Advent, Advent: 1. Advent 2016

Advent, Advent ... VorweihnachtslesewochenWir haben den Tag bisher genutzt, um die Wohnung auf Vordermann zu bringen; darum habe ich mich noch gar nicht gemeldet. Wenn man einmal an der Arbeit ist, nutzt man besser den Schwung, solange er ausreicht! Jetzt machen wir allerdings Kaffeepause.

So wird es bei mir heute sicher nicht besonders weihnachtlich. Morgen ist allerdings einmal Weihnachtsmarkt und Kino angesagt: Wir werden gemütlich durch die Bonner Innenstadt schlendern und dann Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ansehen. Ich bin zwar skeptisch was den Film angeht, aber ich gehe zu gerne ins Kino, um Nein zu sagen 🙂

Leider ist jetzt das Wohnzimmer dran. Ich melde mich am Abend noch einmal, wenn ich auch Zeit für eine Blogrunde habe.


Gesagt, getan: Endlich bin ich mit meinen Aufgaben für heute fertig und konnte eure Beiträge lesen und kommentieren. Ich habe außerdem noch kein Wort über meine Pläne für den Advent verloren, und auch wenn sie nicht sehr originell sind, hier sind sie:

Bücher

Ich habe noch einige Bücher, die ich in diesem Jahr noch lesen möchte, aber zwei davon sind weihnachtlich: Zum Einen wartet meine Ausgabe von I Am Half-Sick Of Shadows, dem vierten Band der Flavia de Luce-Reihe, schon ewig darauf gelesen zu werden. Und das habe ich vor, denn das Cover lässt ein weihnachtliches Setting vermuten, und Flavia rockt.

Das andere Buch hätte ich als Tolkienistin schon längst lesen sollen: Die Briefe vom Weihnachtsmann werde ich in der nächsten Woche hoffentlich aus der Bibliothek bekommen. Wenn nicht halb Köln ebenfalls auf diese Idee kommt und ich mich hinten anstellen darf.

Unterwegs

Wie im letzten Jahr will ich die Weihnachtsmarktsaison voll genießen. Obwohl ich gar nicht auf Menschenmengen stehe, freue ich mich schon seit Wochen wie Bolle auf den Weihnachtstrubel.

Letzten Sonntag haben meine bessere Hälfte und ich mit Freunden Doctor Strange gesehen und waren danach noch sehr lecker essen. Kino, Essen, Lieblingsmenschen sehen: ein perfekter Tag also. Ein Muster, das ich für den Rest des Jahres wöchentlich zu wiederholen gedenke!

Traditionelles Plätzchenbacken im Freundeskreis: Seit vielen Jahren ist es bei uns üblich, die Weihnachtsbäckerei anzuwerfen und Plätzchen in allen Formen und Farben zu produzieren als gäbe es kein morgen; letztes Jahr habe ich darüber berichtet.

Sonstiges

Natürlich hoffe ich auch in diesem Jahr, meine Weihnachtseinkäufe über den Dezember zu verteilen und nicht am Ende gestresst durch überfüllte, viel zu warme Geschäfte zu hetzen. In diesem Jahr freue ich mich vor allem auf das Einpacken. Aus keinem besonderen Grund 🙂

Wenn ich gerade nicht arbeite oder meine Slalom-Fähigkeiten auf einem vollen Weihnachtsmarkt erprobe, will ich mich sportlich betätigen. Im Sommer rudere ich und liebe das Spazierengehen, aber durch Kälte und Finsternis ist beides jetzt pausiert. Also krame ich meine Yoga-Matte raus und will so in Form bleiben (okay, ganz ehrlich: in Form kommen).

Soweit der Masterplan; auch wenn er am Ende nicht ganz aufgeht, werden es sicher tolle Wochen! Fehlt nur noch eins für heute:

Ich lese gerade…

Ich stecke mitten im Hörbuch von Der Herr der Ringe (auf Englisch), ich lasse mir aber Zeit damit. Letzte Nacht konnte ich nicht schlafen und habe ein zweites Hörbuch begonnen: Der Sohn des Greifen, Band 9 bzw. 5.1 von Das Lied von Eis und Feuer. Wieder mal habe ich so lange gewartet, das ich bei jeder Figur erst mal nachlesen muss, wer das überhaupt ist und was als letztes passiert ist. *seufz*
In Buchfassung lese ich gerade Winterjournal von Paul Auster. Scheinbar bin ich gerade in einer Auster-Phase der Mittelmäßigkeit, denn das ist das dritte seiner Bücher, das ich in den letzten Wochen lese, und auch hier läuft das Ganze auf ein „Joa, ganz nett, aber nicht mehr“ hinaus. Gerade neben mir liegt, noch nicht begonnen, Der König ist nackt von Sylvie Germain. Die Autorin habe ich vor vielen Jahren entdeckt und mir dieses Buch ohne großes Hintergrundwissen gegönnt. Aber mehr dazu später.

Noch eine letzte Notiz: Ich schwöre, Bilder zu machen, sobald mal wieder ein Sonnenstrahl in diese Wohnung fällt 🙂

Sonntag

Das Wetter präsentiert: den grauesten Tag des Jahres. Wie in einem Edgar Wallace Film, dass das Bild Farbe hat, merkt man fast gar nicht.
Gestern habe ich noch erstaunliche 60 Seiten von Winterjournal gelesen und war fasziniert von den vielen Wohnungen, die Auster in seinem Leben bewohnt hat (über 20!). Es handelt sich hier nämlich um eine Biographie, allerdings nicht im klassischen Format. Er erzählt nicht chronologisch, sondern vignettenhaft und ist voll fixiert auf seinen Körper. Es gibt also Erinnerungen an verschiedenste Verletzungen, Unfälle und altersbedingte Veränderungen. Die Wohnungen waren da eine nette Abwechslung.

Ich werde bald nach dem Frühstück schon aufbrechen und bin den ganzen Tag unterwegs. Wenn ich heute abend nicht ganz so spät zurückkomme, melde ich mich noch einmal und mache eine weitere Blogrunde. Ich wünsche euch einen wunderbaren ersten Adventssonntag!

Ghost World: Comic (und ein bisschen Film)

Ghost World CoverIch mag den Film Ghost World aus dem Jahr 2001 sehr. Er gehört zu den Filmen, aus denen ich bei jedem Anschauen etwas anderes gewinne, obwohl er keine große Kunst, sondern vor allem gute Unterhaltung ist. Der Film war der Grund, warum ich auch dem Comic von Daniel Clowes eine Chance geben wollte. Im Allgemeinen bin ich kein großer Leser von Comics, sie können mich nicht so fesseln wie ein Roman oder schon eine Graphic Novel mit etwas mehr Text. Wahrscheinlich hat das meinen Eindruck des Buchs stark beeinflusst.

Es ist das Ende einer Ära für Hauptfiguren Enid und Rebecca: Nach der High School verbringen sie den Sommer in ihrer Heimatstadt und wissen noch nicht, was aus dem Rest ihres Lebens werden soll. Mit der Zeit wird immer deutlicher, wie unähnlich sich die beiden ihr Leben vorstellen. Dennoch versuchen sie, einfach so weiterzumachen wie bisher und können sich nicht recht an den Gedanken des Erwachsenseins gewöhnen.

Leider sind sie ziemliche Zicken, die auf allem und jedem herumhacken, Menschen, die es schlechter haben als sie, verarschen und nichts in ihrem Leben so richtig zu schätzen wissen. Klar hat man als Teenie auch eine Die-Welt-ist-scheiße-Phase, aber eine Figur nur darauf zu reduzieren ist nicht mehr realistisch. (Außerdem ist das sehr anstrengend zu lesen!)

Die Entwicklung der Figuren, die ich aus dem Film kannte, kam hier sehr ruckartig und viel zu knapp. Wenn Geschichten in verschiedenen Formaten erzählt werden, finde ich es immer wieder faszinierend, welche Aspekte wie gewichtet werden und wie sich der Erzählton verändert und dem jeweiligen Medium anpasst. Ghost World als Film arbeitet mit ungewöhnlicher Musik und einer sehr bunten Farbpalette, was ich beides sehr mochte. Im Comic fehlt beides, leider ersatzlos. So ist es nicht verwunderlich, dass mir der Comic auch hier einfach zu flach erschien, auch wenn das nicht unbedingt Fehler des Comics war. Übrigens hat Daniel Clowes selbst das Drehbuch für die Filmadaption geschrieben.

Ghost World DetailZuletzt noch ein weiterer „Nachteil“: Die Zeichnungen sind sehr roh. Als jemand, der von Comics nicht so mitgerissen wird, lege ich vielleicht mehr Wert auf die Illustrationen, wer weiß. Ghost World hat viele hässliche Panels. Selbst Figuren, die von Enid oder Becca als schön bezeichnet werden, sehen für den Leser ungestalt aus. Die Hauptfiguren selbst sehen von Panel zu Panel unterschiedlich aus, mal übertrieben weiblich, mal vollkommen gewöhnlich. Ob das nun eine Aussage zu Äußerlichkeiten sein soll oder zu der Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsenendasein, für mich war auch dies ein Grund, dass mir persönlich Ghost World als Comic einfach nicht sehr gefallen hat.

Ankündigung: Advent, Advent … Vorweihnachtslesewochen

Advent, Advent ... VorweihnachtslesewochenAuch verzweifelt auf der Suche nach einer guten Nachricht? Ich habe meine eben bei Ariana gefunden, denn sie veranstaltet auch in diesem Jahr wieder die gemütlichen Vorweihnachtslesewochen.

Bei den Vorweihnachtslesewochen geht es darum, den Advent ruhig anzugehen, die Weihnachtsvorbereitungen zu genießen und die Zeit vor dem Fest mit weihnachtlichen Freuden zu füllen.

Gerade, weil der Dezember gerne in Hektik ausartet, freue ich mich, auch in diesem Jahr wieder gezielt dagegen zu wirken. Ich habe noch keinen festen Plan für diese Zeit, möchte aber wie im letzten Jahr wieder die Weihnachtsmärkte genießen und meine Geschenke möglichst frühzeitig besorgen. An der Buchfront wartet auf mich als weihnachtliches Leseschmankerl „I Am Half-Sick Of Shadows“, der vierte Flvia de Luce. Das weihnachtliche Cover zeigt an, dass es sich hier um die perfekte Lektüre für den Advent zu handeln scheint.

Macht doch mit! Es wird sicher wieder hochgemütlich und entspannt.

101 Fantasy Projekt: Die Hälfte ist geschafft!

101 fantasy leseprojekt Banner

Ist das zu fassen? 50 von 101 Büchern habe ich für mein Fantasy-Projekt gelesen und dabei einige erstaunliche Entdeckungen gemacht. Vor gerade mal zwei Jahren habe ich das Projekt begonnen und dachte damals, ich würde die zehn Jahre vielleicht nicht ganz brauchen, aber doch ein gut Teil davon.
Eins ist klar: Für die nächsten 50 Bücher werde ich länger brauchen, weil einige recht umfangreich sind. Himmel, zwei davon gibt es noch immer nicht (*hust* Patrick Rothfuss und George R. R. Martin)! Mein nächstes Projekt (na klar wird es ein nächstes geben!) soll dann offener für SciFi sein, gerade weil oft nicht (mehr) eindeutig zu entscheiden ist, in welche Kategorie ein Roman nun fällt.

Hier aber erst mal die von mir als letztes für das 101 Fantasy Projekt gelesenen Bücher:

LIGHTMAN, Alan: Und immer wieder die Zeit ♥ 4/5

Alan Lightman Einsteins DreamsRahmenhandlung: Einstein schläft über seiner Arbeit ein. Dazwischen: Kurzgeschichten über Welten, in denen anderen physikalische Gesetze gelten. Zum Beispiel gibt es eine Welt, in der die Menschen möglichst weit oben leben wollen, weil dort die Zeit deutlich langsamer verstreicht.
Ehrlich gesagt kann ich mich ein halbes Jahr nach dem Lesen nicht mehr an Details erinnern. Scheint mir ja damals gefallen zu haben 😉

EDDINGS, David: Sorceress of Darshiva & The Seeress of Kell ★ je 3/5

David Eddings Malloreon

Die finalen Bände meines Eddings-Rereads. Leider ging die Logik spätestens mit den zeitreisenden Prophezeihungen flöten. Wie gut, dass ich mich daran gar nicht mehr erinnert hatte, genauso wie an große Teile des Finales.

RIGGS, Ransom: Die Insel der besonderen Kinder ♥ 2/5

Haarsträubend unlogische Zeitreisen und ein nicht sehr mysteriöser Erzählton haben mir dieses ideenreiche Buch etwas verleidet. Der Film hatte übrigens ein ähnliches Problem mit dem Ton, dafür aber ein lustiges, neues Finale!

HARKNESS, Deborah: A Discovery of Witches ♥ 2/5

Eine junge Wissenschaftlerin stößt in Oxford auf ein verhextes Manuskript und plötzlich haben es sämtliche Zauberwesen auf sie abgesehen. Klingt gut? Ist aber leider nur der Rahmen für eine vollkommen ungesunde, langweilige, sich ewig ziehende Romanze. Schade, wo der Anfang so vielversprechend war, mit Oxford als Setting und so treffenden Worten über das Rudern. Am Ende fühlte sich das ganze dicke Buch wie ein überlanger Prolog an, weil natürlich das Ende der Auftakt für den Rest der All Souls-Trilogie ist.

COLLINS, Suzanne: Gefährliche Liebe ★ 5/5 und Flammender Zorn ★ 3/5

Wie Band eins waren auch die restlichen Teile der Tribute von Panem echte Pageturner, die ich trotz zunehmend düsterer Thematik mit Freude gelesen habe. Was ich nicht verstehen kann, ist dass Katniss im dritten Band ihre Kickass-Qualitäten einbüßt und zur bösen Femme fatale wird.

PRATCHETT, Terry: Eine Insel ★ 4/5

Pratchett abseits der Scheibenwelt ist immer noch unerkennbar Pratchett. Eine wunderbare Erkenntnis. Eine eigene Rezension zu Eine Insel ist vorhanden.

BEAGLE, Peter S.: He! Rebeck! ★ 4/5

Peter S. Beagle: He! Rebeck! im Schuber

Beagles Anfänge zu erkunden, war auch spannend. Die Geschichte um einen die Realität fliehenden alten Mann auf einem New Yorker Friedhof plätschert gemütlich vor sich hin und ist dabei trotz magischer Elemente an mancher Stelle hart und realistisch. Auch hierzu habe ich eine eigene Rezension geschrieben.

VONNEGUT, Kurt: Schlachthof Fünf ★ 4/5

„Hört! Billy Pilgrim hat sich von der Zeit gelöst!“ Billy ist der Antiheld, der den Zweiten Weltkrieg scheinbar unberührt übersteht, um in seinem späteren Leben von Aliens entführt zu werden – auch das ohne Folgen. Oder ist alles erfunden? Vonneguts gescheitertes „Buch über Dresden“ war seltsam und hatte einige wundervolle Sätze zu bieten. So ganz hat sich mir das Buch aber nicht erschlossen, weshalb ich nun doch keine eigene Rezension verfasst habe.


Was kommt als nächstes?

Ich habe in diesem Jahr einige Bücher auf meiner Leseliste ausgetauscht und auch versucht, mehr Frauen reinzubekommen. Gar nicht so leicht für Fantasy, wenn man nicht immer dieselben Autorinnen lesen will. Einige neue Bücher sind auch schon lesebereit im Regal oder über die Bibliothek zu bekommen, sodass ich jetzt beinahe alle verbleibenden Titel in Reichweite habe.
Ich lese aktuell The Gospel of Loki; nicht Teil des Projekts, da es weder einen Meilenstein des Genres bildet noch zum „Kanon“ gehört (eine höchst subjektive Einschätzung meinerseits, ich weiß, aber das Buch ist einfach noch zu unbekannt und neu).

Was ich als nächstes angehe, weiß ich noch nicht. Ich habe aber eine Idee für die etwas schwierigeren und älteren Werke auf der Liste, was eine kleine Überraschung werden soll und was noch Ausarbeitung  braucht. Mehr werdet ihr im nächsten Jahr erfahren, wenn ich für die entsprechenden Bücher auch Zeit habe.