusammenfassung meiner Erlebnisse, buchweise:

  • Der Rubin im Rauch (Hörbuch, komplett gehört)
  • Edison’s Eve (206 Seiten gelesen, beendet)
  • Shinya Shokudou Band 1 (43 Seiten gelesen, beendet)
  • Brüderchen und Schwesterchen (Hörspiel, komplett gehört)
  • Die sieben Schwäne (Hörspiel, komplett gehört)
  • Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele (begonnen, 156 Seiten gelesen)

Ich bin damit zufrieden, weil ich ja die ganze Zeit krank war. Und da ich mich immer noch groggy fühle, sage ich jetzt tschüss und auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal!

#Fastnachtslesen_2017 Teil 2

Gaby Wood Edison's Eve

Ach herrlich, ich konnte mal wieder richtig ausschlafen! Dafür haben sich gestern noch hartnäckige Kopfschmerzen eingestellt. Aber was will man machen?
Für heute nehme ich mir den Rest von „Edison’s Eve“ vor; ansonsten will ich vielleicht mal einen Film anschauen. Schade, dass ich bei dem Traumwetter heute im Bett liegen muss, das muss ich mir irgendwie versüßen. Mehr dann später.

P.S.: Der Server ist entrümpelt und Bilder können wieder hochgeladen werden! Jippieee


Update 15:45

Gerade bin ich mit „Edison’s Eve“ fertig geworden. Das letzte Kapitel hat mir leider nicht so gut gefallen, weil es von den mechanischen Spielzeugen vollends abweicht und stattdessen über Kleinwüchsige und deren Wahrnehmung als „Puppen“ spricht. Im Kontext dieses Buches fand ich es etwas fehl am Platz. Allgemein gefiel mir das Buch aber gut und ich würde es auch empfehlen.

Als nächstes fange ich vielleicht mit „Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele“ von Douglas Adams an. Das ist der zweite Band um Dirk Gently’s holistische Detektei und sieht nach einer kurzweiligen Lektüre aus. Wenn auch bei diesen Geschichten das Chaos hinter der nächsten Biegung wartet 🙂


Update 23:00 (huch)

Jetzt hat mich die Urlaubsplanung doch noch vom Lesen abgehalten! Mit Douglas Adams bin ich nicht sehr weit gekommen, stattdessen habe ich den ersten Band von Shinya Shokudou (Midnight Diner) zu Ende gelesen. Ausflüge ins Manga-Genre sind für mich eher selten und diese Slice of Life Stories waren wirklich ein netter Zeitvertreib und lassen einen leicht hungrig zurück. In jeder Geschichte steht ein japanisches Gericht im Zentrum, soviel zur Erklärung.

Bei dem Versuch, mit „Das Schwert in der Stille“ anzufangen, wurde ich dann von meinem Lieblingsadmin unterbrochen und habe den restlichen Abend unseren Urlaub geplant. Die paar Minütchen, die ch reingehört habe, waren aber sehr vielverprechend! Jetzt begebe ich mich aber ins Bett (also im übertragenen Sinn, ich lieg ja eh den ganzen Tag hier). Bis morgen!


Sonntag

Im Ausgleich zur erholsamen Freitagnacht habe ich in der letzten gar nicht geschlafen 🙁 In der Zwischenzeit habe ich nicht wirklich etwas gelesen, da ja mein Lieblingsadmin neben mir den Schlaf der Gerechten schlief. Aber ich habe via Spotify zwei Märchen angehört, die ich als Kind mochte: „Brüderchen und Schwesterchen“ und „Die sieben Schwäne“. Und dann noch mehr aus Versehen als geplant die ersten paar Kapitel von „Angerichtet“ von Herman Koch angehört, was ganz interessant war. Vielleicht komme ich später darauf zurück.

Da wir heute einige Sachen für den Irland-Urlaub buchen wollen, muss ich jetzt erst mal Recherche betreiben. Bis später!


Update 18:30

Das Planen und Buchen hat doch eeetwas länger gedauert und mich ziemlich geschlaucht. Zu allen anderen Übeln haben sich nun auch Bauchschmerzen gesellt. Die verstehen sich bestimmt prima mit den entzündeten Nebenhöhlen. Argh! Aber genug gejammert, uns steht ein Wahnsinnsurlaub bevor!

Gelegen habe ich auch: In „Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele“ bin ich zu Seite 55 vorgedrungen. Die Story ist denkbar seltsam. Als ein Teil eines Flughafen explodiert, lässt sich einfach keine Ursache finden. Dirk Gently ermittelt und scheinbar deuten alle Hinweise auf – Gott. Bisher kann ich vor allem festhalten, dass der Stil wesentlich aufgeräumter ist als von Band eins und eine teils sehr schöne Bildsprache verwendet. Zum Beispiel heißt es zu einem Innenhof: „In ein paar Töpfen schmollten Pflanzen.“ Da habe ich die halbverdursteten traurigen Blümchen doch direkt vor mir.

Mit meinem Hörbuch habe ich auch endlich Fortschritte gemacht. „Das Schwert in der Stille“ ist biher eher ein historischer als ein Fantasy-Roman. Auch gut, denn geschrieben nund gelesen ist es sehr angenehm.

Ich klinke mich für den restlichen Tag komplett aus, denn mir schwimmt der Kopf und alles tut weh. Vielleicht lese ich noch was, aber das ist dann schon das äußerste an Anstrengung, was ich momentan auf mich nehmen will. Sobald es besser geht, melde ich mich wieder. Bis dann 🙂

#Fastnachtslesen_2017 Teil 1

Während sich der Rest der Stadt die Clownsnase aufsetzt und gepflegt einen hinter die Binde gießt, habe ich beschlossen, stattdessen an Wörterkatzes Fastnachtslesen teilzunehmen. Von Weiberdonnerstag bis Veilchendienstag wird gelesen und sich ausgetauscht; eine gute Alternative zu den apokalyptischen Menschenaufläufen in Köln. Ach, die Freuden des Kölner Lebens 🙂
Gif von Mauro Gatti via GiphyMich hat zeitgleich ein Virus erwischt, sodass ich wahrscheinlich Karneval komplett im Bett verbringen werde. Was immerhin mehr Lesezeit bedeutet, auch wenn es mit der Konzentration gerade nicht weit her ist.

Ich habe mir für heute zwei Bücher vorgenommen: Zum Einen ein Sachbuch, dass ich bereits begonnen hatte, und dann noch ein Hörbuch, dass ich eben bei der onleihe ausgeliehen habe.
Bei dem Buch handelt es sich um „Edison’s Eve“, eine Geschichte der Entwicklung von androiden Automaten und letztendlich wohl auch Computern mit künstlicher Intelligenz, nehme ich an. Gerade bin ich in einem Kapitel über das französische Genie Vaucanson, ein Mann, der im 18. Jahrhundert erstaunliche Flöte spielende Maschinen gebaut hat (und eine Ente, die auch zumindest scheinbar essen und verdauen konnte). Immer wieder geht die Autorin Gaby Woods auf die mit dem Bau der Automaten verbundenen philosophischen Fragen und ethischen Bedenken ein, was sehr interessant ist. Dass die meisten Automaten heute verloren sind, gibt dem ganzen Buch einen Schuss Melancholie. Sehr vielversprechend bisher. Einen der berühmteren Automaten sieht man übrigens in dem Film „Hugo Cabret“ (hier ein tolles Vorführvideo, den Automaten gibt es noch immer!).

Als Hörbuch habe ich mir „Der Rubin im Rauch“ von Philip Pullman besorgt, da es mir eine Freundin empfohlen hatte. Außer „His dark materials“ habe ich von dem Autor noch nichts gelesen und möchte das gerne ändern. In dem Roman erhält die junge Sally Lockhart nach dem Tod ihres Vaters in den indischen Kolonien einen rätselhaften Brief. Viel weiter bin ich noch nicht 🙂

Ich melde mich am Nachmittag wieder und versuche erst mal, mich auszuruhen. Allen Teilnehmern wünsche ich viel Spaß!


Update Donnerstag 17:30

Mit „Edison’s Eve“ bin ich nach einem kleinen Mittagsschläfchen ordentlich weitergekommen, sodass ich mich jetzt beinahe auf der Hälfte des Buches befinde. Im letzten Kapitel ging es um den berühten Schachautomaten Der Türke, der vielen Zeitgenossen Kopfzerbrechen bereitet hat. Ich glaube sogar, das Lüften seines Geheimnisses (er wurde von Menschen im Inneren bedient) hat im Deutschen den Begriff „getürkt“ hervorgerufen. Das steht natürlich nicht in dem englischsprachigen Buch, welches aber weiterhin faszinierend ist.

Ich war kurz davor, mal wieder einen Harry Potter zu lesen, da erinnerte ich mich an das Hörbuch „Der Rubin in Rauch“, den ich vor dem Nickerchen begonnen hatte. Leider ist die fragmentarische Art, wie die Geschichte hier erzählt wird, nicht so sehr kompatibel mit meinem im Standby-Modus befindlichen Gehirn; ich komme kaum hinterher. Seltsam, dass mir ein englisches Sachbuch über Erfinder und Philosophen im 18. Jahrhundert weniger Probleme bereitet als ein Jugendkrimi in Hörbuchform.

Zudem habe ich festgestellt, dass ich keine Bilder in mein WordPress laden kann. So ein Problem, mit dem ich mich gerade gar nicht befassen kann, wegen besagter Hirndeffizienz. Also bleibt es hier vorerst unbebildert, ich sehe aber mal, was sich machen lässt, sobald es mir besser geht (oder vielleicht könnte ja meine bessere Hälfte …?).

Mich erstaunt, wieviel ich bereits lesen konnte, trotz Kranksein, was bei mir auch gerne mal zu einer Netflix-Orgie führt.


Update 21:45

Und ich bin fertig mit „Der Rubin im Rauch“ und leider hatte ich mit dem Buch einige Probleme. Pullman verschenkt hier jede Menge Potenzial und greift stattdessen auf alte Stereotype (die häßliche = fiese Alte, der gefährliche Ausländer) zurück, die mir nicht nur persönlich auf den Senkel gehen, sondern die einfach nicht okay sind. Die anfangs interessant erscheinende Sally mit ihren Wirtschaftskenntnissen hatte nicht genug Profil, um irgendeinen Eindruck zu hinterlassen. Und wirklich clever erscheint sie dann auch nicht. Außerdem bestand hier ein krasser Gegensatz zwischen Erzählton (Jugendbuch) und Inhalt (Gewalt, Drogen, Folter). Grundsätzlich kann man jedes dieser Themen in einem Jugendbuch unterbringen, nur das so unkommentiert stehen zu lassen finde ich bedenklich.

Also alles in allem nichts für mich. Ich gebe zu, dass bei dem gekürzten Hörbuch, mit dem ich es hier zu tun hatte, möglicherweise einiges Gute gestrichen wurde. Aber die negativen Punkte lassen sich damit nicht ganz wegerklären.

Mit „Edison’s Eve“ bin ich noch nicht weiter gekommen, werde aber jetzt noch ein bisschen darin schmökern, bis mir die Augen zufallen (gebt mir fünf Minuten :)). Morgen geht es dann weiter mit meinem nächsten Hörbuch, „Das Schwert in der Stille“ von Lian Hearn. Bevor sich jemand wundert: Ich habe vor Kurzem einfach mal einen Stapel Hörbücher aus der Jugendabteilung meiner Bib ausgeliehen. Dieses Buch steht auf meiner Fantasy-Leseliste und ich bin sehr gespannt auf einen hoffentlich gelungenen Mix aus japanischen Mythen und Fantasy.


Tag 2

Heute habe ich erst mal meine Krankheitsbescheinigung zur Post gebracht, wofür ich gefühlt eine Stunde gebraucht habe, und bin dann ich die Badewanne gestiegen (ohne Buch). Ich bin also heute noch nicht zum Lesen gekommen, werde das aber gleich ändern und mich später wieder melden!


Update 22:45

Huch, der Tag ist ja schon um! In „Edison’s Eve“ bin ich wieder 100 Seiten weiter gekommen. Es gab ein Kapitel zu Thomas Edison, der tatsächlich eine sprechende Pupe entwickelt und in Massenproduktion gebracht hat. Außerdem habe ich gelernt, dass der Typ ein frauenfeindlicher Arsch war, der Intelligenz bei Frauen für unmöglich hielt und einfach jeder Frau, die ihm das Gegenteil bewies, fortan mit Männernamen ansprach.

Viel angenehmer und interessanter war dagegen ein Kapitel, mit dem ich nicht gerechnet hatte: Es ging um Georges Méliès, dem Erfinder des erzählenden Films. Ich bin von seinem Werk und seiner Lebensgeschichte schlicht fasziniert und habe das Kapitel dementsprechend verschlungen. Dabei haben ihm seine Verbindungen zu bereits genannten Personen sowie seine Filme über animierte Puppen diesen Platz im Buch verschafft.

Morgen steht dann das letzte lange Kapitel an, in dem es um die Doll Family geht, von der ich noch nie etwas gehört habe. Und mein Hörbuch? Ich bin doch noch nicht dazu gekommen, mit „Das Schwert in der Stille“ zu beginnen. Morgen werde ich übrigens einen neuen Post beginnen, der hier wird doch arg lang.

Irischer März (ein Lebenszeichen)

Hallo zusammen! Da bin ich nun wieder. Diese lange Pause hatte ich nicht beabsichtigt – mir war einfach, als hätte ich nichts zu erzählen.
Das kommt zum Teil daher, dass ich in diesem Jahr viel langsamer lese, gefühlt so wie vor Goodreads und Blog – meine „natürliche“ Geschwindigkeit sozusagen. Was wirklich schön ist, weil ich wieder mehr in die Geschichten eintauchen kann. Prompt habe ich mich in ein Buch verliebt, von dem ich euch gerne demnächst berichten will. Wer mir auf Goodreads folgt, weiß vielleicht schon, dass es sich um „Tell the Wolves I’m Home“ von der begabten Carol Rifka Brunt handelt.

Der irische März: Irische Autoren lesen

Neben meiner wiederentdeckten Lesegemütlichkeit hält mich auch die Urlaubsplanung vom Bloggen ab: Es geht nach London und dann noch nach Irland und ich freue mich ganz verrückt darauf. Aus diesem Anlass habe ich beschlossen, den März ins Zeichen Irlands zu stellen und einige irische Autoren auf meinem SuB zu lesen. Was zeitlich passt, ist doch am 17. März der St. Patrick’s Day.Irland lesen BannerIch lade euch herzlich ein, mit mir zu lesen! Ihr könnt ein Buch oder mehrere lesen, auch das Format ist ganz egal. Es sollte nur in Irland spielen und/oder von einem irischen Autor stammen. Ich selbst habe auf meinem SuB drei passende Bücher ausgemacht:

James Joyce: Dubliner
Die quintessenzielle Dublin-Lektüre für alle, die den Ulysses schon gelesen haben 😉 Am liebsten würde ich allerdings den noch mal lesen, werde ich doch am Bloomsday vor Ort sein!

Paul Murray: Skippy dies
Da es mir ein Rätsel ist, dass sich dieses Buch noch ungelesen in meinem Regal befindet, freue ich mich hierauf besonders. Worum es genau geht, weiß ich gar nicht; irgendwas mit Jungen auf einem Internat. Ach ja, und einer von ihnen heißt Skippy, und er stirbt.

John O’Farrell: An Utterly Impartial History of Britain
Thematisch weniger passend, doch der Autor ist Ire. Im Vorwort gibt er zu, es handele sich größtenteils um eine Geschichte Englands – vielleicht kann ich ja noch etas für den London-Aufenthalt aufschnappen.

Ich würde mich sehr über eure Beteiligung an meinem kleinen literarischen Ausflug nach Irland freuen und melde mich in der nächsten Woche mit einer Leseempfehlung für „Tell the Wolves I’m Home“. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und hoffe, ihr konntet das schöne Wetter am Wochenende gnießen!