Der Horror. Gelesenes im August, Teil 1

Charlotte Perkins Gilman: Die gelbe Tapete

Brillante Kurzgeschichte mit einer Spur Gothic. Hier die Rezension für alle, die es gerne etwas genauer hätten.

Kenneth Grahame: The Wind in the Willows

Mit diesem Klassiker bin ich nicht richtig warm geworden. Toad, reich, egozentrisch, adrenalinversessen, war einfach nicht auszuhalten. Die kurzen Episoden über Badger, Ratty und Mole waren dagegen einfach zu kurz. Insgesamt wird hier ein etwas zu behäbiges Leben angepriesen, das doch ganz schön angestaubt ist.

Suzanne Collins: Flammender Zorn (Die Tribute von Panem 3)

Wie die anderen beiden Bände der Tribute von Panem war ich auch hiermit innerhalb zweier Tage durch. Ich hatte mich gewundert, warum so viele Leser dieses Buch am schwächsten bewerten. Während mir das Ende eigentlich nicht so verkehrt vorkam, hat mich etwas anderes zunehmend gestört: Katniss war über die anderen Bände eine erstaunlich starke Protagonistin. Leider verfällt Collins auf den letzten Meilen in typische Muster und stellt Katniss als kaltblütige Opportunistin und als Vamp dar. Und mehr kann ich nicht sagen wegen Spoilern für die Reihe. Insgesamt also ein zwiegespaltenes Leseerlebnis.

3 Gedanken zu “Der Horror. Gelesenes im August, Teil 1

  1. „Mit diesem Klassiker bin ich nicht richtig warm geworden.“

    Danke! Ich habe sonst immer das Gefühl, ich sei die Einzige, die damit nicht zurechtkommt. Vor allem, da ich früher zwei Freundinnen hatte, die dieses Buch wirklich geliebt haben, und ich konnte das einfach nicht verstehen.

    1. Ich kam mir auch schon etwas doof vor 😉 Aber irgendwo ist auch mal Schluss. Diesen Toad hätte ich am liebsten an die Wand geklatscht. Und warum sind die Figuren überhaupt Tiere, wenn sie dann doch Waffen und Geld und Autos haben? So viele Fragen …

      1. Nun, Tiere sind schon klassische Fabel-Elemente – und was anderes ist das ja eigentlich nicht. Aber mir liegt es genauso wenig wie dir, da ist es auch egal, ob ich verstehen kann, was der Autor bezwecken wollte …

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