Regal-Experiment: Das Umräumen

Wer hätte das gedacht: Schon bei der großen Umräumaktion kommen die ersten Erkenntnisse.

Regal nach Umsortierung
Immer noch ganz gut befüllt: Hier war mal mein SuB.

Man findet doch immer weitere Bücher, von denen man sich trennen kann. Darüber musste ich mir in letzter Zeit Gedanken machen, um für den nächsten Umzug buchtechnisch ein wenig abzuspecken. Jetzt ist noch mal ein ordentlicher Stapel an ungeliebter Pflichtlektüre (Thomas Bernhard lässt grüßen), doppelten Ausgaben und zwar ungelesenem, aber auch eher uninteressantem Material zusammen gekommen, das teils auf dem Dachboden, teils verkauft und teils verschenkt werden soll.

Während dem Räumen hat mich nicht nur die übliche Befriedigung einer solchen Ordnungsaktion überkommen. Zum ersten Mal stehen alle Werke eines Autors beieinander, das setzt sie in ganz neuen Kontext. Vorher gab es nur „ungelesene“ Bücher und den „Rest“. Jetzt sind die Regale präsentabel geworden, wenn auch noch manche zu dekorierende Leerstelle besteht.

Im Wohnzimmer habe ich die Sachbücher untergebracht (weshalb bei manchen Autoren wie Astrid Lindgren oder Haruki Murakami nicht wirklich alle Bücher beieinander stehen, was mich schon etwas juckt, aber kein System ist perfekt). Tatsächlich war damit das gesamte Regal bestückt. Mir war gar nicht klar, wie viele Sachbücher wir haben; so viel geballtes Wissen! 🙂

Viele Stunden Arbeit hat mich das Umsortieren gekostet. Zum ersten Mal merke ich, wie unpraktisch die IKEA-Regale sind, die wir haben: In diese quadratischen Fächer passt einfach nichts so, wie man es haben will. Am schönsten sehen die wohl aus, wenn sie maximal halb befüllt sind. Was bei uns schier unmöglich ist.

Durch die alphabetische Ordnung nehmen die Bücher auch viel mehr Platz ein, was mich in der Planung etwas zurückgeworfen hat. Vorher konnte ich einfach zusammenwerfen, was gleich groß war und so kompakte Stapel bilden. Chaos hat also auch Vorteile. Wobei man sagen kann, dass ich vorher eben ein interessantes, nach Größe sortierendes System angewandt habe 😉

Regale nach Umsortierung
T bis Z. Tolkienbücher. Kamera. Kuriositäten. Monats-SuB.

Meine Tolkienbücher wollte ich dann doch nicht voneinander trennen; sie haben aber jetzt auch einen neuen Platz bekommen.

Insgesamt sieht die Sammlung nicht gerade ordentlicher aus, dafür schon mal Punktabzug. Aber ich habe tatsächlich den Eindruck, dass die Bücher jetzt ein Ganzes bilden. Oder wenigstens viel mehr als vorher. Jetzt gilt es abzuwarten, ob sich das System bewährt und welche langfristigen Auswirkungen es auf mich hat. Ich bin gespannt und melde mich dann noch mal in einigen Wochen, wenn ich das Ganze gebührend benutzt (und hoffentlich nicht verflucht) habe.

2 Gedanken zu “Regal-Experiment: Das Umräumen

  1. Ich bin auch gespannt, wie sich deine neue Ordnung bewähren wird. Ich mag solche Berichte und ich sehe mir gerne Bücherregale von anderen Lesern an ^_^
    Ich habe seit Jahren die gleiche Ordnung. Naja, vor einiger Zeit wollte ich mal nach Farben sortieren, das habe ich dann aber nach zwei Regalen aufgegeben. Die Bücher habe ich nach Genre sortiert. Einzig die Krimis sind geordnet nach Autoren, damit ich bei Reihen die Fortsetzungen leichter finde. Wobei mir grad auffällt, ich habe mehr Fantasybücher als Krimis, doch anscheinend habe ich bei Fantasy den besseren Überblick 😉

  2. Interessant, was man alleine durch Umräumen so alles entdecken kann.^^ Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass das „aufgeräumte“ System manchmal mehr Platz einnimmt, als das „unaufgeräumte“…
    Dann wünsche ich dir mal viel Erfolg und Freude mit deinem neuen System! Ich bin gespannt, was du in ein paar Wochen berichten wirst. 🙂

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