Februar-Lesestapel

Februar-LesestapelNachdem der Januar ein prall gefüllter Lesemonat war, muss ich diesen Monat ein wenig kürzer treten. Ich trete meinen neuen Job an und werde sicher nicht so viel Zeit zum Lesen finden. Von meinem Januar-Lesetapel habe ich 4 der 7 Bücher der Wahl gelesen und das 5. begonnen. Gar nicht übel für den Anfang. Der Februar-Lesestapel besteht ausschließlich aus Büchern von Frauen, um mein #readwomen Projekt so richtig ins Rollen zu bekommen:

Katherine Dunn: Binewskis
Habe ich bereits im Januar begonnen. Es liest sich sehr langsam, daher brauche ich noch etwas Zeit.

Margaret Atwood: Der Report der Magd
Ich kann es kaum erwarten, dieses Buch zu lesen. Zum Einen ist es Atwood, zum Anderen scheint es sich um ein zutiefst verstörendes Buch zu handeln. Atwood+Dystopie=ein Schlaraffenland für moi. In einer nicht allzu fernen Zukunft werden darin die meisten Frauen als Gebärmaschinen missbraucht. Die Magd Desfred wagt es, von einer besseren Zukunft zu träumen.

Marion Zimmer Bradley: Nebel von Avalon
Weiterhin bin ich mir unschlüssig, ob ich das Buch werde lesen können, aber versuchen will ich es. Die Anschuldigungen gegen die Autorin sind hart, aber ihr Buch gilt auch als feministischer Meilenstein der Fantasy, und die Artuslegende gehört zu meinen Lieblingen. Für diesen Wälzer will ich mir drei Monate Zeit geben.

Madeleine L’Engle: Die Zeitfalte
Ein Kinderbuch-Klassiker, der mir bis vor wenigen Jahren komplett unbekannt war. Der letzte Kommentar, den ich zu diesem Buch erhielt: „What a weird, weird book.“ *Schultern zuck* Übrigens arbeitet man in Hollywood gerade an einer Verfilmung des SciFi-Abenteuers, es ist aber noch nichts bekannt, außer dass Jennifer Lee (Die Eiskönigin) Regie führen soll.

Donna Tartt: Die geheime Geschichte
Nachdem ich mir jetzt jahrelang anhöre, wie unglaublich toll dieser Schmöker ist, wird es endlich Zeit, mich selbst davon zu überzeugen! Die Geschichte dreht sich um einen einfachen Kerl, der am College auf eine völlig neue Welt stößt. Doch unter der schicken Fassade lauern Spannungen… Klingt total nach meinem Ding, ich denke an Ripley oder Rebecca.

Margaret Atwood: Das Zelt
Last Minute habe ich noch die Hörbuchfassung von dieser Kurzgeschichtensammlung ausgeliehen. Ich konnte in der Bibliothek einfach nicht daran vorbei gehen.

Und dann noch ein paar Reste:
Deborah Tannen: Das hab ich nicht gesagt!
Rebecca Gablé: Der König der purpurnen Stadt

Ich erwähnte es bereits: Keines der beiden Bücher hat mich gelangweilt oder war in irgendeiner Weise schlecht. Im ersten Fall haben sich einfach immer wieder andere Bücher dazwischen gemogelt, bei dem Historienwälzer setze ich auf ein stetiges Lesen und lasse mir Zeit. In den letzten Wochen bin ich aber gar nicht mehr dazu gekommen, darum will ich jetzt konzentrierter daran lesen. Wenn ich die Zeit finde.

8 Gedanken zu “Februar-Lesestapel

  1. Erst einmal wünsche ich dir einen guten Start in deinen neuen Job – und trotzdem noch genügend Zeit zum Lesen. 😉

    Die Reihe von Madeleine L’Engle habe ich als Jugendliche geliebt und lese die Bücher auch heute noch gern wieder. Die „Nebel von Avalon“ hingegen habe ich damals, als der Roman erschienen ist, abgebrochen, weil mich die Geschichte absolut nicht packen konnte. Da fand ich die Darkover-Romane von der Autorin deutlich feministischer – und ja, ich habe auch ein Problem damit, dass die Autorin auf der einen Seite so viele wichtige Elemente in ihren Romanen aufgegriffen hat und auf der anderen Seite als Person wohl mehr als zweifelhaft handelte.

    Bei „Die geheime Geschichte“ bin ich gespannt, wie dir der Buch gefällt. Für mich ist es wieder einer der Titel, der allgemein total begeistert aufgenommen wird, und mit dem ich wenig anfangen kann. Aber das liegt vermutlich auch daran, dass ich vorher schon so viele andere Bücher (und Filme) konsumiert hatte, die das gleiche Grundthema hatten – und da fehlt mir die Geduld für die Figuren und die Erzählweise der Autorin.

    1. Dankesehr! Ich fahre wenigstens momentan mit öffentlichen Verkehsmitteln, wodurch ich mindestens zweimal täglich zum Lesen komme.
      Mit Avalon muss ich einfach mal sehen. Wenn es mich nicht vom Hocker reißt, werde ich mich nicht durch 1000 Seiten quälen. Die Latte hängt bei dem Buchumfang und den äußeren Umständen schon etwas höher als gewöhnlich.
      Bei Donna Tartt bin ich eigentlich zuversichtlich; alles, was in Richtung Krimihandlung geht, interessiert mich erst, wenn der Fokus auf der psychischen Ebene liegt, wovon ich hier (hoffentlich richtig) ausgehe.
      Liebe Grüße!

      1. Ein Hoch auf die Öffentlichen! 😉

        Mir war bei Donna Tartt die Hauptfigur schon so unsympathisch, dass ich schon genervt von ihm war, als er auf seine neuen Kommilitonen trifft. Ich hoffe, dass du mehr Vergnügen mit dem Titel hast!

  2. Ich habe „Die Nebel von Avalon“ damals regelrecht verschlungen – war zu dem Zeitpunkt aber auch noch relativ jung, wusste also weder etwas von der Geschichte der Autorin, noch habe ich auf irgendwelche feministischen Ansätze geachtet.
    Ein Buch von einem zweifelhaften Autoren zu lesen ist irgendwie immer doof, das habe ich bei „Don Juan“ von Mirko Jelusich erlebt. Bis heute zähle ich es insgeheim zu meinen Lieblingsbüchern – aufgrund seiner NS-Vergangenheit erwähne ich es nur in solchen Zusammenhängen leider nicht. ):

    1. Schwieriges Thema. Darf man etwas mit Freude lesen, das, und wenn auch nur mittelbar, moralisch bedenklich ist? Oder es zur Kunst erheben? Ich habe bisher keine widerspruchsfreie Meinung dazu, kann aber total verstehen, dass du dieses Buch für dich behältst. Allerdings wünschte ich in dem Fall, die politische Korrektheit mal ein wenig runterschrauben zu dürfen, um über sowas auf neutralem Grund diskutieren zu können.

  3. Bonjour, Sam.
    Ich suche in der Regel zwischen Werk & Künstler zu trennen. Wobei es allemal schwierig wird, wenn sich, wie bei Marion Zimmer-Bradley, die Standpunkte innerhalb Ihrer Bücher mit einem realen Verhalten nicht in Einklang bringen laßen. Allein bereits aus dem Grund, daß dies ideale Steilvorlagen für jedwede fundamentale Gegnerschaft, von der Frauenemanzipation bis hin zur Homosexualität, sind.
    Margaret Atwoods Geschichte von Desfred spielt in einer Welt, in der ewig Gestriges wieder an der Macht ist. Solide Verfilmt übrigens.

    bonté

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